Bad Kissingen
Eishockey

In allen Rechenspielen sind Ausrutscher verboten

Das Rennen um die Play-Off-Plätze in der Eishockey-Landesliga geht in seine entscheidende Phase.
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ERSC Amberg - EC Kissinger Wölfe.
EV Pegnitz - ERV Schweinfurt.

Nur eine Woche nachdem die Kissinger Wölfe (3./54) die Amberger (5./50) im heimischen Wolfsbau mit 6:2 abfertigten müssen sie an diesem Freitag zum Rückspiel an die Vils reisen. Die ansonsten treffsichere Offensivabteilung der Oberpfälzer darf man dort wieder stärker erwarten, nachdem an der Saale ausschließlich die Defensive um Topscorer Boris Flamik an den Treffern beteiligt war. Während die Kurstädter am Sonntag regulär spielfrei hatten, musste die Partie des ERSC beim EHF Passau kurzfristig wegen eines Defektes der dortigen Eismaschine abgesagt werden, sodass auch die Wild Lions eine volle Woche Zeit hatten um sich zu regenerieren.
Die Kissinger Auswärtsbilanz gegen die Spitzenteams der Liga ist noch nicht zufriedenstellend. In Passau, Pegnitz und Vilshofen standen am Ende jeweils null Punkte auf der Habenseite.
Einzig aus dem Schweinfurter Ice Dome, wo die Mighty Dogs beheimatet sind, kehrte man mit drei Punkten an die Saale zurück. Negativ sind auch die Ergebnisse der Amberger in eigener Halle gegen die Aufstiegsaspiranten. Gegen Schweinfurt und Vilshofen ließ man Federn. Gegen den EV Pegnitz punktete man dreifach. Mit einem Sieg in der Oberpfalz könnten die Wölfe ihre Negativbilanz auf fremdem Eis gegen die Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel aufbessern.
Dieser Freitag verspricht Hochspannung. Die vier führenden Teams müssen alle ran - und sind zum Siegen verdammt. Wer patzt, fliegt aus dem Rennen um die begehrten Plätze eins und zwei, die zur Teilnahme an den Aufstiegs-Play-Offs berechtigen. Der ESC Vilshofen (2./58) muss auswärts gegen den DEC Inzell (12./13) an den Start. Der DEC hatte am vergangenen Samstag den haushohen Favoriten EV Pegnitz (1./58) am Rande einer Niederlage. Bis drei Minuten vor Schluss führte man noch mit 3:1 in Oberfranken, ehe diese mit einem irrsinnigen Schlussspurt das Spiel zum 4:3-Endstand drehten. Der ESC Vilshofen konnte ebenfalls nur knapp beim VER Selb 1b gewinnen. Patzte vor 14 Tagen gar beim SE Freising und verlor nach Penaltyschießen.
Etwa 50 km nördlich von Amberg treffen die Pegnitzer zuhause auf die Mighty Dogs Schweinfurt (4./51). Für die Mannen aus der Kugellagerstadt zählt ebenfalls nur ein Sieg, wenn man sich die Aufstiegshoffnungen bewahren will. Dieser Sieg wäre zudem eine für die Wölfe willkommene Unterstützung der eigenen Ambitionen.
Die Mighty Dogs sind allerdings gewarnt. Den Pegnitzern fehlte bei ihrem knappen Erfolg gegen Inzell der erkrankte Star-Stürmer Markus Schwindl, der aber gegen die Schweinfurter wieder einsatzfähig ist. Zudem spielte der Tabellenführer mit vier Sturmreihen. Da dieses Experiment beinahe in die Hose ging, ist zu erwarten, dass Pegnitz gegen die Dogs mit maximal drei Reihen spielen wird. Und natürlich wird es ein Spiel werden, in dem keine Mannschaft den ersten Fehler machen will. Entsprechend ist taktische Disziplin oberstes Gebot. Die Aufgabe ist für die auswärtsstarken Dogs durchaus machbar. Die können zwar in dieser Saison (bisher) keine Derbys gewinnen, fuhren jedoch gegen den EV Pegnitz bereits einen Dreier ein.
Die Pegnitzer haben zudem ein ganz heißes Restprogramm. Nach dem Spiel gegen Schweinfurt müssen sie am Sonntag darauf in Passau antreten, um dann am nächsten Wochenende zuhause mit Selb 1b die Schläger zu kreuzen. Und ihr letztes Spiel bestreiten sie dann in Vilshofen. Damit ist es durchaus möglich, dass Pegnitz - eine Niederlage gegen Schweinfurt eingerechnet - nur noch drei Punkte holt. Sie kämen somit auf 61 Punkte. Falls die Schweinfurter Mighty Dogs ihre ausstehenden vier Spiele mit kompletter Punktzahl gewinnen, hätten sie 63 Punkte auf der Habenseite.
Die Rechnung sieht bei den Kissinger Wölfen bei noch drei ausstehenden Spielen natürlich ganz anders aus, denn auch sie kämen bei drei glatten Siegen auf 63 Punkte. Dazu zählt nicht nur ein Sieg in Amberg, sondern eine Woche später auch ein Heimsieg gegen die Schweinfurter, die dann aus dem Rennen wären. Fakt bleibt, ohne Schützenhilfe sind Pegnitz und Vilshofen nicht einzuholen.
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