Nüdlingen
Handball Landesliga

Die SG Garitz/Nüdlingen wirft Ballast ab

Der SG Garitz/Nüdlingen gelingt nach Start-Problemen ein überzeugender Sieg über Aufsteiger Hammelburg.
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Entwischt: Carolin Annon von der SG Garitz/Nüdlingen hat die Regensburgerin Julia Prohaska auf die Standspur geschickt und setzt zum Sprungwurf an. Foto: Hopf
Entwischt: Carolin Annon von der SG Garitz/Nüdlingen hat die Regensburgerin Julia Prohaska auf die Standspur geschickt und setzt zum Sprungwurf an. Foto: Hopf
SG Garitz/Nüdlingen - SG Regensburg 27:17 (10:7) - Schwere Oberpfälzer Beine kamen irgendwann nicht mehr hinterher. "Die waren fix und fertig. Und wir haben unsere konditionelle Überlegenheit ausgespielt", sagte Lisa Wenzke, die eines ihrer drei Tore mit einem eleganten Heber erzielt hatte. Sekunden nach der prächtigen Parade von Pia Kunzmann. Gewonnen war die Partie zu diesem Zeitpunkt längst, aber die besonderen Momente wollten verdient sein. "Wir hatten Timing-Probleme. Und die Laufwege waren nicht ideal", analysierte SG-Trainer Harun Tucovic. Und meinte speziell die erste Halbzeit, die lange den Gast vorne sah. Weil die Spielgemeinschaft körperliche Nachteile nicht kompensieren konnte und sich gegen den Aufsteiger zu viele Fehlwürfe leistete. Nach dem Ausfall von Natascha Will fehlten zudem obligatorische Tore von Lisa Wenzke. "Sie hatte einen schweren Stand, wurde oft gedoppelt", erklärte Tucovic.
Der reagierte und ließ etwas offensiver verteidigen mit der vorgeschobenen Nina Barnickel. Die taktische Maßnahme fruchtete sofort, der Zugriff auf den Regensburger Rückraum wurde besser. Und mit dem Treffer von Claudia Pfleger zum 7:6 wurden die Aktionen konzentrierter abgeschlossen bis hin zur 10:7-Pausenführung.

Sichtbarer Reifeprozess

"Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Aber dann hat die Abwehr das Spiel gewonnen. Auch dank der Alternativen auf der Bank", freute sich Lisa Wenzke über den sichtbaren Reifeprozess im Team. Festzumachen unter anderem auf der Torhüter-Position, wo die stark haltende Stephanie Piske im Verlauf der zweiten Halbzeit von Kunzmann abgelöst wurde - ohne jeden Qualitätsverlust. Beide parierten unter anderem einen Siebenmeter und glänzten mit präzisen Anspielen bei Kontern. "Stephanie steht für Erfahrung, strahlt Ruhe aus. Pia bringt jugendliche Fröhlichkeit ein und will sich beweisen", freut sich Tucovic über ein ungleiches Duo, das sich perfekt ergänzt.
Nur einmal sollte es noch eng werden, als der Gegner zum 12:12 ausgleichen konnte. Diversen Lattentreffern musste man nicht hinterher trauern, weil der Master-Plan von Tucovic endgültig Gestalt annahm. Über 14:12 und 18:13 zog die Spielgemeinschaft auf 21:14 davon. "Wir wollten den Gegner mit verschiedenen Systemen beschäftigen und das Tempo hochhalten", erklärte der Trainer die taktischen Finessen. Insbesondere Sabrina Kleinhenz wurde in Abwehr und Angriff auf verschiedenen Positionen eingesetzt. "Sie hat ein Kämpferherz und die Technik, ist damit flexibel einsetzbar", lobte der Trainer seine Nummer 9. Der Beifall der 200 Zuschauer galt freilich dem kompletten Team, das mit einer couragierten Leistung den allerletzten Bayernliga-Frust abgestreift hat. Und ab sofort nur noch nach vorne blickt.
Tore für die SG: Carolin Annon (6), Sabrina Kleinhenz (5), Nina Barnickel (5), Claudia Pfleger (4/2), Lisa Wenzke (3/1), Anna Kleinhenz (2/1), Franziska Thomas (1), Julia Albert (1).

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