Hammelburg
Motorsport

3. Auflage der Rallye Fränkisches Weinland

Der AMSC Hammelburg erwartet die Elite des Rallyesports am 10. Mai. Alle 80 Startplätze sind vergeben.
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Hält die Fahne des Veranstalters hoch: Sven Hochwimmer aus Trimberg. Foto: Franz
Hält die Fahne des Veranstalters hoch: Sven Hochwimmer aus Trimberg. Foto: Franz
Bis eine halbe Stunde vor Nennungsschluss hatte es so ausgesehen, als würde die 3. ADAC-Rallye Fränkisches Weinland definitiv einen neuen Gesamtsieger bekommen. Doch 27 Minuten vor der Deadline am Dienstag um Mitternacht trudelte die Nennung des zweifachen Gesamtsiegers Axel Schlenker (St. Georgen/ Königsfeld) dann doch noch ein. "Mein Zugfahrzeug steht derzeit zwar noch mit Getriebeschaden in der Werkstatt und mein Beifahrer Michael Schmidt befindet sich noch im Urlaub. Doch ich werde alles in meiner Macht stehende tun, damit ich bei der Hammelburger Rallye wieder mit von der Partie sein kann. Das bin ich dieser tollen Veranstaltung einfach schuldig."
Am Samstag, 10. Mai, ist es wieder soweit, gibt es die nunmehr dritte Auflage des Rallye-Klassikers im Saaletal, der zwischen 2001 und 2012 eine organisatorisch bedingte Zwangspause eingelegt hatte. Seit neun Monaten laufen die Vorbereitungen, rund 150 gut vorbereitete Helferinnen und Helfer stehen in den Startlöchern. Was für die aus dem weiten Umkreis erwarteten Rallyefans von besonderem Interesse sein dürfte: Alle zu vergebenden 80 Startplätze sind gebucht, das Starterfeld ist absolut exzellent. Was Rang und Namen hat in der süddeutschen und hessischen Rallyeszene, ist bei der 3. ADAC-Rallye Fränkisches Weinland vertreten.
Mit von der Partei sein werden nicht nur die zweifachen Gesamtsieger Schlenker/Schmidt aus dem Schwarzwald, die abermals ihren pfeilschnellen, gelb-blauen Ex-Werks-Ford-Escort RS Cosworth an den Start bringen werden. Mit Nicolas Hässler (Bamberg) und Michael Stoschek (Coburg) starten zwei Porsche-Fahrer, die man immer auf der Rechnung haben muss - vor allem dann, wenn die Wertungsprüfungsstrecken trocken bleiben. Nicht zu vergessen Reinhard Honke (Himmelkron), der dieses Mal einen Mitsubishi Lancer Evo 9 an den Start bringt und wie Schlenker darauf hoffen dürfte, dass sich am Samstag ein wenig Regen einstellt. Für die Piloten der über 400 PS starken Rallyeautos mit Allradantrieb wäre dies ein wahrer Segen.
"Im letzten Jahr haben wir mit dem Gesamtsieg bei der Rallye Coburger-Land und mehren Platzierungen auf dem Siegertreppchen bewiesen, dass unser Paket sehr schnell ist", konstatiert Nicolas Hässler. "Michaela Kusebauch und ich werden auch in Hammelburg versuchen, die Siegertreppe zu erreichen, aber die Konkurrenz ist stark. Wie immer hoffen wir auf gutes Wetter. Mannschaft und Fahrzeug fühlen sich im Trockenen gegen die Allradfraktion einfach wohler", lautet die Ansage des Bambergers, der schon in den Vorjahren mit seiner Copilotin aus Bad Neustadt die Fans entlang der Strecke dank beherzter Fahrweise verzückt hatte.
Ganz sicher wollen auch der Himmelkroner Reinhard Honke und sein Co. Michael Heinze ein Wörtchen mitreden, wenn die ganz großen Trophäen am Abend des Veranstaltungstages im Rahmen der After-Race-Party in der Schwedenberghalle vergeben werden. "Michael und meine Wenigkeit werden in Hammelburg mit einen Mitsubishi Lancer Evo 9 an den Start gehen", gab der Autohausbesitzer aus Oberfranken auf Nachfrage bekannt. "Wir sind bei dem Auto noch in der Testphase und wollen eigentlich nur so viele WP-Kilometer wie möglich abspulen. Wenn dabei ein gutes Ergebnis herauskommen sollte, würden wir das natürlich gerne mitnehmen", stapelt Honke tief.
Gegenüber den letzten beiden Veranstaltungen ist die 3. ADAC-Rallye Fränkisches Weinland deutlich modifiziert worden. Das Rallye-Zentrum befindet sich diesmal in Elfers hausen, wo der örtliche Fußballclub zum wichtigen Kooperationspartner des AMSC wird. Das Gelände rund um die Schwedenberghalle erweist sich dabei als geradezu ideal, bietet Platz für Administration, Begleitfahrzeuge, Siegerehrung und sogar für Übernachtungen. Beide Vereine haben sich für Fahrer, Fans und Helfer eine ganze Menge einfallen lassen - bis hin zur After-Race-Party.
Das Herzstück der 133 Kilometer langen Rallye sind die sechs Wertungsprüfungen. Auf 32 Kilometern müssen die Fahrer dabei zeigen, was sie aus ihren PS-Boliden herauskitzeln können, wie gut sie ihre Autos beherrschen. Eine der Wertungsprüfungen findet wieder auf der Kreisstraße zwischen Langendorf, Steinbruch und Kreuzung Wülfershausen statt. Zweimal wird diese Prüfung am Ortsende von Langendorf gestartet, einmal wird sie umgekehrt gefahren. Der Start-/Zielbereich ist für Zuschauer von Langendorf aus gut erreichbar.

Rundkurs oberhalb von Ramsthal

Neu aufgenommen ist eine Wertungsprüfung oberhalb von Ramsthal. Dort hat das vielköpfige Organisationsteam um Sven Hochwimmer (Trimberg) einen Rundkurs auserkoren. Jeder Teilnehmer startet dort drei Mal und fährt mehr als drei Runden auf Bestzeit. An dieser WP gibt es einen speziell ausgewiesenen Zuschauerpunkt mit Streckenmoderation, der über die Kreisstraße 4 und den Kreisverkehr gut erreicht werden kann. Die Zufahrt für Zuschauer ist ausgeschildert.
Die Rallye ist wiederum mit zahlreichen Prädikaten bedacht worden. So sammeln die Rallye-Piloten am Samstag Punkte für die Bayerische Rallyemeisterschaft, Nordbayerische ADAC-Rallyemeisterschaft, den Nordbayerischen ADAC-Junior-Pokal, die Fränkische Rallyemeisterschaft, die Osthessenmeisterschaft, den Rallye-Cup Mittelhessen und den Rallye Retro Cup. Bei letzterem absolvieren die 16 gemeldeten Teams die Wertungsprüfungen nicht auf Bestzeit, sondern sie müssen eine vorgegebene Sollzeit so präzise wie möglich einhalten.
Für den veranstaltenden AMSC Hammelburg möchte Sven Hochwimmer (Trimberg) auf jeden Fall mit ins Geschehen eingreifen. Neben ihm wird dieses Mal Sabrina Türk (Bayreuth) im Opel Astra FAS 16V Platz nehmen. Die Brüder Marco und Michael Egerer (Trimberg) wagen sich im BMW 318iS erstmals an die Bestzeitprüfungen heran, nachdem sie die letzten Male noch die Sollzeitwertung absolviert hatten. Detlef und Mandy Ruppelt (Aura) pilotieren einen Kadett C, während Jörg und Nadine Müller (Aura) wieder in einem VW Käfer an den Start gehen. Rainer Marx (Sulzthal) und Richard Fischer (Bad Neustadt) fahren einen Kadett B, Horst Kuhn (Bad Kissingen) und Andreas Kaufmann (Ramsthal) starten im Audi Ur-Quattro. Und Dietmar Seufert (Ramsthal) nimmt an der Seite von Rainer Weiß (Poppenhausen) im Peugeot 205 als Copilot Platz.
Weitere Infos online unter www.amsc.de/rallye-2014. Hier sind im Laufe des Wettbewerbs auch Ergebnisse und Fotos abrufbar.

Zeitplan

07.00 Uhr Dokumentenabnahme Sportzentrum Elfershausen
07.30 Uhr Technische Abnahme Sportzentrum Elfershausen
08.00 Uhr Roadbook-Ausgabe Sportzentrum Elfershausen
11.31 Uhr Start erstes Fahrzeug Sportzentrum Elfershausen
11.41 Uhr Wertungsprüfung 1 Langendorf
12.09 Uhr Wertungsprüfung 2 Ramsthal
13.24 Uhr Wertungsprüfung 3 Langendorf
13.57 Uhr Wertungsprüfung 4 Ramsthal
15.51 Uhr Wertungsprüfung 5 Langendorf
16.21 Uhr Wertungsprüfung 6 Ramsthal
16.32 Uhr Ziel erstes Fahrzeug Sportzentrum Elfershausen
20.30 Uhr Siegerehrung (ca.) Sportzentrum Elfershausen
Anschließend After Race Party


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