Arnshausen

Schlacke verzögert Umwandlung in Bauland

Im Stadtplan ist die Fläche an der Datzenbrunnenstraße bis heute als Tennisplatz gekennzeichnet. Aber die Zeiten der großen Erfolge von Boris Becker und des Tennis-Booms sind längst vorbei - auch auf dem Gelände südlich von Arnshausen herrscht Tristesse.
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Deutlich in die Jahre gekommen sind die früheren Tennisplätze in Arnshausen. Die Stadt will auf dem Gelände sechs Bauplätze schaffen, allerdings muss geklärt werden, ob es Altlasten gibt. Fotos: Ralf Ruppert
Deutlich in die Jahre gekommen sind die früheren Tennisplätze in Arnshausen. Die Stadt will auf dem Gelände sechs Bauplätze schaffen, allerdings muss geklärt werden, ob es Altlasten gibt. Fotos: Ralf Ruppert
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Im wahrsten Sinne des Wortes ist Gras über die einstigen Ascheplätze gewachsen, die Türen sind mit Vorhängeschlössern versperrt, einige Büsche sind längst höher als der zwei Meter hohe Maschendrahtzaun gewachsen.

"Die Flächen gehören der Stadt", berichtet Stadtplaner Wolfgang Russ. Und sie sollen zu Bauland umgewandelt werden: "Nach der aktuellen Planung könnten dort sechs Bauplätze entstehen." Einbezogen werden sollen nicht
nur die eigentlichen Tennisplätze, sondern auch das städtische Gelände im Umfeld der Anlage.

Bevor die Häuslebauer beginnen können, muss die Stadt jedoch zunächst Baurecht schaffen: "Eigentlich wollten wir das Verfahren zusammen mit der Erschließung rund um den Wittelsbacher Turm durchziehen", berichtet Russ.

Zusammensetzung noch unklar

Allerdings drängt die Zeit für die Blockhütten-Hotelanlage hinter der Brauereigaststätte, während es bei den Tennisplätzen noch ein großes Fragezeichen gibt: "Da ist früher Schlacke eingebaut worden, das war damals eben so üblich", berichtet Russ. Deshalb wurden die beiden Verfahren nun doch geteilt: Der Bebauungsplan "Wittelsbacher Turm" ist bereits weitgehend abgeschlossen, die sechs neuen Bauplätze in Arnshausen liegen vorerst auf Eis. Was genau in der Schlacke drin ist, sei noch nicht klar, aber die Stadt will auf Nummer sicher gehen, dass die Bauleitplanung ohne Altlasten über die Bühne geht.

"Damals ist die Schlacke als unproblematisch eingestuft worden, heute läuft das halt anders", erklärt Stadtplaner Russ das Verfahren. Die Stadt-Verwaltung geht davon aus, dass der Belag der ehemaligen Tennisplätze "unproblematisch" sei. Trotzdem soll nun erst einmal geklärt werden, ob das Material abgegraben und entsorgt wird. "Da sind noch ein paar Dinge zu klären." Dann soll die Änderung der Bauleitplanung neu auf den Weg gebracht werden. "Wir wollen unseren Flächennutzungsplan sowieso komplett überarbeiten."
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