Laden...
Würzburg
Fußball Bayernliga

Große Chancen und großes Glück für Großbardorf

Beim torlosen Remis im Unterfranken-Derby bietet der TSV Großbardorf eine engagierte Leistung. Allein die verpassten Möglichkeiten gegen den Würzburger FV geben Anlass zur Kritik.
Artikel drucken Artikel einbetten
Abgefangen: Mit vereinten Kräften stoppen die Würzburger Kevin Dees (links) und René Schäffer (am Boden) Großbardorfs Alexander Mantlik (Mitte). Das Unterfranken-Derby zwischen dem WFV und den Grabfeld-Galliern blieb torlos.   Foto: Fabian Frühwirth
Abgefangen: Mit vereinten Kräften stoppen die Würzburger Kevin Dees (links) und René Schäffer (am Boden) Großbardorfs Alexander Mantlik (Mitte). Das Unterfranken-Derby zwischen dem WFV und den Grabfeld-Galliern blieb torlos. Foto: Fabian Frühwirth
Würzburger FV - TSV Großbardorf 0:0.
Mit einem torlosen Unentschieden musste sich der TSV Großbardorf im Unterfrankenderby beim Würzburger FV begnügen. Doch es war wesentlich mehr drin für die Schützlinge von Dominik Schönhöfer. "Wir hatten viele Chancen, um die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden", erklärte dieser in seinem kurzen Statement zu einem Match, das gutes Bayernliga-Niveau aufwies. "Es war ein 0:0 der besseren Sorte", sagte der Coach der Grabfelder. Trotz des Unentschiedens vor knapp 500 Zuschauern war er mit seiner Truppe insgesamt zufrieden. Denn alle hatten seine Forderung vor der Partie ("Die Spieler sollen Spaß haben. Wenn sie dann noch alles reinhauen, was sie zur Zeit drauf haben, bin ich restlos zufrieden") voll erfüllt. Dennoch dürfte Schönhöfer nicht restlos zufrieden gewesen sein.
Zu viele Möglichkeiten hatten die Seinen vergeben.

Die Belohnung fehlt

Das ist aber das Einzige, was man den Gästen vorwerfen kann. Über die gesamte Spielzeit bot der TSV eine gute Leistung. Dieser Meinung schloss sich auch Mannschaftskapitän Manuel Leicht, der vor dem Anpfiff von einem Dreier überzeugt war, an: "Heute war ein Sieg möglich. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert. Wir hätten uns nur mit einem Treffer belohnen müssen. Positiv ist aber, dass wir uns diese Vielzahl an Chancen herausgespielt haben. Es war ein glückliches Remis für den WFV, denn wir haben mehr fürs Spiel getan."

Vor allem vor der Pause erspielten sich die Grabfeld-Gallier etliche klare Chancen und hätten in dieser Phase das Match entscheiden müssen. 3:0 lautete nach 45 Minuten das Verhältnis an Großchancen zugunsten der Gäste, die daneben noch etliche gute Möglichkeiten hatten. Die erste, eigentlich hundertprozentige Möglichkeit, hatte nach 13 Minuten Marcel Hölderle, der aus sieben Metern freistehend eine Leicht-Eingabe neben das Tor setzte. "Da muss er doch nur seinen Fuß festmachen und das Leder einschieben", sagte TSV-Pressesprecher Andreas Lampert zu der Aktion des aufgerückten Innenverteidigers. Großchance Nummer zwei besaß der Kapitän persönlich, der aus 18 Metern aber nur die Latte traf. Den Nachschuss jagte Pascal Stahl, der zusammen mit Kilian Wenzel für die gesundheitlich leicht angeschlagenen André Rieß und Dominik Zehe in der Startformation stand, allerdings unbedrängt in die Wolken (25.).

Spätes Gallier-Glück

Auch die dritte Möglichkeit zur Führung hatte Leicht auf dem Schlappen. Manuel Orf bediente Kilian Wenzel, der das Leder von der Grundlinie nach innen passte. Doch Leicht setzte den Ball aus 14 Metern über das Würzburger Gehäuse (28.). Dagegen hatten die Hausherren in der ersten Hälfte keine nennenswerte Möglichkeit.
Das kampfbetonte Derby startete in die zweite Halbzeit mit der nächsten guten Gelegenheit für den TSV Großbardorf. Nach einem Doppelpass mit Alexander Mantlik tauchte Björn Schönwiesner alleine vor FV-Schlussmann Stefan Kunze auf, brachte den Ball aber nicht an diesem vorbei. Danach wurde der Gastgeber gefährlicher, aber der sichere TSV-Keeper Julian Schneider war nicht zu überwinden. Nachdem André Rieß und Manuel Leicht weitere Großchancen nicht nutzen konnten, hatte der Gast in der Schlussphase großes Glück, als Rene Schäffer und Andreas dass freistehend das Tor nicht trafen. In der Schlussminute stand Marcel Hölderle richtig und holte einen Schuss von Wladimir Slintchenko von der Linie. So blieb es beim torlosen Remis, das die Gäste punktemäßig zu Amberg und Aschaffenburg aufschließen ließ.
TSV Großbardorf: Schneider, Orf (82. Gabold), Kirchner, Hölderle, Breunig, Piecha, Stahl (55. Zehe), Wenzel (55. Rieß), Leicht, Schönwiesner, Mantli

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren