Bad Kissingen
Kirche

Seelsorge an Schulen in Bad Kissingen und in Bad Brückenau

Angela Beck (Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen) und Christine Ortloff (Grundschule Bad Brückenau) haben sich für die Seelsorge an Schulen qualifiziert.
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Über elf neue Fachkräfte für die Schulseelsorge freuen sich Schulreferent Domdekan Prälat Günter Putz (links) sowie die Kursleiter Helga Kiesel (8. von rechts) und Ulrich Geißler (rechts). Christoph Beck
Über elf neue Fachkräfte für die Schulseelsorge freuen sich Schulreferent Domdekan Prälat Günter Putz (links) sowie die Kursleiter Helga Kiesel (8. von rechts) und Ulrich Geißler (rechts). Christoph Beck

Elf Frauen aus allen Schularten und aus dem ganzen Bistum Würzburg wurden als neue Schulseelsorgerinnen beziehungsweise Verantwortliche für Schulpastoral für ihren Dienst an den Menschen im Lebensraum Schule beauftragt, darunter Angela Beck (Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen) und Christine Ortloff (Grundschule Bad Brückenau). Nach einer Eucharistiefeier in der Jugendkirche Würzburg fand im Burkardushaus ein Festakt mit der Verleihung der Zertifikate über den zweijährigen Kurs statt. Die Weiterbildung wurde in Kooperation mit dem Institut für Lehrerfortbildung Gars am Inn und "Theologie im Fernkurs" organisiert.

Schulreferent Domdekan Prälat Günter Putz betonte in seiner Predigt, dass die qualifizierten Lehrkräfte diejenigen seien, die für Kinder und Jugendliche erfahrbar machten: "Gott ist da und begleitet die Schritte in unserem Leben.

Der Schulpastoral-Kurs unter der Leitung von Helga Kiesel und Ulrich Geißler forderte von den Teilnehmerinnen ein hohes Maß an Zeit, Kreativität und Engagement. 17 Kurstage, zehn Sitzungen Supervision, sechs Austauschtreffen in Praxisgruppen sowie das Studium von einschlägiger Literatur und Lehrbriefen von "Theologie im Fernkurs" waren zu leisten. Zu den Inhalten der Qualifizierung gehörten die Auseinandersetzung mit der eigenen Person und Rolle, der eigenen Spiritualität sowie die Beschäftigung mit Kommunikation und Beratung, Gruppenprozessen, institutionellen Rahmenbedingungen von Schule und den Lebenswelten von Schülerinnen und Schülern.

Die Fortbildung ermöglichte den Teilnehmerinnen, theoretische Grundlagen und praktisches Handeln in einem langfristigen Lernprozess zu verknüpfen und von der Schulanalyse bis zu einem konkreten Projekt ein eigenes Konzept von Schulpastoral zu entwickeln.

Die Teilnehmerinnen wurden dafür qualifiziert, auf vielfältige Weise das Schulleben und die Schulkultur mitzugestalten. "Die Begleitung von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften geschieht in Form von Beratungsgesprächen und Trauerbegleitung. Spirituelle Angebote wie zum Beispiel Zeiten der Stille, Schulkreuzweg, Frühschicht im Advent oder Projekttage mit religionspädagogischen und künstlerischen Elementen bereichern die Schule", erklärten Geißler und Kiesel. Somit werde auch ein Beitrag zur Schulentwicklung und zum Profil der Schule geleistet.

"Im Mittelpunkt aller schulpastoralen Bemühungen steht der Mensch." Die Akteure der Schulpastoral praktizierten lebensraumorientierte Pastoral mit den Menschen an der Schule. "Sie entfalten eine Kultur der Wertschätzung und gegenseitigen Achtung und stärken Menschen ganzheitlich in ihrer Entwicklung." In Projekten lernten die Schulseelsorgerinnen, Erlebnis- und Erfahrungsräume für das Leben und Glauben lernen bereitzustellen. Dabei ging es unter anderem darum, wie sie mit anderen Lern- und Lebensräumen des Glaubens kooperieren. pow

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