Trimberg
Feier

Ritter laden auf der Trimburg an ihre Tafel

Die Freunde der Trimburg bedanken sich zum Saisonauftakt mit einem mittelalterlichen Lager bei den Helfern. Denn deren Bedeutung nimmt immer mehr zu.
Artikel drucken Artikel einbetten
Rustikales Dinner im Kellergewölbe. Fotos: Arkadius Guzy
Rustikales Dinner im Kellergewölbe. Fotos: Arkadius Guzy
+14 Bilder
An die Anfänge der Bewirtung auf der Trimburg in den 80er Jahren kann sich Hannelore Neeb gut erinnern. Sie erzählt, wie sie damals für Ausflügler Würstchen in einem Topf warm gemacht hat. Seitdem ist Neeb mit verschiedenen Vereinen dabei. "Am häufigsten waren wir mit den Pfadfindern oben", sagt sie.

Bei gutem Wetter - gerade auch am 1. Mai - besuchen schon mal Hunderte von Gästen die Burg. "Dann sind 30 Kuchen schnell weg.
Bei schlechtem Wetter können wir sie selbst essen", erklärt Neeb. Claus Schubert vom Lionsclub Hammelburg-Trimburg-Saaletal ergänzt: "Die Trimburg hat eine Eigendynamik." An jedem Wochenende entscheidet es sich von Neuem, wie viele Ausflügler kommen.

Doch neben dem Wetter rückt zunehmend eine andere Unwägbarkeit in den Mittelpunkt. Es werde immer schwieriger, im Verein Helfer für die Bewirtung zu finden, berichtet Neeb. Gerade die Ferienwochen sind problematisch.

Das weiß auch Matthias Schiebl, Vorsitzender der Freunde der Trimburg: "Es wird durch den demografischen Wandel künftig immer weniger Vereine geben. Es wird dadurch schwieriger, die Bewirtungswochen von Mai bis Oktober mit Vereinen zu besetzen." Schon jetzt gehe es manchmal gerade so auf, sagt Schiebl. Daher bedanken sich die Freunde der Trimburg zum Saisonauftakt mit einem exklusiven Mittelalterspektakel bei den Helfern und Vereinen.

Auf der Burg haben Sir Galahad und sein Gefolge sowie die Trimburger Ritterschaft und die Truppe von "Custor Casteli" ihre Zelte aufgeschlagen. Außerdem gibt es wieder eine Knappenschule für Kinder. Diesmal sind die Kinder- und Jugendakademie Bad Kissingen, chronisch nierenkranke Kinder und Jugendliche aus Erlangen, das Kinderheim Münnerstadt und die Saaletalschule dabei. Die Kinder lernen, wie die Ritter gelebt und gekämpft haben.

Für die Öffentlichkeit ist die Burg wieder ab 1. Mai an Sonn- und Feiertagen geöffnet. In diesem Jahr gibt es keinen Mittelaltermarkt. "Nach acht Veranstaltungen wollen wir eine Pause einlegen", sagt Reinhold Horst Wahler von der Trimburger Ritterschaft. Dafür ist im Oktober eine "Burgbelebung" geplant. Wahler: "Wir wollen in den Räumen zeigen, wie im Mittelalter auf der Burg gelebt wurde." Zuvor gibt es im Juni ein "Nachtkrimitheater". Es beginnt um 22 Uhr und soll den Besuchern dadurch eine einzigartige Atmosphäre auf der Burg bieten.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren