Garitz
Fußball Landesliga

Beim SV Garitz wittert man Morgenluft

Der Relegationsplatz ist das erklärte Ziel des Aufsteigers. Die Zuversicht ist nach dem Punktgewinn in Neustadt/Aisch zurückgekehrt.
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SV Garitz - Würzburger FV II: "Immerhin haben wir uns schon auf einen Relegationsplatz vorgearbeitet", sieht der Garitzer Pressesprecher Johannes Werner die Zukunft etwas rosiger vor dem heutigen Auftritt der Grün-Weißen und der Liga-Premiere im Jahr 2014 auf heimischem Gelände. Die Schützlinge von Andrzej Sadowski haben nach dem 1:1-Achtungserfolg in Neustadt/Aisch nun genau so viele Punkte wie der Vorletzte TSV Lengfeld, nämlich sechs, und verzeichnen kurioserweise auch das gleiche Torverhältnis (16:62). Da der direkte Vergleich zählt und die Garitzer die Lengfelder beim ersten Aufeinandertreffen besiegten, haben sie erst einmal die Nase vorn.
"Und das soll auch so bleiben", fordert Abteilungsleiter Bernhard Schmitt.
"Wir sollten uns aber über die Punkte absetzen und angesichts der noch langen Saison nicht auf einen Vergleich bauen." Und um das Punktekonto aufzubessern, bietet sich derzeit wohl kein geeigneterer Gegner an als die Akteure aus der Zellerau. Das "Fohlenteam" des Bayernligisten, das am letzten Wochenende spielfrei war, schwächelte Ende des vergangenen Jahres, holte aus den letzten drei Spielen nur noch einen Punkt und ist so auf Rang zwölf abgesackt. "Und es ist sprichwörtlich Fünf vor Zwölf", kommentiert Coach Jürgen Dölling die Situation. "Wir liegen gerade noch ein einziges Pünktchen vor dem Relegationsplatz, wir sollten das Schicksal nicht herausfordern." Erstaunlich angesichts des Tabellenrangs ist das positive Torverhältnis (43:38). Dabei haben die jungen Domstädter keinen ausgewiesenen Torjäger in ihren Reihen, ihr bislang erfolgreichster Schütze, Lukas Weimer, liegt mit sieben Treffern weitab von den Spitzenplätzen der Landesliga. Ihm folgt mit dem fünffachen Torschützen Patrick Hofmann der Spieler, der mit zwei Treffern im Hinspiel den 2:0-Heimsieg gegen die Sadowski-Elf besorgte.

Philipp Werner wohl erneut im Tor

"Das war auch eines unserer ärgerlichen Spiele", so der Garitzer Coach im Rückblick. "Wir waren lange gleichwertig, aber mit individuellen Fehlern haben wir den sicher technisch starken Gegner aufgebaut." Sadowski wird im Gegensatz zum Hinspiel ein personell verändertes Team an den Start bringen, nicht dabei sein werden der damalige Keeper Christoph Werner und Angreifer Marcel Rudolph. Ersterer ist weiter verletzt, Rudolph beruflich unabkömmlich und mit großem Trainingsrückstand behaftet. Wer das SV-Tor hüten wird steht wohl fest, Bastian Reusch fand sich am letzten Wochenende überraschend auf der Bank wieder, sein Vertreter Philipp Werner machte aber seine Sache so gut, dass er wieder der Abwehr Rückhalt geben sollte. Die will nichts anbrennen lassen. "Es wäre nicht nur schön, sondern auch beruhigend, wenn wir einmal ohne Gegentreffer in die Kabine gehen würden", meint Angriffsspitze David Böhm. Der Freistoßexperte präsentierte sich in der Vorbereitung und im Liga-Match in stark verbesserter Form.
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