Aschach bei Bad Kissingen
Musik

Saale-Musicum auf Schloss Aschach

Die regionale Konzertreihe Saale-Musicum macht Station auf Schloss Aschach. Der Gesangverein und die Blaskapelle des Ortes zeigen ein vielseitiges Spiel .
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Unglaublich vielseitig zeigt sich die Aschacher Blaskapelle unter der Leitung von Walter Borst.Foto:  Peter Klopf
Unglaublich vielseitig zeigt sich die Aschacher Blaskapelle unter der Leitung von Walter Borst.Foto: Peter Klopf
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Die Musikreihe "Saale-Musicum" ist eine einzigartige Plattform für Musiker und Sänger aus der Region. Das galt auch für den Aschacher Gesangverein und die Blaskapelle Aschach, die im Ambiente der Museumsscheune auf Schloss Aschach mit einem abwechslungsreichen Programm glänzte.

Eigentlich sollte die Veranstaltung im Innenhof des Schlosses stattfinden. "Wir haben die ganze Woche gezittert, als wir den Wetterbericht angeschaut haben", erklärte Josephine Glöckler, Museumsleiterin von Schloss Aschach. Weil der Wetterbericht nichts Gutes prognostiziert hatte, habe man sich entschlossen, das Konzert in die Museumsscheune zu verlegen.

Dass dies keine schlechte Idee war, merkten die Zuhörer im Laufe des Konzerts. Der Trompeter Georg Mahlmeister brachte es nach dem Konzert auf den Punkt: "Die Akustik ist gut und die ganze Atmosphäre ist viel familiärer."

Dass das zutraf, war schon im ersten Konzertteil zu spüren, den der Gesangverein Aschach unter der musikalischen Leitung von Dimitry Romanetskiy bestritt. Mit Wein-, Wander- und Volksliedern huldigte der gemischte Chor seiner fränkischen Heimat. Der Ehrenchorleiter Robert Bauch hatte sämtliche Lieder für den Chor mehrstimmig arrangiert.

"Freunde lasst uns Wandern" oder "Ein wunderbares Land ist mein schönes Franken" waren einige der Lieder bei dem man als Zuhörer schwelgen konnte. Beeindruckend die Dynamik mit der die Lieder a cappella intoniert wurden. Romanetskiy hat dem Chor einen Stempel aufgedrückt, der einen als Zuhörer erstaunte.

Der aus 14 Sängern und Sängerinnen bestehende Chor hat unter ihm eine bemerkenswerte Qualität gewonnen. Die konnte das Publikum auch bei den sieben Männern hören, die als Männerchor mit Akkordeonbegleitung bezauberten.

Bei dem Titel "Kleiner Harmonikaspieler" war zu bemerkten, dass die Besucher dieses melancholische Stück nur so aufsaugten. Die Moderation übernahm Waltraud Wirsching. Sie lieferte charmant erklärende Worte. Stimmungsvoll ging es mit der Blaskapelle Aschach unter der Federführung und Moderation von Walter Borst, weiter: Mit Polka, Marsch, Walzer, in einer Mischung aus Egerländer und konzertanter Blasmusik, heizten die 22 Musiker dem Publikum kräftig ein. Dabei zeigte die Kapelle sich überraschend spielfreudig und mitreißend. Mit einer musikalischen Rundreise von Aschach zum Bodensee und bis nach Tirol und Böhmen beeindruckten sie die Zuhörer, die am Ende stehend applaudierten.

Aber auch Solisten kamen zu ihrem Auftritt, wie Thomas Borst (Tuba) mit "Der Kellermeister" von Rolf Schneebiegl, Michael und Christian Back (Tenorhorn) mit "Junge Tenöre" von Peter Schad sowie Georg Mahlmeister und Hubert Weidmann (Trompete) mit Franz Watz's "Trompetenherz". Eine Frau, die zur Kur in Bad Bocklet weilte, meinte: "Aschach - das muss man sich merken." Gerade diese Mischung aus Melancholie, Träumereien und witzigen Liedern des Gesangvereines gepaart mit fetziger Blasmusik machte den Abend so spannend. Museumsleiterin Glöckler hatte Recht, als sie sagte: "Für mich ist es immer faszinierend, wie vielseitig das Programm im Rahmen des Saale-Musicums von Jahr zu Jahr hier auf Schloss Aschach ist."

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