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Maßbach
Juniorenfußball

Extraklasse auf und neben dem Sportplatz

Das Turnier des TSV Maßbach steht für hohe sportliche Qualität, ist für die über 400 Nachwuchs-Kicker aber auch ein unvergessliches Erlebnis.
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Ordentlich geboten war beim Juniorenturnier des TSV Maßbach. Unser Bild stammt von der U-11-Begegnung des TSV Maßbach (in rot-weiß) gegen Schwebheim. Fotos: Hopf
Ordentlich geboten war beim Juniorenturnier des TSV Maßbach. Unser Bild stammt von der U-11-Begegnung des TSV Maßbach (in rot-weiß) gegen Schwebheim. Fotos: Hopf
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Es war eine organisatorische Glanzleistung, die die Vereinsmitglieder des TSV Maßbach vollbrachten. Eines der größten Juniorenturniere im Bezirk mit 31 Teams und über 400 Spielern hinterließ wieder viele glückliche Akteure. "Es ist einfach schön, den großen Eifer der Jugendlichen auf den drei Kleinfeld-Plätzen zu sehen", sagte Bürgermeister Matthias Klement.
Bevor es allerdings so weit war, hatte das Organisations-Team um die TSV-Vorsitzende Anita Oeser-Geyer monatelange Vorarbeiten zu treffen. "Wir haben uns schon Ende des letzten Jahres zusammengesetzt, in den vergangenen Wochen mehrmals", so die "Chefin vom Ganzen", die selbst in der sogenannten Bon-Bude stand, an der sich die Spieler die Essens- und Getränke-Gutscheine abholen konnten.

Training um 6 Uhr in der Früh

Die Mannschaften waren bereits am Freitagabend angereist.
Nach der Verteilung der Schlafgelegenheiten, die Massenzelte sorgen jedesmal für ein besonderes Fluidum, stand ein erstes Kennenlernen der Kinder im Vordergrund. Nachdem die Platzwarte um Samstagfrüh um 5 Uhr die Plätze abgestreut und die Tore aufgestellt hatten, wurde von den ersten Kids das Training um 6 Uhr aufgenommen, ehe es zum gemeinsamen Frühstück ging.

Logistische Herausforderung

Die Versorgung mit den Speisen stellte eine logistische Herausforderung dar. "Mittags müssen wir etwa 400 Essen vorbereiten, aber das hat hervorragend geklappt", so die rührige Vorsitzende. Verhungert ist jedenfalls keiner, wobei man beim TSV froh war, dass im Gegensatz zu manchen Vorjahren der Wettergott mitspielte. "Es hat nur einmal leicht getröpfelt", so Juniorenleiter Christoph Keller, "aufziehende Gewitter sind um uns herumgezogen".
Die Akteure auf dem Platz gingen fair miteinander um, lediglich ein Spieler musste kurzfristig das Krankenhaus aufsuchen, wo statt des befürchteten Knochenbruchs aber nur eine schwere Prellung diagnostiziert wurde. Das spielerische Niveau war mehr als ordentlich, der frühere Poppenläurer Torjäger Edgar Potschka sprach nach der U-11-Begegnung zwischen dem FC Rottach-Egern, der wieder das weitgereistete Team stellte, und dem FC 05 Schweinfurt (4:1) "von einem in dieser Altersklasse selten gesehenen Niveau". Das Maßbacher Nachwuchstalent Jonas Schusser, Sohn des TSV-Goalgetters Stefan Schusser, stapfte derweil mit hochrotem Kopf vom Platz. "Der Schiedsrichter hätte ein Handspiel pfeifen müssen, da können wir ja nicht Turniersieger werden." Abgekühlen durfte sich der Youngster im benachbarten Schwimmbad. "Wir sind dem TSV entgegengekommen, die Gemeinde hat die Gültigkeit einer Tageskarte auf drei Tage verlängert", so Klement.

60 ehrenamtliche Helfer

Der Turnierablauf lief wie geschmiert, ohne Verzögerung hatte die Turnierleitung um Ralf Knierim alles im Griff. "Die gesamte TSV-Familie hat wieder zugepackt", freute sich Oeser-Geyer, 60 ehrenamtliche Helfer trugen ihr Scherflein zum Gelingen der Großveranstaltung bei. Die 50 Kuchen, die von den TSV-Frauen gebacken wurden, wurden sämtlich verputzt, das Getränkelager war ebenfalls gut geräumt.
Der Zuschauerzuspruch war sehr ordentlich. "Man sieht hier viele Talente, die in einigen Jahren für Aufsehen in der Region sorgen können", so Fußballexperte Erich "Jack" Heid. Nach den Finals zogen alle Beteiligten ein positives Fazit.

"Wir kommen wieder"

"Wir werden wiederkommen", versprach der Oberleichtersbacher Betreuer Michael Hornung. Dieser stellte insbesondere heraus, "dass hier das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und die Turnierteilnahme für einen kleinen Verein wie dem unseren auch finanziell machbar ist". Außerdem treffen die Spieler auf der Centleite auch auf Gegner, die sie vom normalen Spielbetrieb her nicht kennen. Seine SG-Schützlinge standen zwar nach den Finals am Sonntagmittag nicht auf dem Podium, "aber es war für die Spieler zum Abschluss der Saison wieder ein besonderes Erlebnis". Sieger bei den U-9 wurde der FSV Stadeln, bei der U-11 der TSV Bergrheinfeld und bei der U-13 der TSV Großbardorf II.
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