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Bad Neustadt an der Saale
Handball 3. Liga

HSC Bad Neustadt peilt 19. Sieg in Folge an

Trainer Matthias Obinger warnt davor, dass Schlusslicht VT Zweibrücken-Saarpfalz auf die leichte Schulter zu nehmen.
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VT Zweibrücken-Saarpfalz - HSC Bad Neustadt: Das Gastspiel des HSC Bad Neustadt (1./36:0) beim VT Zweibrücken-Saarpfalz (16./7:27) scheint ein Auftritt der leichteren Art zu sein. "Doch genau dieses Denken wäre grundverkehrt", warnt Matthias Obinger, Coach des weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiters vor dem Schlusslicht. "Das Hinspiel hat gezeigt, dass der Gegner nicht so schlecht Handball spielt, als dass er zwingend absteigen müsste."

Tatsächlich hatte der Tabellenführer beim 32:25-Heimsieg lange zu kämpfen, um die zwei Punkte sicher einzufahren. Erst in der Schlussphase, als man die konditionelle Überlegenheit wieder einmal ausspielte, wurden die Schützlinge des damaligen Trainers Andreas Grub noch deklassiert. Der musste nach einer Misserfolgsserie im November seinen Hut nehmen, unter seinem Nachfolger Mirko Schwarz waren die Erfolgserlebnisse aber weiter dünn gesät. So beklagte Schwarz nach der letztwöchigen Niederlage in Köndringen/Teningen die "mangelnde Laufbereitschaft sowie eine schlechte Chancenverwertung wie auch eine schwache Abwehrleistung".

31 Gegentore pro Spiel

Tatsächlich ist die Arbeit am eigenen Kreis ein Schwachpunkt der Westpfälzer, die im Schnitt 31 Gegentreffer pro Spiel hinnehmen. Aber auch die Offensive gehört nicht zu den Prunkstücken der Liga, hinter Torjäger Philipp Wiese (86 Saisontreffer) tauchen lange keine VTler in der Liste auf. "Gegen Bad Neustadt stehen wir jedenfalls vor einer Herkulesaufgabe, denn der Gegner verfügt über dynamische Spieler, die alle torgefährlich sind", weiß Schwarz. Dabei haben die Gastgeber mit einigen HSC-Protagonisten noch gar keine Bekanntschaft gemacht, im Hinspiel fehlte der damals schulterverletzte Gary Hines sowie die erkrankten Michal Panfil und Felix Wolf. Goran Djuricin wurde ebenfalls nur dezent eingesetzt und blieb ohne Treffer. Insgesamt setzte Matthias Obinger im Hinspiel nur sieben Feldspieler ein, wobei sich Jan Wicklein (9), Vilim Leskovec (8) und Maxi Schmitt (6) besonders torhungrig zeigten. "Diesmal sind alle Spieler fit und einsatzfähig, wobei Wicklein immer noch an einer Wadenverletzung laboriert", berichtet der HSC-Trainer nach einer intensiven Trainingswoche.

Verfolgerduell in Coburg

"Wir wollen jedenfalls mit Tempospiel die Bad Neustädter Deckung aushebeln", so Schwarz, "dabei werden aber alle Spieler über ihre Schmerzgrenze hinausgehen müssen". "Wir peilen jedenfalls den 19. Saisonsieg an", so Obinger. Der HSC könnte damit einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg tun, denn nach dem heutigen Match werden wohl einige Spieler am Sonntag Richtung Coburg aufbrechen, wo es zum direkten Aufeinandertreffen der punktgleichen Verfolger HSC 2000 und TV Hochdorf kommt. "Wir gewinnen und Coburg und Hochdorf spielen unentschieden", wünscht sich HSC-Schiedsrichterbetreuer Alfred Handlos.

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