Oberthulba

Schmuckstück kostet gutes Geld

Die Sanierung des ehemaligen Hassenbacher Pfarrhauses geht mächtig ins Geld. Dafür kann sich das Ergebnis auch sehen lassen.
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Das renovierte ehemalige Pfarrhaus in Hassenbach. Auch das Umfeld wurde zu einem schmucken Dorfplatz herausgeputzt. Am Wochenende findet hier im neuen Areal der Hassenbacher Winterzauber statt.  Foto: Günther Straub
Das renovierte ehemalige Pfarrhaus in Hassenbach. Auch das Umfeld wurde zu einem schmucken Dorfplatz herausgeputzt. Am Wochenende findet hier im neuen Areal der Hassenbacher Winterzauber statt. Foto: Günther Straub
Trotz enormer Investitionsleistungen kann sich der Oberthulbaer Haushalt noch sehen lassen. In den Jahresabschlusssitzung informierte Bürgermeister Gotthard Schlereth (FW-CSU) über die derzeitigen Gemeindefinanzen. So kann der 7,5 Millionen Euro umfassende Verwaltungshaushalt voraussichtlich mit einer Zuführung zum Vermögenshaushalt mit etwa 800 000 Euro abschließen.
Grund dafür sind nach jetziger Einschätzung sowohl Mehreinnahmen wie auch Minderausgaben mit etwa jeweils um die 400 000 Euro. Die Investionen im Vermögenshaushalt der Marktgemeinde bewegen sich ebenfalls im Rahmen. Sie lagen im Ansatz bei etwa 2,7 Millionen Euro. Allerdings fehlen noch einige Schlussrechnungen.
Die Gesamtverschuldung des Marktes liegt zur Zeit bei 2,3 Millionen Euro. Das kommt einer Pro-Kopf-Verschuldung von 453 Euro gleich. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden steht derzeit bei 682 Euro.
Wie der Bürgermeister informierte gab es in den letzten Tagen auch Lob aus München für die Maßnahmen im Bereich des Biosphärenreservates Rhön. Mit den Flächenbereitstellungen in den Abteilungen "Eischer" in Oberthulba, "Ziel" in Reith und "Büchelberg" in Hetzlos hat die Marktgemeinde ihre Aufgabe erfüllt. Eine offene Frage war bisher die Bejagung. Mit dem neuen "Wildtiermanagement" in diesen bereitgestellten 57 Hektar (zusammen mit Staatswald), konnte auch den Jagdpächtern entgegengekommen werden.
Wichtige Aufgabe für die Kommune wird die Innerortsentwicklung bleiben. "Wir sind in einer Phase wo viele neue Weichen gestellt werden, bei denen auch die Bürgerbeteiligung gefragt ist. Es geht uns um mehr und bessere Lebensgestaltung in unseren Gemeinden", betonte Schlereth. "Der Wunsch kürzer zu treten ist auch im kommenden Jahr nicht zu verwirklichen". Vorgesehen sind die Sanierung Untere und Obere Ecke, sowie Marktplatz. In Frankenbrunn steht die Neugestaltung des Dorfplatzes gegenüber der Kirche an, in Thulba soll das Umfeld um die Propstei mit Klostermauer ein anderes Bild bekommen, und Wittershausen wartet auf die Sanierung des alten Schulhauses.
Große Ausgaben verursacht derzeit die Sanierung des Gemeindehauses (ehemaliges Pfarrhaus) in Hassenbach. Die Maßnahmen am Gebäude und im Umfeld sind weitgehend abgeschlossen. Jetzt steht noch der Ausbau der Straße an. Zuschüsse werden über das Denkmalamt und vom Amt für Landesentwicklung erwartet. "Sie werden vereinbarungsgemäß überwiesen", informierte der Bürgermeister. Die auch teils mit Kritik, begleiteten Arbeiten, erhalten viel Lob von außerhalb und können zwar "als teuer, aber auch gelungen" bezeichnet werden, so der Bürgermeister.
Einen großen Brocken wird die Sanierung der Wasserversorgung im Bereich des Gemeindeteils Thulba verschlingen. Dort steht die Sanierung der Technik im Wasserwerk für etwa 800 000 Euro an. Derzeit erfolgt die Versorgung der Gemeindeteile Thulba, Reith, Frankenbrunn und Hetzlos über das Wasserwerk in Hassenbach.
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