Die Tagessieger der Premierenveranstaltung heißen Axel Schlenker und Michael Schmidt. Das Team aus St. Georgen/Königsfeld im Hochschwarzwald gewann mit über 23 Sekunden Vorsprung im Ex-Werks-Ford Escort RS Cosworth. Regen hatten sich Ralf Hillmann und Rainer Paar (Ebensfeld/Rattelsdorf) gewünscht. "Auf nasser Piste hätten wir uns mit dem Mitsubishi Lancer Evo 6.5 Allrad gute Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen können", konstatiert Hillmann. "Bei trockener Fahrbahn hatte ich auf Nicolas Hässler im Porsche gesetzt, doch der hat wegen eines Fahrfehlers viel Zeit verloren." Am Ende zeigte sich der Autohausbesitzer aus Oberfranken aber mit dem Endergebnis einverstanden: "Axel Schlenker war mit dem Ex-Werks-Escort den ganzen Tag über stark unterwegs und hat verdient gewonnen."

Hillmann, dessen "Co" Paar erstmals auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatte ("Der hat seine Sache sehr gut gemacht"), war in der ersten Wertungsprüfung (WP) an der von hunderten Zuschauern belagerten Kuppe auf der Höhe zwischen Diebach und Obereschenbach selbst ein paar Meter von der Ideallinie abgekommen und hatte viel Zeit verloren. Sonst hätte es vermutlich zum zweiten Gesamtrang gereicht, zumal zwischen ihm und Hässler in der Addition der drei WP-Zeiten lediglich 3,4 Sekunden lagen. Gesamtsieger Axel Schlenker fasst das Geschehen wie folgt zusammen: "Ja, wir haben einen guten Tag erwischt, alles hat reibungslos funktioniert." Sein Co-Pilot Michael Schmidt ergänzt: "Dem Veranstalter müssen wir ein ganz großes Kompliment machen. Die Organisation ist spitze, der Zeitplan wurde minutiös eingehalten. Das gibt es selten. Wenn der AMSC eine Rallye veranstaltet, sind wir bestimmt wieder mit von der Partie." Die Schwarzwälder gewannen nicht nur die Wertungsgruppe H der stark verbesserten Fahrzeuge, sondern nahmen auch die großen Gesamtsieger-Trophäen in Empfang.

Routinierte Organisation


Aus Sicht des AMSC Hammelburg ist die Veranstaltung gleich in mehrfacher Hinsicht sehr erfolgreich verlaufen. Zum einen präsentierte sich Sven Hochwimmer (Trimberg) mit Beifahrer Marco Hartung (Gersfeld) in blendender Verfassung. Beide stellten den Opel Astra 16V auf einen hervorragenden sechsten Gesamtrang. Beachtenswert besonders deshalb, weil Hochwimmer als Organisationsleiter und Fahrerverbindungsmann gleich mehrfach stark belastet war. "Jetzt bin ich froh und glücklich, dass alles so gut gelaufen ist", fasste Sven das Geschehen am Abend zusammen. Das Fazit von Herbert Bernhard (Herrieden), Vorsitzender der Sportkommission, lautete: "Mein Kollege Thomas Fleischer und ich beurteilen die Veranstaltung sehr positiv." Im Schlussbericht der Schiedsrichter gibt es denn auch keine einzige Beanstandung, sondern eine Empfehlung für ein höheres Prädikat. AMSC-Vorsitzender Johannes Deinlein: "Ich bin positiv überrascht."

Gemeinsam mit Marco Weißensel (Nüdlingen) hatte Sven Hochwimmer eine perfekte Organisation geboten. Rund 90 Sportwarte, darunter auch ein Großteil der bewährten AMSC-Organisatoren, stellten ihre im Verlaufe von unzähligen Großveranstaltungen gesammelte Routine unter Beweis. In Vereinsring und SC Diebach fand der AMSC verlässliche Partner. Vereinsringhalle und Sportzentrum waren eine für den Rallyesprint ausgezeichnete Location. Die vielköpfige Helferschar sorgte den ganzen Tag über für das leibliche Wohl von Teilnehmern und Helfern. Am Ende zog Vorsitzender Fritz Gensler ein überaus positives Fazit dieser erstmaligen Zusammenarbeit. "Anfangs wussten wir nicht, was da auf uns zukommt. Doch inzwischen steht fest, dass die Kooperation vollkommen reibungslos funktioniert", freute sich Gensler auch über wirtschaftlichen Erfolg.

Last but not least gibt es ein positives Echo von Seiten der Polizeiinspektion Hammelburg. "Ich habe keinerlei negative Rückmeldungen vorliegen. Die Veranstaltung war gut organisiert, es gab keinerlei Auffälligkeiten", bilanziert Polizeihauptkommissar Günther Sachs, der sich selbst an Ort und Stelle ein Bild gemacht hatte.


Ergebnisse



Gesamt: 1. Axel Schlenker/Michael Schmidt (St. Georgen/ Königsfeld), Ford Escort RS Cosworth, 13:48,73 Minuten; 2. Nicolas Hässler/Michaela Kusebauch (Bamberg/ Bad Neustadt), Porsche 911, 14:09,03; 3. Ralf Hillmann/Rainer Paar (Ebensfeld/Rattelsdorf), Mitsubishi Lancer Evo 6.5, 14:12,42.

Wertungsgruppe CTS/CGT: 1. Sven Hochwimmer/Marco Hartung (Trimberg/Gersfeld), Opel Astra 16V, 14:37,66 min; 2. Alois Kaufmann/Stefan Reremoser (Going/Wiesing - Rirol), Opel Ascona B, 15:32,91; 3. Niki Hagenberger/Karin Gschwentner (Kufstein/Söll), 15:57,62.

Wertungsgruppe G: 1. Jens Hofmann/Manuel Dönges (Lahnau), BMW 318is, 16:06,41; 2. Kai Markutzik/ André Gasteyer (Pohl/Allendorf), Audi Quattro Coupe, 17:10,52; 3. Meike Zettl/Jens Linsbauer (Pohlheim/ Baunfeld), BMW 318is, 17:38,23.

Wertungsgruppe H: 1. Schlenker/Schmidt, 13:48,73 min; 2. Hässler/Kusebauch, 14:09,03; 3. Hillmann/Paar, 14:12,42.

Wertungsgruppen N, F, AT-G: 1. Reinhard Honke/Hans-Peter Wassner (Himmelkron/ Nürnberg), BMW M3 CSK, 14: 27,69 min; 2. Peter Rotbauer/ Manuel Pink (Bad Hersfeld/Alheim), Honda Civic R, 14:45,81; 3. Peter Wald/Sabrina Wald (Sennfeld), BMW M3, 15:00,52.

Historic-Wertung: 1. Holger Palm/Thalia Palm (Karlstadt), VW Polo, 0,65 Sekunden Zeitdifferenz zur Sollzeit; 2. Andreas Nüssel/Tatjana Otto (Marktleugast/Münchberg), Opel Kadett GSI, 3,65 s; 3. Marco Egerer/Michael Egerer (Trimberg), Opel Manta B, 5,15 s; 4. Horst Kuhn/Walter Antesberger (Bad Kissingen/Sulzthal), Audi Quattro, 8,32 s.