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Nüdlingen
Theorie-Kurs

Schlankschnitt von Streuobstbäumen

Obst frisch vom Baum schmeckt am besten. Damit die Bäume gesund bleiben und Früchte tragen, braucht es auch einen fachgerechten Schnitt.
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Bevor die Bäume blühen, sollten sie fachgerecht geschnitten werden. Foto: Ewald Kiesel
Bevor die Bäume blühen, sollten sie fachgerecht geschnitten werden. Foto: Ewald Kiesel

Jetzt ist die richtige Zeit dazu. Einen theoretischen Schnittkurs bietet der Gartenbauverein Nüdlingen am Freitag, 14. Februar, 19.30 Uhr, im Vereinsheim der alten Schule. Hierbei wird Otto Jeger den Schlankschnitt von Streuobstbäumen erklären.

Die Streuobstwiese ist in der Regel eine Kombination aus Hochstamm-Obstbäumen und Grünland. Die Früchte waren schon immer Nahrung der Menschen. Das Obst wird für die Most- und Saftproduktion benötigt, Tafeläpfel zum Essen gelagert. Um das 19. Jahrhundert erlebte der heimische Obstanbau einen Aufschwung. Streuobstgürtel um die fränkischen Dörfer wurden angelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor der Obstbau durch die Mechanisierung der Landwirtschaft sowie die Erweiterung der Dörfer durch Planung von Neubaugebieten ihre Bedeutung. Außerdem ist mittlerweile die Obst-Versorgung der Bevölkerung durch Lebensmittelmärkte gesichert.

Zum Ausgleich je zehn junge Obstbäume

Bei der Flurneuordnung Ende der 1970er Jahre wurden viele Obstbäume gerodet, um maschinengerechte Grundstücke zu formen. Als Ausgleich erhielt jeder Grundstücksbesitzer zehn junge Obstbäume vom Flurbereinigungsamt geschenkt, die in der Regel an Gräben und Wegen gepflanzt wurden. Gepflegte Streuobstbestände spielen für Bienen, Vögel und Insekten eine wichtige Rolle im Ökosystem. In den blühenden Bäume im Frühling, den reifen Früchten im Sommer und im bunten Herbstlaub zeigt die Schöpfung das Wunder der Natur.

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