Oberthulba

Saale-Zeitung kommt zu ihren Lesern nach Oberthulba

Die Saale-Zeitung kommt mit einer Veranstaltung zu ihrem Publikum. Das kann nicht nur seine Kritik loswerden, sondern erlebt auch eine vielfältige Vorstellung.
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Der Thulbaer Bauernhaufen hat Redaktionsleiter Paul Ziegler erst eine Schandmaske aufgesetzt und legt ihm danach Fesseln an. Fotos: Arkadius Guzy und Kerstin Väth
Der Thulbaer Bauernhaufen hat Redaktionsleiter Paul Ziegler erst eine Schandmaske aufgesetzt und legt ihm danach Fesseln an. Fotos: Arkadius Guzy und Kerstin Väth
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Humor kann sich auch mittelalterlich gewanden: Eine Schandmaske setzte der Thulbaer Bauernhaufen dem Redaktionsleiter der Saale-Zeitung, Paul Ziegler, auf. Mit ihren großen Ohren, den hervorstehenden Augen und der lang gestreckten Zuge charakterisiert die Maske ein Tratschweib, wie Jürgen Kolb erklärte. Bei der Vor-Ort-Veranstaltung der Saale-Zeitung nahm sie aber auch die Aufgabe eines Redakteurs treffend aufs Korn: Alles hören, sehen und weiter verbreiten.

Für die Zuschauer war der Auftritt des Thulbaer Bauernhaufens zugleich eine der wenigen Vorstellungen in der Gemeinde selbst. Denn die Akteure sind häufig auswärts eingeladen. "Wir sind viel im Coburger Raum unterwegs. Der bisher am weitesten entfernte Auftritt war bei Ulm", sagte Jürgen Kolb. Für die Veranstaltung der Saale-Zeitung hatten die Laienschauspieler aber extra eine Szene über die Zehntabgabe einstudiert.
Die Volkstanzgruppe ist im Ort häufig zu sehen. "Unsere Kleidung ist eine traditionelle Tanztracht aus Oberthulba", erklärte Vorsitzende Maria Neder. Die Paare legten Sternpolka, Patscher und Hackschottisch aufs Parkett. Die Volkstanzgruppe gibt es seit fast 30 Jahren.

Vor so langer Zeit ist Friederike Bieber aus Bad Kissingen nach Oberthulba gezogen. Sie singt im Chor des Gesangvereins Sängerlust, "weil es Spaß macht und man unter Leuten ist". Nicht nur Spaß an ihrem Hobby hat Elisa Tartler. Die 14-jährige Bogenschützin des Schützenvereins Bavaria Thulba erzielt auch Erfolge. Mit ihren Vereinskollegen Steven Schultz und Marius Meindl zeigte sie vor dem Publikum ihre Treffsicherheit, als sie auf eine Zielscheibe schossen. Das war im Pfarrsaal nur deshalb erlaubt, weil der Bogen keine Waffe ist, wie Ehrenschützenmeister Erhard Happ erläuterte. Der Bogensport ist seinen Aussagen nach gerade bei der Jugend beliebt. Von Nachwuchssorgen sprach auch Katrin Schießer nicht. Denn der würde immer kommen, sagte die Vorsitzende des Musikvereins.

So präsentierte sich Oberthulba als "gut aufgestellt". Mit diesen Worten bewertete Gotthard Schlereth (CSU) seine Gemeinde. Er verwies auf die mehr als 60 Vereine. Und für die Infrastruktur "haben wir in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen".

Die Vor-Ort-Veranstaltung war nicht nur eine Bühne für die Oberthulbaer Vereine, sondern auch für die Saale-Zeitung selbst. Redaktionsleiter Paul Ziegler zeigte wie diese aufgestellt ist. Er erklärte den Lesern den Grund für die ungewöhnliche Erscheinungsweise an Feiertagen und nahm auch die Kritik an den Rechtschreibfehlern an.
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