Bad Kissingen
Sambo

Bad Kissinger Sambo-Kämpfer bei der WM in Japan

Mit Philipp Graf, Alexander Pesozkij und Trainer Albert Köpplin nahmen gleich drei Sportler des TSV Bad Kissingen an der Weltmeisterschaft in Japan teil. Eine Reise, die erst durch große Unterstützung möglich wurde.
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Ein harter Kampf: Der Arnshäuser Philipp Graf (rechts) zog sich gut aus der Affäre gegen den Turkmenen und späteren Vizeweltmeister Niyazmyrat Shakhmuradov. Im Hintergrund: Albert Köpplin. Foto: Thomas Heinrich
Ein harter Kampf: Der Arnshäuser Philipp Graf (rechts) zog sich gut aus der Affäre gegen den Turkmenen und späteren Vizeweltmeister Niyazmyrat Shakhmuradov. Im Hintergrund: Albert Köpplin. Foto: Thomas Heinrich
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Was war das doch für ein exquisites Erlebnis für Philipp Graf und Alexander Pesozkij vom TSV Bad Kissingen, die mit dem Sambo-Nationalteam bei der Weltmeisterschaft im japanischen Narita antraten. Betreut von Vereins- und Bundestrainer Albert Köpplin, der mit dem Abschneiden seiner Athleten mehr als zufrieden war. "Der Mut der Jungs hat mir imponiert. Fast alle im neunköpfigen Team hatten den Sprung ins Viertelfinale geschafft. "Mit ein wenig Glück hätte der ein oder andere aufs Treppchen springen können. Und eine sichere und hochverdiente Medaille wurde durch eine grobe Fehlentscheidung eines Kampfrichters verhindert."

Alexander Pesozkij besiegte einen Mexikaner, der bei der Lateinamerikanischen Meisterschaft den dritten Platz belegt hatte. Der 22-jährige Student bewies in seiner Kampfgestaltung hohe Qualität und spielte seine Vorteile in den Grifftechniken aus. In seinem zweiten Kampf unterlag der Unterfranke einem starken und erfahrenen georgischen Kämpfer.

Tritt- und Schlagtechniken

Philipp Graf trat im Combat-Sambo auf die Matte, wo im Gegensatz zum Sport-Sambo auch Schlag- und Tritt-Techniken erlaubt sind, sowohl im Stand als auch auf dem Boden. Der Arnshäuser hatte in seinem ersten Kampf ebenfalls einen starken Mexikaner zum Gegner, den er in einem perfekt geführten Kampf dominierte und nach Punkten 12:0 vorzeitig besiegte. Allerdings hatte der TSV-Kämpfer das Pech, in seinem zweiten Kampf gegen den späteren Vizeweltmeister Niyazmyrat Shakhmuradov aus Turkmenistan antreten zu müssen. Noch dazu in seiner unmittelbaren Kampfvorbereitung durch missverständliche Informationen gestört, gelang es dem 22-jährigen Lehramtsstudenten dennoch, viele Aktionen des Favoriten zu unterbinden und selbst gute Konter anzubringen. "Leider hatte sich mein Gegner einem starken Würgegriff quasi in letzter Sekunde entzogen, was einen Abbruchsieg für mich hätte bedeuten können", sagte Graf, der schließlich 0:12 unterlag.

Im Hoffnungslauf um Bronze hatte es Philipp Graf mit dem schlagstärksten Gegner der WM in seiner Gewichtsklasse zu tun, dem Tunesier Msallmi Saifallah, der in weiteren Kampfsportarten bereits professionell kämpft. Obwohl bereits in der ersten Kampfminute angeknockt, verstand es Philipp Graf, sich geschickt im Kampf zu halten und selbst zu punkten. Zum Sieg reichte es nicht, doch den siebten Rang verbucht der Arnshäuser als Erfolg. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem WM-Abschneiden. Das war eine interessante und lehrreiche Reise, sowohl sportlich als auch kulturell. Durch meinen Sieg über den Mexikaner habe ich gezeigt. dass ich auch mit den Großen mithalten kann. Gerade aus der Niederlage gegen den Turkmenen habe ich viel gelernt und bin davon überzeugt, in Zukunft auch gegen einen solchen Gegner gewinnen zu können."

Fünf Kämpfer der Nationalmannschaft hatten eine Platzierung unter den Top-Acht erreicht. Dies waren neben Philipp Graf auch Björn Bachmann (Sport-Sambo, über 100 kg), Andreas Bernhard (Combat-Sambo, bis 52 kg), Helge Jan Molt (Sport-Sambo bis 90 kg) sowie Fatih Onur (Sport-Sambo, bis 100 kg).

Dank an die Sponsoren

"Ohne die Unterstützung des TSV Bad Kissingen, der Stadt Bad Kissingen und unseren Sponsoren wäre dies alles nicht möglich gewesen. Kampfsport auf diesem Niveau ist eben auch mit Kosten verbunden. Daher möchten wir uns für jedwede Unterstützung bedanken", sagte Albert Köpplin. Fast eine Woche waren die Sportler im Land der aufgehenden Sonne, machten unter anderem einen Abstecher nach Tokio. Eindrücke, die haften bleiben werden. js/spion

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