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Wernarz
Nachfolge

Robert Hildmann neuer Gartenbauverein-Vorsitzender

Nach 28 Jahren gab Günther Planer das Amt des Vorsitzenden im Obst- und Gartenbauverein Wernarz in die Hände von Robert Hildmann. Planer bleibt aber weiterhin im Vorstand.
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Der alte Vorsitzende Günther Planer darf sich nur setzen, aber nicht zur Ruhe. Er steht dem neuen Vorsitzenden Robert Hildmann weiterhin mit Tatkraft zur Seite.  Foto: Thomas Dill
Der alte Vorsitzende Günther Planer darf sich nur setzen, aber nicht zur Ruhe. Er steht dem neuen Vorsitzenden Robert Hildmann weiterhin mit Tatkraft zur Seite. Foto: Thomas Dill
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Günther Planer gründete vor 36 Jahren, am 12. Januar 1977, in der damaligen Wirtschaft Hochgesang mit 27 weiteren Interessierten den Obst- und Gartenbauverein Wernarz neu. Einige Jahre später wurde er Vorsitzender. Jetzt, nach 28 Jahren, gab er dieses Amt bei den fälligen Neuwahlen in jüngere Hände.

1985 war die damalige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Alma Kammerer zu Planer gegangen und sagte: "Das bisschen kannst du auch und du mach es erst einmal so lange wie ich". Als in Eckarts ansässiger Kaufmann gelang es Planer in der Folgezeit, den kleinen Ortsverein zu einem ortsübergreifenden Verein zu machen, dem heute bald mehr Bürger der Gemeinde Zeitlofs angehören, als aus dem Namensgebenden Ortsteil Wernarz.

Doch machte dem Verein der demographischen Wandel etwas zu schaffen, und so zählt man heute nur noch 80 Mitglieder, die Mehrzahl davon bereits im Rentenalter. Deshalb hat jetzt Günter Planers Nachfolger die aktive Mitgliedersuche über Ortsgrenzen hinweg auf seine Fahnen geschrieben.

Höhen und Tiefen

Der Obst- und Gartenbauverein hat also Höhen und Tiefen erlebt. Bedauert hat Planer, dass man Ende der 1980er Jahre mangels Beteiligung die Volkstanzgruppen einstellen musste. Sie waren in den Anfängen der Städtepartnerschaft mit Ancenis ein Aushängeschild der Stadt.

Doch die positiven Ereignisse waren in der Mehrzahl. Nach dem Wegfall eines eigenen Gemeindearbeiters für Wernarz kümmerte sich der Verein verstärkt um die Pflege der über dreißig hölzernen Ruhebänke im Bereich Eckarts und Wernarz, pflegte den Bereich am Wernarzer Parkplatz und am Heiligenhäuschen im Straßfeld.
Durch diese Arbeiten wurde die Stadtkasse im Bereich Wernarz lange Jahre geschont.Der Verein legte eine damals mustergültige Streuobstwiese in der Hohl an, bekanntester Wernarzer ist wohl der "Edle von Wernarz", eine ortstypische Apfelzüchtung des in Wernarz früher ansässigen Baummeisters Müller.

Günther Planer führte einen viele Jahre gut besuchten Geranienmarkt unter der Wernarzer Linde ein, den er heute noch in Eigenregie neben dem KiK-Markt jeden Mai betreibt. Höhepunkt seiner Amtszeit war sicher 2006/2007 der Bezug eigener Vereinsräume im ersten Stock des Wernarzer Kindergartens.

Kulturhistorische Kleinode

Neben anderen Helfern verbrachte er, unterstützt von seiner ganzen Familie, unzählige Stunden in den städtischen Räumen, um sie einer Grundrenovierung zu unterziehen. Auch dass die letzten Andenken an die frühere Wernarzer Kirche wieder zugänglich sind, ist Planers Verdienst. Zwei Bilder aus den Seitenschiffen der abgerissenen Kirche hängen restauriert im Vereinsheim. Beide stellen ein kulturhistorisches Kleinod dar und sind die letzten Zeugen der alten Kirche.

Hutzelfeuer und Johannisfeuer, Spielabenden in den Wintermonaten, Planer initiiert immer wieder regelmäßig stattfindende Veranstaltungen, die zum Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und zum Zusammenhalt der Nachbarorte Wernarz und Eckarts beitragen.

Diese geselligen Termine sind auch der Grund, warum sich Günther Planer noch nicht ganz zurückziehen wird, sondern als zweiter Vorsitzender seinen Nachfolger speziell im geselligen Bereich weiter unterstützen wird. Im Verlauf seiner letzten verantwortlich zu leitenden Generalversammlung zeigte er sich aber auch etwas enttäuscht über das nachlassende Interesse am Verein und der Mitarbeit darin. "Unser mittelfristiges Ziel, mit 100 Mitgliedern wieder richtig schlagkräftig zu werden, ist in weiter Ferne, die wenigen Aktivien werden immer älter und weniger", so Planer etwas resignierend.

Keine Überraschung

Für Kenner des Vereins war der Stabwechsel keine Überraschung, ist der neue Mann an der Spitze doch vom Fach und langjähriges Mitglied. Robert Hildmann, langjähriger Leiter der staatlichen Kurgärtnerei im Staatsbad, möchte vor allem das Angebot des Vereins erweitern und zwar durch Führungen, Seminare und Gewinnung engagierter Gartenfreunde.

Der 57-jährige Eckartser, Vater von drei Kindern, ist gelernter Gärtner und studierter Agraringenieur mit Auslandserfahrung. Das heutige Staatsbad trägt bereits deutlich seine fachliche Handschrift. Als Biberexperte und Naturfreund ist er unter dem Motto "Leben und leben lassen" aktiv im Bund Naturschutz. "Ich möchte auch zukünftig jeden im Verein motivieren, das Beste für den Verein zu versuchen", so Hildmann bei seiner Vorstellungsrede.

Weitere Urgesteine des Vereins wechselten altersbedingt im Verlauf der unkomplizierten Wahlen auf etwas ruhigere Posten; so 16 Jahre war Lydia Klug 2. Vorsitzende, jetzt steht sie als Beisitzerin der Führungsriege zur Seite. Die langjährige Beisitzerin Helga Dill schied aus der Vorstandschaft aus, wird aber zukünftig als Kassenprüferin ein Auge auf den Verein haben.

Der neue Vorstand in der Übersicht: 1. Vorsitzender Robert Hildmann; 2. Vorsitzender Günter Planer; Kassenführerin: Rita Schuhmann (alt); Schriftführerin: Silvia Planer (alt); Beisitzer: Winfried Bienmüller, Helga Gerr, Erwin Muth und neu Lydia Klug; Kassenprüfer sind künftig Helga Dill und Richard Limpert.





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