Sandberg
Gemeinderat

Sandberg derzeit eingebettet in geplantes NP3-Gebiet

Die Sandberger hatten sich zwar gegen den Eintritt in die Konzeptphase ausgesprochen. Da es jetzt aber doch soweit kommt, will die Gemeinde auch mitreden.
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Einbettet von viel Wald liegt Sandberg am Südhang des Kreuzbergs. Die Bürger stimmten gegen den Eintritt in die Konzeptphase für einen möglichen Nationalpark. Nachdem diese jetzt beschlossen ist, will sich die Gemeinde selbstverständlich beteiligen.  Foto: Marion Eckert
Einbettet von viel Wald liegt Sandberg am Südhang des Kreuzbergs. Die Bürger stimmten gegen den Eintritt in die Konzeptphase für einen möglichen Nationalpark. Nachdem diese jetzt beschlossen ist, will sich die Gemeinde selbstverständlich beteiligen. Foto: Marion Eckert
Die Bürger in der Gemeinde Sandberg haben sich in einer Abstimmung Anfang Juli mit 75 Prozent gegen den Eintritt in die Konzeptphase für eine möglichen Nationalpark Rhön ausgesprochen. Die Entscheidung ob die Rhön in die Konzeptphase aufgenommen wird, wurde aber nicht in Sandberg sondern in München getroffen. Seit 18. Juli ist bekannt, dass der Bayerische Ministerrat entschieden hat, sowohl die Rhön als auch die Donauauen in die Konzeptphase zu übernehmen.
Was bedeutet das nun für die Gemeinde Sandberg? Bleibt die Gemeinde bei der Erstellung des Konzeptes nun außen vor? Für Bürgermeisterin Sonja Reubelt (Christlicher Wählerblock Schmalwasser) steht es außer Frage, dass Sandberg selbstverständlich in der Konzeptphase mit an den Gesprächen und Entscheidungen beteiligt ist. "Die Umfrage in der Bevölkerung diente dazu ein Stimmungsbild davon zu bekommen, was die Bürger wollen." Diese Stimmungsbild habe Sandberg abgegeben. Vier Gemeinden haben für den Eintritt in die Konzepthase gestimmt, zwei dagegen (Sandberg und Hohenroth). "Wir sind überstimmt worden, das heißt nun aber nicht, dass wir außen vor sind."


Entscheidung lag nicht vor Ort

Reubelt verwies auf die Fragestellung der Bürgerbefragung: "Sind Sie dafür, nähere Informationen zu erfahren und in die Konzeptphase zur Planung eines Nationalparks Rhön einzutreten?" "In der Bürgerbefragung ging nicht darum zu entscheiden, ob die Gemeinde Sandberg sich bei Eintritt der Region in die Konzepthase beteiligen werde oder nicht. Es ist für mich selbstverständlich, dass wir unsere Interessen vertreten, solange Sandberg unmittelbar betroffen ist."
Laut der derzeit vorliegenden Gebietskulisse sei die Gemeinde Sandberg richtiggehend eingebettet in eine möglichen Nationalpark. "Es ist doch ganz klar, dass wir hier mitreden und uns einbringen werden. Es geht um die Interessen der Bevölkerung und der Gemeinde", betonte Reubelt.


Mitreden: Jetzt erst recht

Der Eintritt der Region in die Konzepthase sei gegen den Willen der Bürger der Gemeinde Sandberg geschehen. Nun sei es Aufgabe und Auftrag, für die Gemeinde und die Bevölkerung an der Konzepthase möglichst intensiv und aktiv mitzuarbeiten. Reubelt: "Jetzt bringen wir uns erst recht ein." Auf die Abstimmung in München habe die Gemeinde Sandberg keinen Einfluss gehabt. Aber bei der Erstellung eines Konzeptes für einen möglichen Rhöner Nationalpark, werde Sandberg als gleichberechtigter Partner mit am Tisch sitzen.
"Das ist in meinen Augen ein demokratisches Selbstverständnis. Alle betroffenen Kommunen werden hier tätig werden müssen. Es darf keiner ausgeschlossen werden." Sandbergs Bürgermeisterin verwies auf die Gemeinde Burkardroth. Dort habe sich der Gemeinderat mehrheitlich gegen einen Nationalpark Rhön und gegen den Eintritt in die Konzepthase ausgesprochen, zugleich aber betont, sich an den Gesprächen zu beteiligen, sollte die Konzeptphase starten. Dies werde Reubelt auch für die Gemeinde Sandberg in Anspruch nehmen. Zudem sprach sie sich für eine intensive Diskussion mit der Bevölkerung aus. "Die Bürger müssen mitreden und sich einbringen können."
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