Eichenhausen an der Saale

Kein doppelter Aufstieg beim SV Garitz

Die Garitzer Zweite wollte es der Ersten gleich tun, doch das Vorhaben "Aufstieg" scheiterte knapp. Dem Spielverlauf nach wäre ein Sieg und der damit verbundene Sprung in die A-Klasse durchaus möglich gewesen.
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Auf der Ziellinie abgefangen worden: enttäuschte Garitzer und feiernde Aubstädter. Foto: ssp
Auf der Ziellinie abgefangen worden: enttäuschte Garitzer und feiernde Aubstädter. Foto: ssp
Denn der Gegner aus dem Milzgrund war spielerisch keineswegs besser, gerade im zweiten Durchgang der regulären Spielzeit standen die Schützlinge von Christian Wachmer vor einer Niederlage. "Doch der Fußballgott war nicht auf unserer Seite", stöhnte nicht nur SV-Abteilungsleiter Bernhard Schmitt nach dem Abpfiff einer fairen Auseinandersetzung. "Wir haben aus unseren vielversprechenden Angriffsaktionen einfach zu wenig gemacht." Unterstützt von einer lautstarken Fan-Schar setzte der auffälligste Garitzer, Mariano Ozorio, schon nach drei Minuten ein Zeichen, seinen Heber Richtung langes Eck nach Alleingang fischte der Bayernliga-gestählte Tobias Gabold aber aus dem Winkel. Zehn Minuten später hatte der TSV-Keeper Glück, als Max Fehr nach Freistoß von Arek Sadowski den Nachschuss aus spitzem Winkel an den Außenpfosten setzte.
Nachdem Jens Niebling nach Ozorio-Ecke einen Kopfball über die Latte setzte (30.), musste sich eine Minute später der Aubstädter Goalie gewaltig strecken, um einen Außenrist-Schuss von Julian Wiedamann von der Torlinie zu kratzen.

Bei Gabolds Vorderleuten lief in der Offensive wenig zusammen, unpräzise und viel zu lang angesetzte Steilpässe konnten die Garitzer Defensive nur selten beunruhigen. Die Grün-Weißen bestimmten auch nach der Pause das Geschehen, einen Wiedamann-Flachschuss sah den Aubstädter Goalie neuerlich Richtung langes Eck fliegen. Der hatte Glück, als er einen Sadowski-Freistoß unterschätzte, die Kugel aber vom Quergestänge ins Seitenaus flutschte. Im Gegenzug hatten die Wachmer-Mannen überraschend die Führung auf dem Fuß, als Peter Rittweger nach einer Unstimmigkeit in der SV-Deckung das Leder um Zentimeter über den Winkel setzte. Nachdem Julian Wiedamann zwei Kopfbälle nicht unterbringen konnte (62./70.), kassierten die von Andrzej Sadowski instruierten Garitzer den ersten Gegentreffer. Bei einem schnell von Sebastian Abschütz ausgeführten Freistoß fand sich Torschütze Rittweger frei vor Günther Metz, der zwar mit der Hand am Ball war, dessen Überrollen über die Torlinie aber nicht verhindern konnte.

Die Sadowski-Schützlinge warfen danach alles nach vorne, das Risiko einer entblößten Abwehr wurde aber belohnt. Der Ausgleichstreffer war überfällig und auch nach Ansicht des Aubstädter Vorsitzenden Herbert Köhler "hochverdient". Nach Freistoßflanke von Arek Sadowski rammte Florian Reuter den Ball förmlich ins Tor.
Doch irgendwie zeigten die Garitzer in der Verlängerung nicht mehr die Konsequenz im Spielaufbau, lediglich ein Grätscher von Wiedamann nach Flanke von Vitalis Schildt verhieß Torgefahr (91.). Den entscheidenden Treffer setzte Christopher Köhler, der nach einem Zusammenprall von Metz mit Matthias Glöckler die herrenlose Kugel nur noch ins verwaiste Tor zu nicken brauchte. In der Schlussphase der Verlängerung liefen die Aubstädter noch einige Konter, vergaben diese aber kläglich. "Es wäre natürlich schön gewesen, wenn auch unsere Zweite aufgestiegen wäre", zeigte sich Andrzej Sadowski nur kurz enttäuscht, "alle Spieler, egal ob erste oder zweite Mannschaft, haben über die gesamte Saison eine Super-Leistung gezeigt".

Torfolge 0:1 Peter Rittweger (77.), 1:1 Florian Reuter (85.), 1:2 Christopher Roth (113.).

Zuschauer 270.

SV Garitz II Metz - Alles, J. Niebling, A. Voll, Sebischka - Ozorio, M. Glöckler, Ar. Sadowski, Schildt - Fehr, Wiedamann; eingewechselt: Werner, Reuter, Murk.

TSV Aubstadt III T. Gabold - S. Roth, F. Abschütz, B. Rittweger, Heuring - F. Köhler, Harich, Pecat, B. Mauer - P. Rittweger, Ch. Roth; eingewechselt: Kneuer, Rink, S. Abschütz.

Gelb-rote Karte Peter Rittweger (Aubstadt/120.).

Schiedsrichter André Wörtmann (Wülflingen).
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