Riedenberg
Musik

Soul mit sieben Saxophonen

Beim Konzert in der St. Martin-Kirche gibt es nicht nur festliche Klänge zu hören.
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Das Saxophonregister der Rhöner Trachtenkapelle brachte eine Bearbeitung des weltbekannten Gospels Deep river zu Gehör. Vom großen Baritonsaxophon bis zum hellklingenden Sopransaxophon waren alle sieben Stimmen besetzt (von links): Evelyn Schneider, Nicole Hettrich, Norbert Hergenröder, Franziska Dorn, Katharina Klug, Julia Schaab und Simon Hergenröder. Foto: privat
Das Saxophonregister der Rhöner Trachtenkapelle brachte eine Bearbeitung des weltbekannten Gospels Deep river zu Gehör. Vom großen Baritonsaxophon bis zum hellklingenden Sopransaxophon waren alle sieben Stimmen besetzt (von links): Evelyn Schneider, Nicole Hettrich, Norbert Hergenröder, Franziska Dorn, Katharina Klug, Julia Schaab und Simon Hergenröder. Foto: privat
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Für viele Riedenberger und Bewohner aus benachbarten Orten gehört es seit Jahrzehnten dazu, Weihnachten mit dem Konzert in der St. Martin-Kirche zu beginnen. So hatten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Zuhörer diesen 4. Adventssonntag, der dieser Veranstaltung schon immer "gehört", reserviert und sorgten für voll besetzte Bankreihen.
Eineinhalb Stunden lang präsentierten sich fast 80 Musiker und Sänger. Die Jüngsten, die zur Gitarrengruppe von Volker Waldau gehörten, waren gerade einmal sieben Jahre alt. Mit Rolf Zuckowskis "Weihnachtsbäckerei" hatten sie ein heiteres Lied einstudiert, das nicht nur den Kindern bestens bekannt ist. Auch Jasmin Hornung hatte Gitarrenklänge parat.
Beim Gospel "Go tell it on the mountain" wurde die Melodie von einer Klavierstimme übernommen, die Begleitungsakkorde trugen zwei junge Gitarristinnen.
Den ganzen Kirchenraum füllten die Klänge der Musikkapelle und den Chorformationen des Gesangvereins. Imposant in den jeweiligen Vollbesetzungen, besinnlich oder beschwingt in den verschiedensten Register- beziehungsweise Stimmbesetzungen.

Vielstimmige Tutti-Passagen

Zunächst erklang John Lennons berühmtes "War is over" von der Trachtenkapelle Riedenberg, die von Andreas Schumm dirigiert wurde. Im "Hymnus von Palestrina" wechselten sich die einzelnen Register in solistischen Darbietungen mit vielstimmigen Tutti-Passagen ab. Das Blechregister sorgte mit einer Bearbeitung von Martin Luthers "Unser Gott ist eine feste Burg" für diese Instrumentengruppe für festliche Stimmung.
Soulig wurde es mit der siebenstimmigen Saxophonbesetzung der Musikkapelle, die sich "Deep river" ausgesucht hatte und erstmals in dieser Formation auftrat.
Voll besetzt - vom tiefsten Baritonsaxophon bis zum kleinsten Sopransaxophon - wurde dies zu einem ganz neuen Klangerlebnis. Die Hirtenmelodien der Klarinetten und Flöten ließen die Zuhörer träumen und innehalten.
Männerchor, Frauenchor und gemischter Chor beeindruckten unter Leitung von Erhard Schumm. Besangen die Männer die "Fröhliche Weihnacht überall", setzten die Frauen mit den sentimentalen Liedern aus dem berühmten Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" einen Gegenpunkt.
Nach Lorenz Meierhofers "Wieder naht der heilige Stern" hatte sich der Leistungschor des fränkischen Sängerbundes in der Besetzung des gemischten Chores ein gewaltiges achtstimmiges Werk von Felix Mendelssohn-Bartholdy ausgesucht. Mit "Jauchzet dem Herrn alle Welt" konnten die knapp 40 Sänger und Sängerinnen überzeugen. "Das ging unter die Haut", sagte ein Zuhörer. Und viele andere haben sich das sicherlich gedacht.


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