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Tourismus

So ist die Lage an den Skiliften der Region

Die Rhön ist aktuell ein Wintersport -Paradies auf Zeit. Das merken Gastronomen und Liftbetreiber. Am Wochenende kam es deswegen zu Verkehrsstörungen.
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Stau in der Rhön ist selten. Am vergangenen Wochenende kam es dennoch dazu. Viele Parkplätze waren überfüllt. An der Wasserkuppe musste die Polizei sogar die Zufahrt für 1,5 Stunden sperren, um dem Besucherandrang Herr zu werden. Liftbetreiber, Hoteliers und Gastronomen hoffen jetzt auf eine gute Restsaison mit Neuschnee.

Hochbetrieb auf der Kissinger Hütte

Darunter etwa Diana Tisma, die gemeinsam mit ihrem Bruder Dennis die Kissinger Hütte auf dem Feuerberg bewirtschaftet. "Wir sind sehr zufrieden, es kann so weitergehen mit den Besuchern und dem Winter", sagt sie. Am Wochenende herrschte Hochbetrieb auf dem Feuerberg. "Es waren viele Familien mit Schlitten, Tourengänger und sogar Fahrradfahrer mit schneetauglichen Fatbikes da." Einen anderen großen Anteil bei den Gästen stellten die Langläufer dar.

Hoffen auf Neuschnee

Grund dafür waren die vernetzten Loipen. Langläufer konnten ihrem Sport nicht nur in den Schwarzen Bergen, sondern bis in den Nachbarlandkreis nachgehen. "Die Loipen waren nicht nur am Feuerberg gut besucht", informiert Kathrin Kupka-Hahn, die Verantwortliche für die Pressearbeit bei der Rhön GmbH. Für die nächsten Tage hofft sie auf geeignetes Wetter für den Wintersport. Die Lifte und Betriebe hätten sich eingespielt und laufen auf Hochtouren. "Es wäre gut, wenn wir am Wochenende keine extreme Tauphase bekommen und noch etwas Neuschnee fällt", sagt Kupka-Hahn. Darauf hoffen auch die Betreiber des Arnsberglifts. Ob heute die Lifte laufen, gebe man über Facebook bekannt. Ähnlich ist die Situation am Kreuzberg. Die Betreiber wissen noch nicht, ob ihre Lifte laufen.

Positive Bilanz in Hessen

Über den Schnee müssen sich die Betreiber der Skilifte auf der Wasserkuppe wenige Gedanken machen. "Bei uns liegt momentan etwa ein Meter Schnee", teilt Martin Kirchner, der Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe, mit. Davon sind 60 Zentimeter natürlicher Schnee, während 40 Zentimeter maschinell mit Schneekanonen erzeugt sind. Weil es in der kommenden Woche wieder schneien soll, hofft er darauf, die Lifte bis Ende Februar laufen lassen zu können. "Bisher sind wir zu 100 Prozent zufrieden. Wir sind schon im positiven Bereich."

Gut läuft es auch für das Rhön-Park Hotel in Hausen. "Das Hotel ist fast ausgebucht, besonders die Wochenenden werden noch stark nachgefragt", informiert Cornelia Baars aus der Verkaufsleitung des Hotels. "Der Februar ist noch jung, ich vermute, dass wir ähnliche oder bessere Zahlen als im Februar 2018 schreiben können."

Stau in der Rhön

Auch nach Hessen zog es die Touristenströme. Etwa 3500 Besucher hätten am vergangenen Wochenende die Wasserkuppe besucht, schätzt Kirchner. Das sorgte für Verkehrsbehinderungen. "Die Polizei hat dann die Zufahrt gesperrt, weil die Parkplätze nicht gereicht haben." Lange Wartezeiten habe es an den Liften dennoch nicht gegeben. "So einen Hochbetrieb haben wir etwa an vier bis fünf Winterwochenenden immer", informiert er. Für das Wochenende hat Kirchner bereits eine Prognose parat: "Weil es etwas regnen und tauen soll, bleiben vermutlich die Wanderer aus, dafür kommen aber trotzdem die Skifahrer." Einen Verkehrsstau wie am vergangenen Wochenende werde es deshalb nicht geben.

Alternativer Wintersport

Für Touristen, denen die Hotspots zu überlaufen sind, existieren trotzdem Möglichkeiten die verschneite Rhön zu erleben. "In der gesamten Rhön gibt es ein Winterwandernetz. Die Touren haben unterschiedliche Längen", sagt Kupka-Hahn von der Rhön GmbH. Wichtig beim Wandern im Schnee sei, sich nicht zu viel vorzunehmen, denn: "Das Wandern im Schnee ist anstrengend."

Zahleninfo:

190 Kilometer lang ist das Wegenetz der Winterwanderwege in der Rhön.



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