Nüdlingen
Umleitung

Serpentinen werden entschärft

Wer ab Mittwoch über Nüdlingen nach Bad Kissingen will, muss einige Minuten mehr bei der Fahrt einplanen. Grund dafür sind Bauarbeiten bei den Serpentinen.
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In den nächsten acht Wochen werden die Serpentinen bei Nüdlingen entschärft. Foto: Johannes Schlereth
In den nächsten acht Wochen werden die Serpentinen bei Nüdlingen entschärft. Foto: Johannes Schlereth

Seit einigen Tagen stehen an den Straßen um Nüdlingen zahlreiche Verkehrsschilder. Mit ihnen weist das Staatliche Bauamt Schweinfurt auf ein Bauprojekt hin, das in dieser Woche starten soll. "Die Bundesstraße zwischen Winkels und Nüdlingen wird erneuert", informiert Rüdiger Köhler, vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt. Im Fokus der Bauarbeiten liegt der Streckenabschnitt zwischen dem ehemaligen Waldschlösschen und dem Ortseingang Nüdlingen. Diesen Unfallschwerpunkt gelte es zu entschärfen. Für die etwa 600 Meter lange Baustelle gibt es eine achtwöchige Vollsperrung bis zum 12. Oktober.

Nüdlingen: Großräumige Umfahrung

Anstatt einfach der B287 durch Nüdlingen zu folgen, müssen Autofahrer bei der Pyramide an der ehemaligen B19 der Straße bis über das lange Schiff folgen. "Bis zur Einmündung der KG43, wo es nach Eltingshausen geht", sagt Köhler. In Eltingshausen läuft der Verkehr dann auf der Wittelsbacher Straße an den Bauunternehmen Josef Hell und Otto Heil vorbei, bevor er auf die B286 einmündet. "Dann geht es über die B286 über Arnshausen bis zur Schlachthofkreuzung in Bad Kissingen." Die Umleitung gelte in beide Richtungen, teilt Köhler mit.

Anders sieht es für die Omnibusse aus. Um Verzögerungen zu verhindern, hat das Staatliche Bauamt eine eigene Umleitung geplant. Die Busse sollen über die Ortsverbindung von Nüdlingen nach Bad Kissingen entlang des Sinnbergs fahren. Seit Montag ist diese Straße für alle Kraftfahrzeuge außer die Busse gesperrt. "Das ist auch durch das Zusatzschild ersichtlich", sagt Nüdlingens Bürgermeister Harald Hofmann (CSU).

Extra-Umleitung für Busse

Weil der Weg entlang des Sinnbergs schmal ist, gibt es Ausweichbuchten. "Der Linienbusverkehr geht ja in beide Richtungen - so kommen die Busse aneinander vorbei", sagt Hofmann. Verspätungen soll es mit der Umleitung über den Sinnberg nicht geben.

Das wäre anders, hätte man die Busse über Hausen umgeleitet. "Wir sprechen dann von bis zu 20 Minuten Verspätung." Um die Bustaktung einhalten zu können, appelliert Hofmann an die Bürger, sich an die Beschilderung zu halten. Der Weg nach Hausen darf jedoch von Autofahrern genutzt werden. Auch wenn die Umleitung für den Busverkehr bereits eingerichtet ist, dauert es noch, bis die Bauarbeiter der Firma Glöckle Bau aus Schweinfurt anrücken. "Geplant ist, dass die Arbeiten in acht Wochen erledigt sind", sagt Köhler. Die Hanglage der Straße bereite keine technischen Hürden. "Einmal haben wir ein Stück mit sieben Prozent Steigung - das macht uns keine Sorgen. Da gab es schon andere Baustellen."

Viele Aufgaben für die Arbeiter

Die Aufgaben der Bauarbeiter sind breit aufgefächert. "Es gibt verschiedene Abschnitte", sagt Köhler. "Teilweise überbauen wir die vorhandene Fahrbahn, so dass die Straße höher kommt." Bei einem anderem Teilstück wird gefräst und asphaltiert. Aber nicht nur diese Arbeiten müssen die Bauarbeiter erledigen. "An manchen Stellen bauen wir die Straße auch seitlich aus - etwa um eine Kurve zu entschärfen", informiert Köhler Die Kosten für die Arbeiten betragen rund 675 000 Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland gezahlt.

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