Mellrichstadt
Futsal

Der SV Rödelmaier ist wieder Kreismeister

Der SV Rödelmaier verteidigt seinen Titel als Futsal-Kreismeister. Der TSV Reiterswiesen muss sich nicht grämen über die Finalniederlage, denn die Truppe um Jochen Haberle fährt ebenfalls zur Bezirksmeisterschaft.
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Kein Glück vor dem Tor: Unsere Finalszene zeigt Reiterswiesens Adrian Reith (rechts) gegen Rödelmaiers David Dziemballa und SV-Tormann Markus Werner. Mit 0:2 sollten die Stadtteil-Kicker den Kürzeren ziehen. Foto: Anand Anders
Kein Glück vor dem Tor: Unsere Finalszene zeigt Reiterswiesens Adrian Reith (rechts) gegen Rödelmaiers David Dziemballa und SV-Tormann Markus Werner. Mit 0:2 sollten die Stadtteil-Kicker den Kürzeren ziehen. Foto: Anand Anders
Der neue Futsal-Kreismeister heißt wie der alte: Im Fußball-Kreis Rhön scheint in der Halle kein Weg am Kreisligisten SV Rödelmaier vorbeizugehen. Im Finale setzten sich die Schützlinge von Werner Feder gegen den Liga-Rivalen vom TSV Reiterswiesen mit 2:0 durch. Beide Mannschaften qualifizierten sich so für die Bezirksmeisterschaft, die am kommenden Sonntag in Schweinfurt zur Austragung kommt.
Dass die Reiterswiesener den Sprung in die nächste Runde schafften, war laut ihrem Trainer Jochen Haberle nicht zu erwarten, vor allem nicht nach der Vorrunde. So lieferten seine Schützlinge nach dem Auftakterfolg gegen die DJK Salz im Match gegen den Tabellenletzten der Kreisklasse 3, die gastgebende SG Frickenhausen/Mellrichstadt, eine schwache Vorstellung ab und verloren hoch mit 0:4. Dass beide Teams im Halbfinale noch einmal die Klingen miteinander kreuzen würden, war daher eher überraschend.

Erheblich gesteigert

Dass den TSVlern gar der Gruppensieg gelang, "war einer erheblichen Leistungssteigerung im Spiel gegen den VfR Stadt Bischofsheim zu verdanken", so Haberle, der allerdings nicht verhehlen wollte, dass man im Viertelfinal-Match mit viel Glück die Oberhand behielt. Denn ausgerechnet gegen den B-Klassen-Klub TSV Mühlfeld, der punkt- und torlos die Vorrunde abgeschlossen hatte, tat sich der Bad Kissinger Stadtteilklub unendlich schwer, kam in der regulären Spielzeit nicht über ein 2:2 hinaus und musste so für das Weiterkommen auf die Nervenstärke seiner Schützen im Sechsmeter-Schießen setzen.
"Wie sonst bei solchen Entscheidungen brauchst du auch Glück", konstatierte der Reiterswiesener Coach, "und das war auf unserer Seite". Auf dieses Vabanque-Spiel wollten sich die nun vom Ehrgeiz gepackten TSVler im Semifinale nicht einlassen und wiesen nach Treffern von Marcel Röder und Philipp Pfaff den Gastgeber knapp mit 2:1 in die Schranken. "Dass wir den Finaleinzug und die Qualifikation zum Bezirksentscheid geschafft haben, war einer kompakten Mannschaftsleistung zu verdanken", fand Haberle.

Schwache Lauerstädter

Ganz anders sah die Gemütslage beim nach der Ligazugehörigkeit eigentlich zu favorisierenden TSV Münnerstadt aus. Der Bezirksligist trat mit einer Mischung von Akteuren der ersten und zweiten Mannschaft an, "und die hat insgesamt nicht gut gespielt", so Abteilungsleiter Günter Scheuring frustriert. Der knappe Erfolg gegen die SG Windshausen/Brendlorenzen verhieß schon nichts Gutes, die 0:4-Pleite gegen den späteren Meister war das erste Negativerlebnis. Mit Ach und Krach wurde dann der Außenseiter aus Mühlfeld bezwungen, der zweite Gruppenplatz ließ die Hoffnung auf das Halbfinale keimen. Doch die Viertelfinal-Partie gegen den Gastgeber entwickelte sich zu einem Fiasko, sang- und klanglos strichen die Lauertaler mit 0:3 die Segel und schieden so vorzeitig aus. "Die einzig gute Nachricht ist, dass sich niemand verletzt hat", so Scheuring. Überhaupt verlief das Turnier fair, wobei sich viele Trainer der Meinung von Bischofsheims Trainer Rainer Graumann anschlossen, der sich eine Änderung der Turnierform wünscht.

"Das Grätschverbot geht in Ordnung, aber das Spiel würde für die Zuschauer wesentlich interessanter und temporeicher, wenn mit Bande und auf große Tore gespielt werden würde." Dass das von ihm gecoachte Team im Halbfinale knapp unterlag, sah Graumann nicht als Beinbruch, "unsere ganze Konzentration muss dem Kampf um den Klassenerhalt gelten".

Im Finale ging es vor überschaubarer Kulisse dann doch noch ganz schön zur Sache. Letztlich setzte sich der Titelverteidiger in einer ausgeglichenen Auseinandersetzung, in der die Haberle-Schützlinge vom Schussglück verlassen waren, nach Treffern von Christian Hofgesang und Steffen Englert durch. "Wir haben in fünf Spielen nur einen Gegentreffer kassiert und zwölf geschossen, da kann man wohl von einer verdienten Meisterschaft sprechen", jubelte Rödelmaiers Trainer Werner Feder.

Gruppe A:
SV Rödelmaier - TSV Mühlfeld 2:0
TSV Münnerstadt - Windshausen 2:1
SV Rödelmaier - TSV Münnerstadt 4:0
SG Windshausen - TSV Mühlfeld 4:0
TSV Mühlfeld - TSV Münnerstadt 0:2
SG Windshausen - SV Rödelmaier 0:1
1. SV Rödelmaier 7:0 9
2. TSV Münnerstadt 4:5 6
3. SG Windshausen 5:3 3
4. TSV Mühlfeld 0:8 0

Gruppe B:
TSV Reiterswiesen - DJK Salz 3:0
SG Frickenhausen - Bischofsheim 0:4
Reiterswiesen - SG Frickenhausen 1:4
VfR Stadt Bischofsheim - DJK Salz 3:0
DJK Salz - SG Frickenhausen 1:1
Bischofsheim - TSV Reiterswiesen 1:2
1. TSV Reiterswiesen 6:5 6
2. VfR Stadt Bischofsheim 8:2 6
3. SG Frickenhausen 5:6 4
4. DJK Salz 1:7 1

Viertelfinale:
SV Rödelmaier - DJK Salz 2:1
TSV Reiterswiesen - TSV Mühlfeld n.S. 9:8
TSV Münnerstadt - SG Frickenhausen 0:3
VfR Bischofsheim - SG Windshausen 5:2

Halbfinale:
TSV Reiterswiesen - Frickenhausen 2:1
SV Rödelmaier - VfR Bischofsheim 1:0

Sechs-Meter-Schießen um Platz 3:
SG Frickenhausen - VfR Bischofsheim 4:2
Finale:
SV Rödelmaier - TSV Reiterswiesen 2:0
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