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Bad Kissingen
Schule

Spanisch als zweite Fremdsprache

Das noch junge Bad Kissinger Kissori-Gymnasium hat als einziges vom Freistaat Bayern kontrolliertes Gymnasium in Bayern jetzt die Erlaubnis erhalten, Spanisch als zweite Fremdsprache bei sich einzuführen. Beginn ist nächstes Schuljahr.
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Zu Gast in einer Unterrichtsstunde im Kissori-Lernzentrum Foto: Angelika Luga-Braun
Zu Gast in einer Unterrichtsstunde im Kissori-Lernzentrum Foto: Angelika Luga-Braun
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Und wieder kann das noch junge Kissori-Gymnasium mit einem Alleinstellungsmerkmal aufwarten: "Kein anderes Gymnasium in Bayern hat Spanisch als zweite Fremdsprache. Aber bei uns wird es ab nächstem Schuljahr so weit sein." Schulleiter Bernhard Löser klingt hochzufrieden über diesen Fakt. Und Henning Giessen von der Pressestelle des Bayerischen Kultusministeriums bestätigt, dass das Kissori-Gymnasium, das ja unter Aufsicht des Kultusministeriums steht, die Erlaubnis erteilt bekommen habe.

Sehr verbreitete Sprache

Spanisch ist übrigens die auf der Welt nach Chinesisch und Englisch die am dritthäufigsten gesprochene Sprache. Für 450 Millionen Menschen ist Spanisch die Muttersprache, und entsprechend groß sind - so sehen es viele - die Märkte der Zukunft in Südamerika. Manche Gymnasien haben dem bereits Rechnung getragen, weiß Henning Giessen vom Kultusministerium, aber: "Bislang kann Spanisch an keinem bayerischen Gymnasium als 2. Fremdsprache gewählt werden. Dies geht grundsätzlich nur als 3. fortgeführte oder spätbeginnende Fremdsprache. Auch am Jack-Steinberger-Gymnasium in Bad Kissingen kann nach meinen Recherchen Spanisch erst ab der Jahrgangsstufe 10 gewählt werden." Anders sei es möglicherweise bei privat geführten Gymnasien. Und so gesehen sei das Kissori-Gymnasium eine Ausnahme, so der Sprecher.
Es hatte erst vergangenes Jahr mit einer Klasse den Lehrbetrieb aufgenommen. Im ständigen Gespräch mit den Eltern und bei einer konkreten Befragung habe die Schulleitung die klare Rückmeldung bekommen, dass Spanisch als 2. Fremdsprache gewünscht wird. Und auch die Kinder konnten mitreden. Sie hätten zwei Lehrkräfte vorgestellt bekommen, für Französisch und für Spanisch, und auch die Kinder hätten sich klar für die Spanisch-Lehrkraft entschieden, verrät Löser. Nicht indes den Namen der Lehrkraft.

Anmeldungen sind möglich

Derzeit nimmt Kissori Meldungen interessierter Eltern entgegen, die ihre Kinder nächstes Schuljahr aufs Gymnasium an der Salinenstraße schicken möchten. Anmeldeschluss für das Screening ist der 15. März.