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Fußball Kreisliga

André Betz hört beim FC Thulba auf

Der Spielertrainer wird seinen Vertrag bei den Frankonen nicht verlängern. Gegen den TSV Bad Königshofen soll ein Heimsieg her.
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André Betz bleibt nur noch bis zum Saisonende Spielertrainer beim FC Thulba. Foto: Hopf
André Betz bleibt nur noch bis zum Saisonende Spielertrainer beim FC Thulba. Foto: Hopf
Mit André Betz als Spielertrainer hat der FC Thulba die Rückkehr in die Kreisliga perfekt gemacht. Und sogar ans Tor zur Bezirksliga geklopft. Auch in dieser Saison haben die Frankonen Kontakt zur Spitzengruppe. Unabhängig vom sportlichen Erfolg wird André Betz seinen Vertrag allerdings nicht verlängern. Ein Schritt, über den die Vereinsführung und Mannschaft bereits informiert wurden. "Nach vier tollen Jahren beim FC Thulba habe ich mich dazu entschieden, in der kommenden Spielzeit kein Traineramt zu übernehmen. Und werde dafür mehr Zeit in die Fort- und Weiterbildung investieren. Dem Verein werde ich auf alle Fälle verbunden bleiben." Laut Betz befindet sich der FC Thulba in Sachen Nachfolge bereits in Verhandlungen.

FC Thulba - TSV Bad Königshofen: Doch momentan beschäftigt sich Betz noch intensiv mit seiner Mannschaft.
Die Situation beim FC Thulba (7./24) und in der Kreisliga überhaupt ist schon eine kuriose. "Immer wieder denkt man, wir haben es vergeigt", sagt André Betz. "Und dann siehst du die Ergebnisse der Konkurrenz und bleibst doch im Rennen." Tatsächlich haben die Thulbaer von ihren 15 Saisonspielen bisher sieben verloren, zuletzt mit 1:2 bei Burgwallbach/Leutershausen. Trotzdem: der FC hat ein Spiel weniger auf dem Konto als der Großteil der Konkurrenz und ist bei sechs Zählern Rückstand zum Relegationsplatz nach wie vor ein Anwärter. "Dafür müssen wir aber die Fehler minimieren", weiß Betz. "Dann sind wir auch in der Lage, eine Serie zu starten." Ein guter Anfang dafür wäre ein Heimsieg über den TSV Bad Königshofen (4./28), bevor es kommende Woche zum TSV Nordheim (3./29) geht. Mit zwei Siegen ginge der FC mit breiter Brust in die Winterpause, mit zwei Pleiten dagegen hätten die Frankonen es vielleicht tatsächlich auf Dauer vergeigt.

DJK-SV Eichenhausen/Saal - TSV Reiterswiesen: Hurra, sie leben noch - Nach sieben Spielen ohne Sieg hat es beim TSV Reiterswiesen (11./15) wieder geklappt. Gegen den FC Strahlungen feierte der Neuling einen 2:1-Erfolg und kletterte prompt auf einen Nichtabstiegsplatz. "In der jetzigen Situation ist der Sieg natürlich sehr wichtig für uns", weiß Trainer Jochen Haberle, "aber den müssen wir jetzt auch bestätigen". Die Partie bei der DJK- SV Eichenhausen/Saal ist für Haberle ein Sechs-Punkte-Spiel. "Wir wollen bis zur Winterpause noch einmal alles raushauen." In Sachen Klassenerhalt ist der Trainer derweil optimistisch. "Ich bin guter Dinge. Wenn wir am Ende auch über dem Strich stehen, ist doch alles in Ordnung." Demnach ist Haberle mit dem bisherigen Abschneiden seiner Elf zufrieden, wenngleich es auch der eine oder andere Zähler mehr sein könnte. "Wir haben ein Torwartproblem", erklärt der Coach, "Christopher Vogel fällt schon die ganze Runde aus und deswegen müssen Woche für Woche Feldspieler oder Keeper, die eigentlich schon nicht mehr spielen, ins Tor. Einen Vorwurf mache ich denen natürlich nicht, aber ich bin schon froh, wenn Christopher zur Rückrunde wieder spielen kann."

SV Ramsthal - FC Reichenbach: Nur eines der letzten neun Spiele hat der SV Ramsthal (9./18) verloren, in den vorhergegangenen sieben Partien setzte es dagegen fünf Pleiten. Die Geduld hat sich also bezahlt gemacht bei den Weindörflern, die inzwischen den Anschluss zum Mittelfeld hergestellt haben. "Ramsthal ist momentan sicherlich ein undankbarer Gegner", weiß auch Marc Hartmann, der zum Saisonende scheidende Spielertrainer beim FC Reichenbach (6./25). Dessen Mannschaft hat derzeit alles andere, nur keinen Lauf. "Wir haben jetzt seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen, ein Erfolg wäre schon allein für das Selbstbewusstsein sehr wichtig", so Hartmann.
Doch auch tabellarisch verschließt der Trainer nicht die Augen. "Ohne überheblich klingen zu wollen: Wir haben, wenn zur Rückrunde einige Spieler wieder fit sind, genug Qualität. Aber Fußball ist schnelllebig und man kann auch schnell hinten reinrutschen. Aufpassen müssen wir." Die personelle Situation will Hartmann weiterhin nicht als Ausrede gelten lassen. "Daran kann ich sowieso nichts ändern, und ich mag dieses Gejammer nicht. Trotzdem wird es definitiv Zeit für die Winterpause."

TSV Rannungen - SV Burgwallbach/Leutershausen: Zum ganz großen Wurf hat es am Ende nicht gereicht. Und doch ist das 1:1 beim ungeschlagenen Spitzenreiter SV Rödelmaier für den TSV Rannungen (10./17) freilich ein Erfolg, auf dem es sich weiter aufbauen lässt. Und darüber hinaus ein wichtiger Punkt im nervenaufreibenden Rennen um den Verbleib in der Kreisliga. Dem Polster zur Abstiegszone wäre fette Nahrung naturgemäß noch lieber. Was wäre da besser, als ein Erfolg gegen den direkten Konkurrenten SV Burgwallbach/Leutershausen (12./15)? Schließlich steht der genau da, wo Rannungen nach Möglichkeit nicht hin möchte: auf dem Relegationsplatz. Bei einer Niederlage könnten sich dort aber schon nach diesem Spieltag die Rannunger wiederfinden. Mehr als genug Gründe also für den TSV, für die 1:3-Pleite im Hinspiel Revanche zu nehmen.

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