Großbardorf

Bambergs Eintracht kann den Galliern gefährlich werden

Obwohl die Tabelle anderes vermuten lässt, sieht Großbardorfs Trainer Dominik Schönhöfer seine Elf am Samstag (16 Uhr) gegen Eintracht Bamberg keineswegs als Favorit.
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Defensivspieler von Format: Manuel Orf (vorne) hält Großbardorfs Abwehr zusammen. Foto: Anand Anders
Defensivspieler von Format: Manuel Orf (vorne) hält Großbardorfs Abwehr zusammen. Foto: Anand Anders
Im Grabfeldderby beim TSV Aubstadt blieben die Grabfeld-Gallier von Dominik Schönhöfer durch ein 1:1-Unentschieden auch im neunten Saisonspiel ungeschlagen, wobei dieses Match sicher nicht die hohen Erwartungen erfüllte: beide Mannschaften warteten stets auf die Fehler des Gegners. "Ich bin absolut zufrieden. Meine Mannschaft hat nach dem Rückstand gute Moral bewiesen und den Ausgleich noch geschafft", blickt Schönhöfer, Trainer des TSV Großbardorf, zurück. Fast wäre sogar ein Dreier rausgesprungen, aber Aubstadts Schlussmann Christian Mack entschärfte kurz vor dem Anpfiff einen fulminanten Flachschuss des aufgerückten Innenverteidigers Manuel Orf.

Überhaupt spielt der 23-jährige Industriekaufmann bisher eine überragende Saison, wie auch sein Trainer bestätigt. "Manuel war in der abgelaufenen Saison häufig verletzt. Jetzt kann er voll trainieren und das macht sich bezahlt.
Er befindet sich in einem Top-Zustand und liefert hervorragende Leistungen ab. Vor allem sein Kopfballspiel ist herausragend." Der so Gelobte selbst ist mit seinen Auftritten auch zufrieden. "Wenn du die beste Abwehr der Liga besitzt und erst fünf Gegentore in neun Partien hinnehmen musstest, können meine Leistungen nicht so schlecht sein."


Ambitionierte Oberfranken

Nun gastiert am Samstagnachmittag der hochgehandelte Regionalliga-Absteiger Eintracht Bamberg in der Bioenergie-Arena. Die Mannschaft von Norbert Schlegel konnte diese Einschätzung bisher noch nicht erfüllen und rangiert vor diesem Spieltag auf dem zehnten Platz - zu wenig für die Ambitionen der Domstädter, die ihren Kader vor der Runde noch einmal mit namhaften Spielern verstärkt hatten. In dieser Woche wechselte Matthias Kühhorn, der Schlussmann des Lokalrivalen Don Bosco, zur Eintracht. "Wir dürfen den Gast auf keinen Fall nach seinem Tabellenplatz beurteilen und ihn auf die leichte Schulter nehmen. In dieser Elf steckt viel Erfahrung und Können", warnt der Innenverteidiger. Sein Coach ist sich sicher, dass die Oberfranken in Großbardorf gewinnen wollen. "Denn sie wollen ganz oben mitspielen. Deshalb stehen sie schon unter gehörigem Druck. Der Kader ist bestückt mit Top-Leuten. Wenn man die beiden Kader gegenüberstellt, besteht ein Unterschied."
Dennoch brauchen sich die Grabfeld-Gallier nicht verstecken. "Wir können mit breiter Brust auflaufen und brauchen keine Angst zu haben", meint Orf.

Und Schönhöfer sagt: "Das Match ist eine große Herausforderung für meine Jungs. Zwar stehen wir tabellarisch besser da, aber realistisch gesehen ist Bamberg der Favorit. Den wollen wir aber ärgern und etwas Zählbares behalten." Da wäre es hilfreich, wenn Orfs Wunsch - "Die Null muss stehen" - Wirklichkeit werden würde. "Denn nach vorne ist Qualität vorhanden." Noch stehen einige kleine Fragezeichen im Raum. Daniel Kornagel und Maximilian Zang sind angeschlagen und André Rieß war krank. Das Trio konnte aber bereits am Donnerstag wieder trainieren.

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