Bad Kissingen
Fußball A-Klassen

Elfershausen und Schlimpfhof verzweifeln an Bollwerken

Schönderling bekleckert sich in Aura nicht mit Ruhm. Haard lässt sich auch von verletzungsbedingten Ausfällen nicht vom Erfolgskurs abbringen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Fabian Illig (SV Aura/rechts) rettet in höchster Not vor seinem Torwart Christian Sell gegen den Schönderlinger Sven Meyer. Foto: ssp
Fabian Illig (SV Aura/rechts) rettet in höchster Not vor seinem Torwart Christian Sell gegen den Schönderlinger Sven Meyer. Foto: ssp
FC Elfershausen - FC Fuchsstadt II 1:2 (1:1) - Torfolge: 0:1 Alexander Kickuth (2.), 1:1 Tobias Polz (28.), 1:2 Tim Herterich (68.) - Gelb-rote Karte: Daniel Rosskopf (Elfershausen/90.).

Zwar waren eigentlich die Elfershäuser das spielbestimmende Team, die Fuschter Reserve hatte am Ende aber drei Punkte in der Tasche. Aus zwei Chancen machten die Gäste zwei Treffer und sorgten im Lager der Platzherren damit für reichlich Frust. Schon nach zwei Minuten gerieten die Elfershäuser in Rückstand. Die Gastgeber ließen sich dadurch indes nicht beirren und zogen ein druckvolles Angriffsspiel auf. Die "Füchse" stellten sich über weite Strecken des Spiels hinten rein und lauerten auf Konter. Die Taktik ging auf.

SV Morlesau/Windheim - SG Oberleichtersbach/Modlos 4:1 (1:0) - Torfolge: 1:0 Marco Düsterwald (34.), 2:0 Christopher Schmitt (50.), 3:0 Marco Düsterwald (Foulelfmeter/54.), 4:0 Nico Hummel (68.), 4:1 Julian Enders (70.) - Gelb-rote Karte: Sebastian Vogt (Oberleichtersbach/85.).

Hitzig, kampfbetont und lautstark ging es zu auf dem Sportplatz Morlesau. Viele Fouls sorgten für ständige Unterbrechungen und unzählige Diskussionen auf dem Feld. Trotz aller Debatten vergaßen zumindest die Platzherren das Fußballspielen nicht. Ein 16-Meter-Schuss von Marco Düsterwald brachte Morlesau in Führung. Trotz bester Möglichkeiten für den SV hielten die Gäste ihren Kasten dann lange Zeit sauber. Erst nach der Pause münzten die Gastgeber ihre Chancen in Treffer um. Nach einem Foul an Manuel Doschko traf Marco Düsterwald vom Kreidepunkt aus zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung. Obwohl die Partie längst zugunsten des SV entschieden war, gab die SGO nie auf und blieb bis zum Abpfiff bissig, was durch ein Freistoß-Tor aus rund 25 Metern von Julian Enders belohnt wurde.

SV Aura - FSV Schönderling 1:1 (0:1) - Torfolge: 0:1 Benedikt Schuhmann (33.), 1:1 Sascha Graser (Foulelfmeter/90.) - Rote Karte: Markus Heil (Schönderling/90.).

Je länger die Partie dauerte, desto zerfahrener wirkte das Spielgeschehen. Wirkliche Chancen waren absolute Mangelware. In Führung gingen die Schönderlinger durch einen Abstauber von Benedikt Schuhmann, der nach einem abgewehrten Freistoß am schnellsten schaltete. Es sollte bis zur 90. Minute dauern, dass auch dem SV ein Torerfolg vergönnt war. Nach einem Foul an Martin Danz verwandelte Sascha Graser den fälligen Strafstoß. Allerdings endete die Partie in einer ziemlich unrühmlichen Rangelei. Der Schönderlinger Markus Heil kassierte aufgrund allzu heftigen Körpereinsatzes die Rote Karte. Andere Akteure kamen entweder mit Gelb oder straffrei davon. Nach aller Aufregung auf dem Platz waren sich die Zuschauer zumindest darin einig, dass dieser wenig ansehnliche Kick keinen Sieger verdient gehabt hätte.

FC Poppenroth - TSV Euerdorf 5:0 (0:0) - Torfolge: 1:0 Julian Kühnlein (58.), 2:0 Sascha Weidner (68.), 3:0 Nikolas Weh ner (73.), 4:0 Markus Erhard (Eigentor/83.), 5:0 Sascha Weidner (86.).

In allen Belangen überlegen zeigten sich die Poppenröther, allerdings machten sie in der ersten Halbzeit überhaupt nichts aus ihrer fast schon erschreckenden Dominanz. Erst nach der Pause fand sich der FC in seiner Rolle zurecht und Julian Kühnlein eröffnete den Torreigen, der sich bei Sascha Weidner für eine Traumvorlage bedanken konnte. Den zweiten Treffer besorgte Weidner selbst, der von Martin Kleinhenz ebenso mustergültig bedient worden war. Folge eines blindes Zusammenspiels zwischen Nikolas Wehner und Christoph Schäfer war der dritte Treffer. Zu allem Überfluss trafen die Euerdorfer in Person von Markus Erhard auch noch ins eigene Tor. Den Schlusspunkt setzte der spielstarke Sascha Weidner nach einem Steilpass von Julian Kühnlein.

DJK Schlimpfhof - SG Hassenbach 1:2 (0:1) - Torfolge: 0:1 Alexander Zülch (25.), 0:2 Manuel Schäfer (52.), 1:2 Sebastian Schreck (60.).

In einem bemerkenswert fairen Derby, in dem der Unparteiische ohne gelbe Karten auskam, legten die Gäste eine ordentliche Portion Schlitzohrigkeit an den Tag. Die "Schlümpfe" machten das Spiel und suchten ihr Heil in bedingungsloser Offensive. Bei der SG Hassenbach agierte Oliver Hofmann als sensationeller Ausputzer und beorderte seine Mannen immer wieder in den eigenen Strafraum zurück. Aus gerade mal zwei Chancen machten die Hassenbacher auf diese Weise zwei Treffer. Zudem hatte SG-Kepper Alexander Heim einen glänzenden Tag erwischt und entschärfte jeden noch so platzierten Schuss der Platzherren. Sebastian Schreck gelang nach einer gelungenen Einzelaktion zwar der ersehnte Anschlusstreffer, aber die SG-Kicker ließen sich nicht aus ihrer Defensive locken.

TSV Gauaschach - SV Gräfendorf/Dittlofsroda 0:1 (0:0) - Tor des Tages: Fabian Tretter (90.) - Gelb-rote Karten: Daniel Lutz (Gräfendorf/70.), Pascal Weidner (Gauaschach/91.).

In letzter Minute landeten die Gäste dank Torjäger Fabian Tretter einen glücklichen Dreier. Ausgeglichen waren die ersten 45 Minuten verlaufen, in denem vor allem André Hofmann gute Chancen der Gastgeber auf dem Fuß hatte. In Überzahl setzte Gauaschach auf totale Offensive. Allerdings brachte der Dauerdruck mit Chancen für Jens Schmähling, André Hofmann und Jonas Teufel keinerlei zählbaren Erfolg - was bitter bestraft wurde.

VfL/Spfr. Bad Neustadt II - Post SV Bad Kissingen 4:2 (1:1) - Torfolge: 0:1 Alexander Wenzel (18.), 1:1 Michael Wieczorek (35.), 2:1 Julian Dorsch (61.), 3:1 Peda Martinovic (75.), 3:2 Fanus Kiros (80.), 4:2 Michael Wieczorek (90.).

"Die Niederlage haben wir uns irgendwie selbst zuzuschreiben", fasste Post-Spielertrainer Oliver Pfannes das ausgeglichene Match zusammen. "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und insgesamt die gute Form der letzten Wochen nicht bestätigen können." Dabei gingen seine Schützlinge nach einer Hereingabe von Julian Hedrich durch Alexander Wenzel verdient in Führung, mussten aber nach einem Stellungsfehler noch vor der Pause den Ausgleich hinnehmen. Julian Dorsch nutzte einen weiteren Abwehrfehler zur Führung der Platzherren, die Peda Martinovic ausbaute, als die Gäste den Ball vertändelten. Nachdem Fanus Kiros per Weitschuss verkürzte, rannten die Gäste an, kassierten aber noch den vierten Gegentreffer, den Michael Wieczorek selbst nach Ansicht der Gastgeber aus Abseitsposition erzielte.

FC Eltingshausen - TSV Münnerstadt II 3:4 (1:3) - Torfolge: 0:1 Kevin Mangold (11.), 1:1 Michael Seufert (16.), 1:2 Johannes Schmitt (30.), 1:3 Julian Wolf (45.), 2:3 Pascal Metzler (49.), 3:3 Markus Schott (68.), 3:4 Kevin Mangold (65.).

Viele Fehler, viele Chancen, viele Tore. Die Partie in Eltingshausen war zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise langweilig. "Es war wirklich ein Fest für die Stürmer", resümierte der Eltingshäuser Routinier Markus Schott. Dass am Ende die Mürschter Reserve über drei Punkte jubeln konnte, lag vor allem daran, dass Eltingshausen die vielen Chancen zu selten ausnutzte. So traf beispielsweise Markus Schott mit einem sehenswerten Freistoß nur ans Quergebälk. Besonders bemerkenswert der dritte Treffer der Gäste kurz vor der Pause. Eine verunglückte Flanke von Julian Wolf nahm eine dermaßen kuriose Flugkurve ein, dass der Eltingshäuser Keeper Michael Röder nur noch verdutzt hinterherschauen konnte. "Die Mürschter waren einfach clever. Wir hätten ganz sicher auch ein Remis verdient gehabt", so Schott.

TV Jahn Winkels - TSVgg Hausen 2:3 (1:2) - Torfolge: 0:1 Sergej Huck (20.), 1:1 Felix Mast (35.), 1:2 Marc Lauter (43.), 2:2 Felix Mast (50.), 2:3 Tobias Burigk (58.).

Bis zum Schluss liefertern sich die Winkelser und die Häusler einen offenen Schlagabtausch mit rasantem Offensivfußball. Entschieden wurde die Partie durch einen 25-Meter-Schuss von Tobias Burigk in der 58. Minute. Rund zwei Minuten später hätte der Winkelser Christian Hartmann den erneuten Ausgleich herstellen können, er hämmerte das Leder jedoch gegen die Latte. Immer wieder hatten die Gastgeber einem Rückstand hinterherlaufen müssen und konnten sich dabei in erster Linie auf Felix Mast verlassen, der in der 50. Minute ein sensationelles Solo über den halben Platz mit dem zweiten Treffer für seine Farben krönte. Immer wieder probierte es Mast auf eigene Faust. Der Lohn für seinen Mut waren zwar zwei Treffer, sein Team musste sich dennoch knapp geschlagen geben.

TSV Aschach - SG Sandberg/Waldberg II 1:1 (1:0) - Torfolge: 1:0 Michael Schultze (32.), 1:1 Dominic Arnold (84.).

Eine Halbzeit lang dominierten die Aschacher das Spielgeschehen und gingen durch einen Freistoß-Hammer von Michael Schultze aus gut 25 Metern in Führung. Nach der Pause gestalteten die Gäste das Spiel ausgeglichener und profitierten besonders davon, dass der TSV im Abschluss nicht zwingend genug agierte. Angesichts des knappen Vorsprungs blieb die Partie hart umkämpft. Sechs Minuten vor dem Abpfiff sicherten sich die Grabfelder einen Punkt und sorgten bei den Platzherren damit für schlechte Stimmung.

SpVgg Haard - SG Sulzfeld/Merkershausen 4:2 (3:2) - Torfolge: 0:1 Max Wassermann (18.), 1:1 Oliver Hillenbrand (26.), 1:2 André Zell (Foulelfmeter/27.), 2:2 Oliver Hillenbrand (30.), 3:2 Tom Schulz (39.), 4:2 Joshua Ramos (68.).

Im Spitzenspiel vor rund 100 Zuschauern zeigten die Haarder einen nahezu perfekten Auftritt. Obwohl sechs Stammspieler verletzungsbedingt ausfielen, war die Durchschlagskraft in der Offensive der Spielvereinigung enorm. Oliver Hillenbrand sorgte besonders mit seinen gefürchteten Freistößen für viel Gefahr und zeigte sich binnen vier Minuten äußerst treffsicher. Die Gäste hielten mit spielerischen Mitteln dagegen, konnten sich aber im zweiten Durchgang kaum noch zwingende Chancen erarbeiten. Die Haarder ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

TSV Nüdlingen - DJK Seubrigshausen 0:0 - Tore: Fehlanzeige.

Eine ganz schwache Partie bekamen die Zuschauer in Nüdlingen geboten. Zwar war der TSV eine Halbzeit lang ständig am Drücker, aber trotz bester Möglichkeiten wollte das Leder einfach nicht in die Maschen. Nach der Pause kamen die Seubrigshäuser besser ins Spiel und zeigten viel mehr Biss. Dadurch stieg zwar die Aggressivität, die Attraktivität ließ allerdings weiter stark zu wünschen übrig. Auch die Gäste waren im Abschluss viel zu harmlos.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren