Bad Kissingen

Ex-Profi Wirsching zaubert auf dem Kohlenberg

Die Frauen des SV Albertshausen freuen sich über den Klassenerhalt. Ernst Reimer verabschiedet sich vom SV Langendorf mit einem Kantersieg. Die AH-Kicker des FC Fuchsstadt bekommen eine Lehrstunde verpasst.
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Fuß an Fuß: Lisa Emmert vom FC Thulba (links) stört die Langendorferin Katharina Tumpach beim Abschluss. Foto: ssp
Fuß an Fuß: Lisa Emmert vom FC Thulba (links) stört die Langendorferin Katharina Tumpach beim Abschluss. Foto: ssp
SV Albertshausen - TSV Thüngersheim 4:0 (1:0).
Mit diesem Sieg haben Albertshausens Kickerinnen den Klassenerhalt endgülig in trockene Tücher gewickelt. Nur in den ersten 15 Minuten hatten die Gastgeberinnen mit dem kampfstarken Gegner Probleme. Die Führung verpasst hatte Romina Mathes, die früh den Pfosten getroffen hatte (10.). Dank Martina Schmitt bekamen die Gastgeber immer besser Zugriff aufs Spiel, die nicht von ungefähr mit ihrem Tor kurz vor der Halbzeit die Weichen in Richtung Sieg stellte. Dass es weiter bergauf ging, hatte man Mitte der zweiten Halbzeit Laura Hauck zu verdanken, die mit einem Doppelpack nach rasantem Flügelspiel von Martina Schmitt das Schicksal der Gäste besiegelte. Riesengroß war der Jubel, als auch Amelie Hagedorn endlich den Weg ins Tor fand.
Das abschließende Spiel beim designierten Meister VfR Bischofsheim ist nun ohne Bedeutung.

FC Thulba - SV Langendorf 0:12 (0:6).
Irgendwie erinnerte das Kreisderby an eine Wettfahrt zwischen einem Bummelzug und einem ICE. Spielfreudigere Langendorferinen ließen den Frankoninnen nicht den Hauch einer Chance. Für SV-Trainer Ernst Reimer war der Kantersieg samt Vizemeisterschaft das ideale Abschiedsgeschenk nach drei Jahren. Der Hochgeschwindigkeitsfußball der Gäste begann vom Anstoß weg mit dem 1:0 durch Mirjam Reißer. Zur Ehrenrettung der Thulbaer sei gesagt, dass Trainerin Nadine Weißenberger fast ihre ganze Defensive zu ersetzen hatte. "Wir haben insbesondere Sabrina Zeissner und Mirjam Reißer nie in den Griff bekommen. Dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Lob aussprechen, die mit fliegenden Fahnen unterging", so die FC-Trainerin.

Machtlose Torfrau

Deren Torfrau Lisa Schuhmann stand 90 Minuten im Blickpunkt, hielt zwar was zu halten war, war aber gegen Langendorfs offensiver Übermacht chancenlos. Fünfmal traf Mirjam Reißer ins Schwarze. Dreimal war Christina Metz erfolgreich, zweimal traf Sabrina Zeissner, je einmal Ines Böhm und Katharina Tumpach. Trotz des Debakels hatten die Spielerinnen des FC Thulba am Ende noch Grund zum Jubeln, denn durch die gleichzeitige Niederlage der TG Schweinfurt in Herbstadt verbleibt man für ein weiteres Jahr in der Bezirksliga.

FC Fuchsstadt - TSV Bergrheinfeld 3:7 (0:2).
Ein torreiches Match bekamen die Zuschauer auf dem Kohlenberg zu sehen, wo der designierte Meister unter anderem Ex-Profi Reiner Wirsching, Karsten Dotterweich, Jürgen Komma und den ehemaligen Pfaffenhausener Andy Danz aufgeboten hatte. Ausgerechnet gegen dieses starke Team musste FC-Coach Jürgen Sykora auf Stammkeeper Georg Hof verzichten. Allerdings machte Ersatzmann Thomas Wießner seine Sache zwischen den Pfosten gut. Die erstaunlich vielen Besucher bekamen eine attraktive und unterhaltsame Partie zu sehen, in der Karsten Dotterweich nach einer halben Stunde den Torreigen eröffnete. So richtig heiß bei den Bergern war auch Andy Danz, der mit drei Treffern seine Torjägerqualitäten nachhaltig unter Beweis stellte. Für die stets mitspielenden Fuschter waren Andreas Luxem, Jörg Ballhausen und Thomas Knüttel erfolgreich. Jürgen Sykora: "Die Zuschauer bekamen ein flottes Spiel zu sehen, das aber etwas zu hoch ausging. Andy Danz bekamen wir nie richtig unter Kontrolle, der aber in seiner alten Heimat auch doppelt motiviert war."

SV Langendorf - SC Hesselbach 6:0 (2:0).
Der SC Hesselbach, zuletzt noch klarer Sieger über den FC Poppenlauer, geriet in Langendorf früh auf die Verliererstraße. Stefan Weigand hatte Glück, dass sein "Kullerball" gemächlich den Weg ins Tor fand. Homogene und gedanklich schnellere SV-Oldies ließen den ersatzgeschwächten Gästen keine Chance. Dennoch dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe man den zweiten Treffer setzte. "Wirbelwind" Stefan Weigand hatte einen Elfer herausgeholt, den Udo Reichert vollstreckte. So richtig Probleme bekamen die Hesselbacher mit der Schnelligkeit der Langendorfer nach dem Wechsel. Nur einmal ließ sich Keeper Achim Vierheilig prüften, der ansonsten einen ruhigen Nachmittag verbrachte. Nach dem Doppelschlag zum 3:0 und 4:0 durch Udo Reichert mussten die Hesselbacher endgültig die Waffen strecken. Von der Übersicht eines Rudi Mika profitierten am Ende auch Björn Vierheilig und Thomas Höfling bei ihren Treffern zum 5:0 und 6:0.
TSV Eßleben - FC Poppenlauer 3:1 (1:1).
Die Effizienz machte den Unterschied. Entweder scheiterten die Gäste am starken TSV-Torhüter, an der eigenen Umständlichkeit oder am Gebälk. So wie Michael Thoma, der kurz nach Spielbeginn nur den Pfosten traf. Den einzigen Treffer der Poppenläurer hatte Hagen Barthelmes kurz vor dem Seitenwechsel per Freistoß aus 40 Metern erzielt. Pech für Tino Wenzel, der nach dem Wechsel das Leder an die Latte donnerte, während die abgezockten Eßlebener mit ihren Kontern das bessere Ende für sich hatten.

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