Bad Kissingen
Museumsfest

Schlemmen im Zeichen Bismarcks

In und rund um die Obere Saline war gestern einiges geboten: Führungen, kulinarische Spezialitäten und das Jugendmusikkorps lockten viele Besucher an.
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Birgit Merkl (rechts) führte Gäste durch das Bismarck-Museum in der Oberen Saline. Foto: Ralf Ruppert
Birgit Merkl (rechts) führte Gäste durch das Bismarck-Museum in der Oberen Saline. Foto: Ralf Ruppert
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Der vierjährige Toni bestaunte gestern die bunten und schön verzierten Trinkgläser aus längst vergangenen Epochen. "Wir sind zum ersten Mal hier, obwohl wir in der Salinenstraße wohnen", berichtet Tonis Mutter Lisa Reupke. Dass der erste Besuch des Bismarck-Museums ausgerechnet auf gestern viel, ist kein Zufall: Aus Anlass des internationalen Museumstags lud das Bismarckmuseum ein zum "Feiern wie beim Junker Bismarck".

Jubiläumswein aus Ramsthal

Zum ersten Mal halfen in diesem Jahr die Mitglieder des Stammtisches "Einer steht immer" aus Poppenroth bei der Bewirtung mit. "Beim Salinenfest sind wir schon seit Jahren dabei", berichtet Egon Hartmann, während er den Bismarck-Jubiläumswein des Weingutes Baldauf aus Ramsthal und das Jubiläumsbier der Oberelsbacher Pax-Bräu ausschenkt.
Im Museum führt derweil Birgit Merkl die Gäste durch die Ausstellung: "Wir befassen uns mit Otto von Bismarck als Kurgast, als Politiker und mit dem Mythos Bismarck", fasst sie den Inhalt ihres Vortrages zusammen. Zu Beginn gibt es aber auch Informationen zum Ursprung der Oberen Saline: In den 1770er Jahren hat der Würzburger Fürstbischof damit die Salzgewinnung erweitert, erst 1876 wohnte Bismarck zum ersten Mal in den eigens hergerichteten Räumen. 1874 bei seinem Aufenthalt hatte er noch in der heutigen Bismarck-Straße residiert, wo im Juli 1874 der Attentäter zuschlug.
Zur Führung kam gestern auch Eugen Rampf - sogar mit einem Geschenk für das Museum: das 1899 erschienene Buch "Der Reichskanzler in Kissingen". Eugen Rampf lebt seit mehr als 50 Jahren in Bad Kissingen und interessiert sich für die Geschichte des Weltbades. "Das Buch hat mir ein Bekannter geschenkt", berichtet er, während er das Exemplar Kulturreferent Peter Weidisch übergibt.
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