Riedenberg
Fußball Kreisliga

Der SV Riedenberg legt im Titelrennen ein 3:0 vor

Durch den Heimsieg wird der Druck auf den Meisterschaftskonkurrenten FC Reichenbach erhöht. Auch für den TSV Oberthulba wird das Saisonfinale zur Nervenschlacht, allerdings im Kampf gegen den Abstieg.
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Konsequente Abwehrarbeit: Jan Morper (rechts) vom SV Ramsthal stoppt seinen Riedenberger Gegenspieler Christoph Dorn. Foto: Hopf
Konsequente Abwehrarbeit: Jan Morper (rechts) vom SV Ramsthal stoppt seinen Riedenberger Gegenspieler Christoph Dorn. Foto: Hopf
SV Riedenberg - SV Ramsthal 3:0 (2:0). Tore: 1:0 Markus Rüttiger (4.), 2:0 Christoph Dorn (37.), 3:0 James Galloway (61.). Gelb-rot: Björn Morper (Ramsthal (60.).
Die "Störche" hatten gegen die Weindörfler insgesamt leichtes Spiel, verzichteten diese doch auf mehrere Stammspieler, unter anderem wurden die Ott-Brüder und Alexander Ullrich für einen Einsatz in der 2. Mannschaft geschont. Die Gastgeber liefen zwar ebenfalls ersatzgeschwächt auf, wussten dies aber zu kompensieren. So netzte Markus Rüttiger, der den angeschlagenen Philipp Dorn ersetzte, schon beim ersten Angriff ein, nach Flanke von Simon Hergenröder nickte er aus zentraler Position unbedrängt ein.

Zwei Ramsthaler Pfostentreffer

Die Gäste taten sich im Spiel nach vorne schwer, hatten dann auch noch Pech.
So startete einer ihrer Stürmer, Willi Voss, nach einer Viertelstunde einen Alleingang, sein Schuss schlug aber nur an den Pfosten. Zehn Minuten später widerfuhr Björn Morper dasselbe Missgeschick, bei seinem Freistoß stand Riedenbergs Keeper Florian Dorn neuerlich das Gehäuse zur Seite. Dessen Vorderleute hatten die Partie ansonsten gut im Griff und legten kurz vor dem Seitenwechsel nach. Auf Vorarbeit von Benedikt Carton verlängerte Rüttiger die Kugel mit der Hacke auf Christoph Dorn, der von der so düpierten Gäste-Deckung nicht beschattet wurde. Gegen seinen präzisen Flachschuss ins Toreck blieb Keeper Frank Popp keine Abwehrmöglichkeit.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Ramsthals Coach Thorsten Büttner mit der eigenen Einwechslung sowie der von André Fuß die Wende herbeizuführen, doch großartig geprüft wurde der heimische Keeper nicht. Der sah nach einer Stunde die frühe Vorentscheidung. Nachdem er binnen drei Minuten von Schiedsrichter Wolfgang Schubert (Untereßfeld) zweimal den gelben Karton gezeigt bekam, durfte Ramsthals Spielführer Björn Morper unplanmäßig unter die Dusche. Nach dem zweiten Foul wurde den Einheimischen ein Freistoß zugesprochen, wobei der ausführende Manuel Schuhmann den Kopf von James Galloway fand. Der nickte zum Endstand ein und sorgte dafür, dass die Begegnung danach nur noch so dahinplätscherte. "Ramsthal konzentriert sich wohl jetzt weniger auf die Liga als auf den Toto-Pokal, am nächsten Freitag treten sie gegen uns sicher in stärkster Besetzung an", befürchtet Reichenbachs "Spion" Christian Pickel. Das Fazit von Riedenbergs Coach Charly Storch lautete: "Meister wird wahrscheinlich die Mannschaft, die in den nächsten Spielen personell am besten auf der Höhe ist."

FC Reichenbach - Spfr. Herbstadt: Wer hat die besseren Nerven im Endspurt? Hin und her geht es zwischen dem FC Reichenbach und dem punktgleichen SV Riedenberg. Für die Teutonen spricht der gewonnene direkte Vergleich (2:1 in Riedenberg, Remis zu Hause), Konstanz lassen beide Kandidaten in den letzten Wochen etwas vermissen. Bei den Teutonen äußerte sich das jüngst im 1:1 beim SV Eichenhausen/Saal, welches das Zwei-Punkte-Polster auf Riedenberg kostete. Aber noch hat Reichenbach alles in eigener Hand. Bei drei Siegen aus den letzten drei Matches gegen die Spfr. Herbstadt, den VfL Spfr. Bad Neustadt und den RSV Wollbach dürfen die Rot-Schwarzen die Meisterschaft feiern. Vom Papier her scheint dies machbar - doch am Ende entscheiden die Nerven.

SV Rödelmaier - FC Thulba: Würde der dritte Platz die Aufstiegsrelegation ermöglichen, die Partie zwischen dem SV Rödelmaier und dem FC Thulba wäre der Kracher des Spieltages. So aber geht es für die Kontrahenten nur um die Verfolgung des aktuellen Dritten FC Strahlungen, um mit einem besseren Gefühl in die Sommerpause zu gehen. Die Frankonen um Spielertrainer André Betz wollen dem Bezirksliga-Absteiger nach dem 3:0-Hinspielsieg gerne die nächste Abfuhr erteilen.
SV Eichenhausen - TSV Oberthulba: Für den TSV Oberthulba wird das Saisonfinale zur Nervenschlacht. Hatte der Aufsteiger sich mit einer tollen Rückserie schon bis auf Rang neun hochgekämpft, befindet man sich aktuell wieder auf umgekehrtem Weg. Nach dem 0:5 gegen Ramsthal sind die Oberthulbaer wieder da angekommen, wo niemand stehen möchte - auf einem Abstiegsplatz. Um den schnellstmöglich wieder zu verlassen, kommt das Auswärtsspiel beim SV Eichenhausen/Saal wie gerufen. Denn die punktgleichen Grabfelder stehen ob des bislang gewonnenen direkten Vergleiches (1:0 im Hinspiel) auf dem Relegationsplatz. Ein Auswärtssieg, möglichst gar mit zwei Toren Differenz, wäre demnach Gold wert für den TSV Oberthulba.

TSV Rannungen - RSV Wollbach: Der Schein trügt. Zwar spielt der TSV Rannungen eine blitzsaubere Rückrunde und steht nach dem 4:1 in Bad Neustadt als Neunter besser da als je zuvor in dieser Saison. Die Arbeit des Neu-Trainers Carsten Weiß trägt Früchte. Doch wenn der Aufsteiger auf der Zielgeraden nachlässt, kann alles umsonst gewesen sein. Schließlich trennen den TSV weiterhin nur drei Punkte von der Abstiegszone. Es gilt also, auch gegen den RSV Wollbach die Spur zu halten.
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