Nüdlingen
Handball Bayernliga

Die SG Garitz/Nüdlingen meldet sich zurück

In seinem letzten Heimspiel feiert SG-Trainer Hans Wenzke einen enorm wichtigen Erfolg auf dem Weg zum Klassenerhalt. Vor allem nach der Pause ist die alte Spielfreude wieder zurück.
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Die Abwehr steht: SG-Torfrau Stephanie Piske kann sich hier auf Manuela Schäfer und Lisa Wenzke (von links) verlassen, die den Sulzbacherinnen Sandra Christlein und Louisa Lotter (rechts) die Kugel abjagen. Foto: Hopf
Die Abwehr steht: SG-Torfrau Stephanie Piske kann sich hier auf Manuela Schäfer und Lisa Wenzke (von links) verlassen, die den Sulzbacherinnen Sandra Christlein und Louisa Lotter (rechts) die Kugel abjagen. Foto: Hopf
SG Garitz/Nüdlingen - HC Sulzbach 31:20 (11:10) - Wie bei Timm Thaler. Die SG-Damen hatten zwar nicht ihr Lachen an einen zwielichtigen Baron verkauft wie im TV-Mehrteiler aus den späten 70er Jahren. Aber doch irgendwo verloren nach elf Niederlagen in Serie. Umso breiter war das kollektive Grinsen nach dem Spiel. Endlich standen die Mundwinkel nicht mehr im Merkel-Modus. Endlich waren die Sorgenfalten glatt gebügelt.

"Wir hatten in der Spielpause drei Wochen gnadenlos trainiert, Kondition gebolzt und Verletzungen auskuriert. Das hat man gemerkt", sagte SG-Trainer Hans Wenzke, der unmittelbar nach dem Spiel offiziell und emotional verabschiedet wurde. Aber noch eine Mission hat. Mit dem Erfolg über Sulzbach sind die Chancen auf den Ligaverbleib gestiegen, aber in Taufkirchen und Herzogenaurach geht es erneut um wichtige Punkte.

"Ein Nachfolger für Hans steht nicht fest. Es gibt aber natürlich Gespräche", wollte DJK-Abteilungsleiter Reinhold Schmitt keine konkreten Namen ins Spiel bringen. Drei Jahre hatte Wenzke die Mannschaft trainiert und geprägt. "Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Frauen-Team über so einen langen Zeitraum betreuen würde. Das war nur möglich, weil es wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Auch in dieser Seuchen-Saison."

Kein einziges Mal hatte die Spielgemeinschaft in dieser Runde in Bestbesetzung antreten können. Und ausgerechnet im so wichtigen Spiel gegen Sulzbach fehlte Torjägerin Natascha Will. Und weil sich Lisa Wenzke in Manndeckung genommen sah, musste sich die Heim-Sieben ihre Tore zunächst schwer erkämpfen. Auch eine 10:6-Führung brachte keine Sicherheit. Vier Tore in Folge erzielten die Gäste vor 300 Fans, schafften es aber kein einziges Mal, in Führung zu gehen. "Die erste Hälfte war auch gut, wir haben halt viele Chancen liegengelassen", kommentierte Wenzke die vier Latten- und einen Pfostentreffer.

Nach der Pause blieb die Nervosität ein treuer Begleiter. Abspielfehler, Konzentrationsschwächen. Sulzbach musste nicht viel tun, um mit dem 13:13 im Spiel zu bleiben. Ab dem 19:17 war vom Kontrahenten freilich nichts mehr zu sehen. Auf einmal klappten die Anspiele, bekam auch Torfrau Stephanie Piske wieder die Hände an die Bälle.

"Wenn man vorne liegt, tritt man einfach selbstbewusster auf. Außerdem wussten wir, um was es ging in diesem Spiel und konnten uns auf unsere Fans verlassen", meinte Manuela Schäfer, die sieben zum Teil spektakuläre Tore erzielte. Und nur von Lisa Wenzke übertroffen wurde, die selbst nach einer Verletzung nicht von der Platte wollte. "Kompliment an das Team für diese Leistung. Kompliment aber auch an unsere Zuschauer, die immer hinter uns stehen", schickte Wenzke einen letzten Dank gen Tribüne. Lächelnd. Wie Timm Thaler hatten die SG-Mädels ihr Schicksal in die eigene Hand genommen.

Tore für die SG: Lisa Wenzke (8), Manuela Schäfer (7), Sabrina Kleinhenz (3), Nina Barnickel (3), Julia Albert (3), Melanie Dotzer (3/3), Anna Kleinhenz (2), Carolin Annon (2).

Zum nächsten Spiel in Taufkirchen wird ein Fanbus eingesetzt. Anmeldungen sind per Mail an sabi_kleinhenz@web.de möglich.

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