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Bad Bocklet
Haushalt

Schuldenstand der Marktgemeinde Bad Bocklet sinkt deutlich

Dank des guten Ergebnisses war die Gemeinde in der Lage, im vergangenen Jahr nicht nur auf neue Kreditaufnahmen zu verzichten, sondern sogar einen offenen Restkredit in Höhe von 268 000 Euro außerordentlich zu tilgen.
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Finanziell steht die Marktgemeinde Bad Bocklet gut da. Allerdings wird die Verschuldung wieder steigen, sobald Großvorhaben wie der geplante Mittelschulneubau in Angriff genommen werden müssen.Archivfoto: Leonie Hauck
Finanziell steht die Marktgemeinde Bad Bocklet gut da. Allerdings wird die Verschuldung wieder steigen, sobald Großvorhaben wie der geplante Mittelschulneubau in Angriff genommen werden müssen.Archivfoto: Leonie Hauck

Nachdem der Rechnungsprüfungsausschuss keine Einwände zum Ergebnis der Jahresrechnung 2018 hatte, wurde Bad Bocklets Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) vom Gemeinderat einstimmig die Entlastung für das abgelaufene Geschäftsjahr erteilt. Zuvor hatte Kämmerer Patrick Könen dem Ratsgremium die Jahresrechnung vorgestellt und größere Abweichungen vom Haushaltsplan erläutert.

Die Jahresrechnung 2018 schließt mit einem Gesamthaushalt von fast 12,41 Millionen Euro. Davon entfallen 8,27 Millionen Euro auf den Verwaltungs- und 4,14 Millionen auf den Vermögenshaushalt. Aus dem Verwaltungshaushalt wurden 1,19 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt, der seinerseits mit einem Überschuss von 2,13 Millionen abschloss.

Die größten Abweichungen zwischen dem einstigen Haushaltsplan und den tatsächlichen Ergebnissen, so erläuterte der Kämmerer einzelne Punkte, beruhen weitestgehend auf der zeitlichen Verschiebung ursprünglich im Haushaltsjahr geplanter Maßnahmen oder darauf, dass durchgeführte Maßnahmen wegen verspäteter Rechnungen nicht fristgerecht abgerechnet werden konnten.

Dank des guten Ergebnisses war die Gemeinde in der Lage, im vergangenen Jahr nicht nur auf neue Kreditaufnahmen zu verzichten, sondern sogar einen offenen Restkredit in voller Höhe von 268 000 Euro außerordentlich zu tilgen. In der Summe mit ordentlichen Tilgungen in Höhe von 113 000 Euro konnte der Schuldenstand der Gemeinde von 1,36 Millionen auf nur noch 979 000 Euro gemindert werden. "Eine interessante Zahl", kommentierte dies der Kämmerer, sinkt doch dadurch bei 4585 Einwohnern die Pro-Kopf-Verschuldung auf nur noch 214 Euro, was etwa 25 Prozent des Landesdurchschnitts von 603 Euro aller bayerischen Gemeinden vergleichbarer Größe zwischen 3000 und 5000 Einwohner entspricht. "Ein wirklich tolles Ergebnis", freute sich auch der Bürgermeister, verwies allerdings zugleich auf einen erneuten Anstieg der Verschuldung, sobald Großvorhaben wie der geplante Mittelschulneubau in Angriff genommen werden müssen.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte unter Leitung seines Vorsitzenden Volker Stahl (FCW, Steinach) die Jahresrechnung im Mai geprüft. Fragen von Ausschussmitgliedern konnten von der Kämmerei umgehend und zufriedenstellend beantwortet werden. Kleinigkeiten wurden noch während der Prüfung korrigiert. Grund für Einwände hatte es "aufgrund der sorgfältigen und nachvollziehbaren Vorarbeit des Kämmerers" keine gegeben, informierte Stahl die Ratskollegen und sprach Patrick Könen sein Lob aus.

Entsprechend konnte der Marktgemeinderat nicht nur die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2018 einstimmig als ordnungsgemäß feststellen, sondern sprach auch Bürgermeister Andreas Sandwall, der entsprechend der Gemeindeordnung von dieser Beschlussfassung ausgeschlossen war, ebenso einstimmig seine Entlastung aus. Alle 2018 angefallenen überplanmäßigen und außerplanmäßigen Ausgaben wurden, soweit diese erheblich und nicht in früheren Gemeinderatssitzungen schon genehmigt worden waren, vom Ratsgremium nachträglich genehmigt.