Bad Kissingen
Geburtstagsfeier

Seit zehn Jahren: Wohlfühlen in der KissSalis-Therme

Exakt am Jahrestag der Therme vor zehn Jahren in Bad Kissingen wurde an gleicher Stelle wieder gefeiert. Im kleinen Kreis mit regulären Badegästen gab es ein kleines Fest mit viel Stimmung.
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Eine Akrobatik-Vorführung über dem Schwimmbecken gab es zum 10. Geburtstag der KissSalis-Therme in Bad Kissingen. Fotos: Ronald Rinklef
Eine Akrobatik-Vorführung über dem Schwimmbecken gab es zum 10. Geburtstag der KissSalis-Therme in Bad Kissingen. Fotos: Ronald Rinklef
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Die "KissSalis"-Therme hat für die Stadt eine besondere Bedeutung. Heute ist das Allgemeingut. Vor zehn Jahren, als die Therme am 28. Februar 2004 eröffnet wurde, war die "Meinungswelt" noch eine andere. Stadt und Stadtwerke als Bauherren und Pächter Stefan Kannewischer mit seiner Mannschaft hatten gegen zahlreiche Resentiments ob des zu teueren Baues, der hohen Investitionen von rund 40 Millionen Euro und deutliche Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der Einrichtung zu
kämpfen.


Ein schwieriger Start

Das sind Erlebnisse und Erfahrungen, die am Freitagabend wieder in Erinnerung gerufen wurden, als man in der Therme an der Heiligenfelder Allee den 10. Geburtstag der Einrichtung feierte. Nach dem durchaus schwierigen Start des Betriebes vor zehn Jahren hat sich die Einrichtung zu einem nicht mehr wegzudenkenden Faktor in der Stadt entwickelt, ein Magnet für Besucher, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, die Therme stellt für Gäste ein Angebot dar, auf das ein Kurbad wie Bad Kissingen nicht verzichten kann.

So fiel denn auch die Feier von rund 150 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Bad Kissinger Gastronomie entsprechend aus. Man war guter Stimmung, als Stefan Kannewischer an die "kritischen Stimmen zur Notwendigkeit und Investitionssumme" in der Anfangszeit erinnerte. Erfreulich war für ihn, am Freitagabend einen Satz wiederholen zu können, den er vor zehn Jahren aussprach: "In wenigen Jahren kann sich niemand mehr vorstellen, wie es in der Zeit vor der 'KissSalis'-Therme war". Stefan Kannewischer sollte Recht behalten.


In der Bundesliga der Thermen

Dennoch habe es drei Jahre gedauert, bis sich die Therme am Markt etabliert hatte und die angestrebte tägliche Besucherzahl erreicht wurde. "Wir haben uns immer zum Ziel gesetzt", sagte Kannewischer, "dass wir in der Bundesliga der deutschen Thermen spielen wollen. Das ist uns gelungen." Dafür spricht auch die Tatsache, dass die Besucherzahlen im elften Jahr des Betriebes noch immer am Steigen sind. "Erstaunlich", so Stefan Kannewischer, sei das, verständlich, wenn man die stetige Entwicklung der Therme berücksichtige.

Dafür stehen Events, die man anbietet (Silvesterparty, Latin Beach Party, Klangwasser-Cocktail, etc.) sowie eine ständige Optimierung des Angebotes. So wurde die Saunalandschaft im Jahr 2010 erweitert und grundlegend erneuert.

"Keiner könnte sich Bad Kis singen ohne die 'KissSalis'-Therme vorstellen", attestierte denn auch Oberbürgermeister Kay Blankenburg bei der Geburtstagsfeier. Er erinnerte auch an die geniale Namenskreation von Johannes R. Köhler, der ebenfalls anwesend war. Köhler schenkte im Übrigen Stefan Kannewischer ein Bild mit einer genauen Erklärung, wie sich der Name "KissSalis" zusammensetzt und welche Bedeutung die Namensbestandteile haben.


Näher an die Stadt heranbringen

Blankenburg schlug indes eine Brücke von vor zehn Jahren zur Gegenwart. Mit der Eröffnung der Therme sei das alte Bewegungsbad überflüssig geworden und werde zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgerissen. Beide Gebäude stünden in besonderem Maße für die Stadtgeschichte und Blankenburg verglich die Therme gar mit dem Regentenbau - der Max-Littmann-Saal kann auch 1000 Besucher aufnehmen. Heute sei es wichtig, stellte Blankenburg fest, mit geeigneten Maßnahmen ("Well & Shop", erweiterte Gästekarte) dafür zu sorgen, dass die Therme "noch näher an die Stadt heranwachse".

Im Bezug auf die Bewerbung zur Aufnahme als Weltkulturerbe sagte der Oberbürgermeister, dass die Stadt sehr viele Gebäude habe, die die Geschichte des Badebetriebes in der Stadt repräsentierten. Die "KissSalis"-Therme zähle auch zu diesen Gebäuden, da sie eine Brücke in die Gegenwart schlage und die Entwicklung des Badens in Bad Kissingen repräsentiere.


Neue Formate entwickeln

Die Fortentwicklung der Therme bezeichnete Stadtwerke Geschäftsführer Manfred Zimmer als politischen Auftrag einerseits, aber auch als einen Ansatz, neue Formate für die Therme zu entwickeln. Die Stadtwerke, als Energielieferant bekannt, wollen mit der Therme "Wohlfühlenergie" und Behaglichkeit anbieten. Die "KissSalis"-Therme hätte ein "kleine Delle" ins Universum der deutschen Thermenlandschaft geschlagen, mit einer neuen Architektur und einem besonderen Mix der Angebote. Auf diesen Erfolg könne man stolz sein.

Die Geburtstagsfeier in der Therme war ein sehr familiäres Ereignis. Viel Zeit blieb für viele Gespräche. Höhepunkt des Abends war ein Showact in der Halle, als eine Akrobatin über dem Schwimmbecken eine beeindruckende Vorstellung gab.

Infos zur Therme:
Eröffnung Erster Tag des offiziellen Badebetriebes 28. Februar 2004
Besucher seit der Eröffnung: 3,5 Millionen
Besucher 2013 In Bad und Sauna: 375.000; mit Gruppen und Fitness-Arena: 455.000
class="artFett">Partner Die Therme hat rund 65 Vertriebspartner, 40 Gastgeber und 25 Firmen.
Mitarbeiter 95 feste Mitarbeiter plus Aushilfen und Mitarbeiter der Reinigungsfirma
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