Schweinfurt
Regionalliga Bayern

Schweinfurt will nicht heulen, sondern angreifen

Die "kleinen" Münchner sind als Regionalliga-Meister längst weg. Trotzdem will der FC 05 sie besiegen.
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Schnell und zweikampfstark: Der Schweinfurter Linksverteidiger Gianluca Lo Scrudato (grün), der seinen Vertrag beim FC 05 um ein Jahr verlängert hat.  Marion Wetterich
Schnell und zweikampfstark: Der Schweinfurter Linksverteidiger Gianluca Lo Scrudato (grün), der seinen Vertrag beim FC 05 um ein Jahr verlängert hat. Marion Wetterich

FC Schweinfurt - Bayern München II (Montag, 20.15 Uhr) Nach der Eichstätter Pleite gegen Heimstetten ist es so gut wie sicher, dass sich Bayern München II als Regionalliga-Meister im Willy-Sachs-Stadion präsentiert. Dass der FC 05 mindestens mithalten will, ist Ehrensache. Coach Timo Wenzel: "Es ist vorbei, wir haben unsere Ziele nicht erreicht, wir sind selbst schuld daran. Die Tränen sind getrocknet. Wir heulen nicht, wir schauen nach vorne. Einen Platz wollen wir noch hoch, irgendwie." Dritter wäre man dann und im Vergleich zur vergangenen Saison auf der Stelle getreten.

Auf der Stelle trat Gianluca Lo Scrudato nicht. Der 22-Jährige kam mit Wenzel aus Elversberg, stand zunächst im Verdacht, die U-23-Quote erfüllen zu sollen, arbeitete sich aber in die Stammformation. Jetzt verlängerte der Linksverteidiger seinen Vertrag um ein Jahr. "Weil ich mich in der Umgebung und in der Mannschaft wohlfühle, mich weiterentwickeln und mich mit den Zielen des Vereins identifizieren kann." Dass er fußballerisch Luft nach oben hat, ist Lo Scrudato bewusst. Auch, das es in der nächsten Saisont enger werden könnte für ihn, weil der FC zwei linksfüßige Verteidiger holen will. "Aber Gianluca ist ein Teamplayer, einer, der nie meckert", sagt sein Trainer. "Er lebt von Schnelligkeit und Zweikampfstärke. Auch wenn er sich manchmal zu sehr auf seine Schnelligkeit verlässt."

Gegen München wird Lo Scrudato wieder links hinten spielen. Gegen eine Mannschaft, die Wenzel als Wundertüte bezeichnet: "Wir wissen zu 50 Prozent nicht, wer da aufläuft; angeblich ziehen die Bayern einige Spieler von den Profis runter." Gut möglich, dass 13-Millionen-Mann Alphonso Davies, sechs Mal in der Bundesliga eingesetzt, im Mittelfeld aufläuft. Doch auch im Reserve-Stammpersonal befinden sich mit Kwasi Okyere Wriedt (23 Tore) oder Woo-Yeong Jeong (12) exzellente Fußballer.

Im Sachs-Stadion, wo die Gastgeber mit 1500 bis 2000 Fans rechnen, fehlen Schweinfurt Marco Fritscher (Gelb-Sperre), Steffen Krautschneider, Vincent Waigand (Aufbautraining), Ronny Philp (Schulter-OP), Ersatzkeeper David Paulus (Schnittwunde im Fuß) und Jannik Binder. Ein Fragezeichen steht bei Philip Messingschlager (Adduktoren).mib

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