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Bad Kissingen
Computerspiele

Sport mit Konsole und Monitor

48 Zweierteams starteten beim eFootballturnier in Bad Kissingen. Gespielt wurde das aktuelle "Fifa 20". Aber es wurde auch auf dem Podium viel über das Thema diskutiert und auf die Torwand geschossen.
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Je vier Gamer spielten an 16 Stationen. Foto: Hilmar Ruppert
Je vier Gamer spielten an 16 Stationen. Foto: Hilmar Ruppert
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Bad Kissingen sei der erste Landkreis in Bayern der sich dem Thema eSport mit einem eFootballturnier annimmt, zeigte sich Landrat Thomas Bold mit der Teilnehmeranzahl äußerst zufrieden. Man wolle dem Trend nicht einfach nur zusehen, sondern das Thema aktiv begleiten.

48 Zweierteams mit Teamnamen wie "Goalrunner", "Bankwärmer", "Kugelfisch" oder "Team Kaff" ermittelten an 16 Spiel-Stationen in der Aula des Jack-Steinberger-Gymnasiums den Sieger.

Gespielt wurde das aktuelle "Fifa 20", mitmachen konnten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen zwölf und 27 Jahren. In einer Gruppenphase ermittelte man 32 Teams für die K.O.-Phase, in die es keines der drei Mädel-Teams schaffte.

Eher sportlich aktiv

Das Team "Pummeleinhorn07", bestehend aus Jasmin und Lena, beide zwölf Jahre alt, hatten sich kurzfristig angemeldet. Für sie zählte das Mitmachen, spielen sie doch nicht allzu oft an der Konsole, sondern sind eher sportlich aktiv.

Es gab Begegnungen mit überlegenen Siegern, auch schon mal zweistellig, aber es waren auch denkbar knappe Entscheidungen dabei. Auch wenn im späteren Turnierverlauf nicht mehr alle Stationen durch die Teilnehmer besetzt waren, wurde dennoch, auch von den bereits Ausgeschiedenen, immer weiter gezockt. Für die Bewegung zwischendurch fand im Schulhof ein Torwandschießen statt.

Johannes Kanz vom BFV/Abteilung esports stellte fest, dass sich die Jugend nicht mehr an feste Termine, wie Dienstag und Donnerstag Training und samstags ein Spiel, binden wolle. So sei die Anzahl der A- und B-Junioren-Mannschaften seit 2016 von 3043 auf 2702 zurückgegangen. Gerade am Sonntag, 16. Februar, würden im esport zwei Bayernligen mit 36 Vereinen, also 17 Spieltagen , starten.

Trend aktiv begleiten

Influencer Lukas (BadeschlappenLP) Hösch will die Leute unterhalten und Hilfe und Anleitungen sowie Tipps und Tricks geben. Wie er zu seinem Namen gekommen ist, sei unspektakulär gewesen. Sein Wunschname war bei einem Spiel mit Kumpels schon vergeben, und so suchte er sich aus den Vorschlägen einfach einen aus. Sie wollten dem Trend nicht einfach nur zusehen, sondern das Thema aktiv begleiten, ist Hösch als Content Creator für den 1. FC Nürnberg und den BFV tätig.

"Ängste werden hier teilweise stärker gesehen als Chancen", befand Landrat Thomas Bold. Er wollte Gaming-Sucht und Cyber-Mobbing keineswegs herunterspielen, aber durch die Begleitung habe man die Chance, es in richtige Bahnen zu lenken. Er verglich es mit dem Mountainbike-Fahren: "Wer ein Rad besitzt, will auch fahren, also sollten wir Strecken ausweisen." Auch wolle man damit die Vereine unterstützen und Nachwuchsprobleme lösen.

Parallel fand in der Mensa eine Podiumsdiskussion statt. Daniel Korn stellte Fragen an Landrat Thomas Bold, Jugendamtsleiter Martin Kutz, BLSV-Kreisvorsitzender BLSV Martin Wende, Gründer des Deutschen Spielmuseums J. Peter Lemcke, und Influencer Lukas Hösch.

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