Bad Kissingen
Aktion

Rein ins kalte Wasser

42 mutige Schwimmer wagten sich am ersten Adventssonntag in die Saale.
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Heiße Getränke servierte der Nikolaus den Schwimmern.  Foto: Wasserwacht/Bröll
Heiße Getränke servierte der Nikolaus den Schwimmern. Foto: Wasserwacht/Bröll
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Wer zufällig am Sonntagvormittag an der Saale spazieren ging, musste sich wahrscheinlich wundern. Schließlich waren eine Vielzahl an Rettungsfahrzeugen am Ufer verteilt und zudem befanden sich einige Schwimmer und Boote in der fränkischen Saale.

Es war jedoch nichts passiert, es war lediglich der erste Advent und das bedeutet in Bad Kissingen, dass wieder das Advent-Saaleschwimmen anstand. Bereits zum 45. Mal wurde einer Vielzahl von Teilnehmern die Möglichkeit gegeben unter kontrollierten Umständen über sich hinaus zu wachsen.

Sechs Grad Wassertemperatur

Insgesamt nahmen 42 Schwimmer aus dem gesamten Bundesgebiet an der Veranstaltung teil. Die Umstände waren gut, so gab es keinen Niederschlag und der vergleichsweise hohe Wasserstand verhalf zu einer angenehmen Strömung. Die Wassertemperatur von sechs Grad Celsius verhielt sich auch der Jahreszeit entsprechend.

Eine Besonderheit anlässlich des 45 Jubiläums wurde den Schwimmern im Rosengarten geboten. Dort sorgten der Nikolaus mit heißen Getränken und das Rotkreuz-Orchester mit weihnachtlicher Musik für einen Motivationsschub.

Die meisten Schwimmer nahmen als organisierte Gruppe teil und konnten sich so gegenseitig motivieren. Für viele ist das Saaleschwimmen bereits fester Bestandteil im Jahresplan. Zum Beispiel schwamm die Gruppe "Weihnachtsmänner" aus Nüdlingen bereits zum 15. Mal mit und ein weiterer Teilnehmer feierte schon sein 30. Jubiläum.

Natürlich wurden entsprechende Ehrungen von der ausrichtenden Wasserwacht Ortsgruppe Bad Kissingen vergeben.

Die größte Teilnehmerzahl aus dem Landkreis Bad Kissingen stellte die Wasserwacht Hammelburg mit insgesamt 17 Schwimmern, außerhalb des Landkreises eroberte die Wasserwacht Iphofen diesen Titel.

Für erstaunte Blicke sorgte dann die Ehrung für die Gruppe mit der weitesten Anreise. Diesen Wanderpokal eroberte die Wasserwacht Ortsgruppe aus Zingst. Zingst liegt etwa 670 Kilometer von Bad Kissingen entfernt in Mecklenburg-Vorpommern an der Ostsee. Dort wird ein vier Kilometer langer Strandabschnitt mit Hilfe von einem Hauptturm und sechs Nebentürmen von Mai bis September bewacht. Da die dortige Ortsgruppe dies nicht allein stemmen kann, kommen aus dem ganzen Bundesgebiet Rettungsschwimmer und unterstützen die Wasserwacht Zingst. Für einen der Teilnehmer am Saaleschwimmen war die Eroberung des Wanderpokals eine gute Gelegenheit um Einsatzkräfte zur Unterstützung zu gewinnen. Nur durch das ehrenamtliche Engagement der Rettungsschwimmer können schließlich bewachte Strandabschnitte und somit sicheres Baden gewährleistet werden. Die Sicherheit stand auch beim diesjährigen Saaleschwimmen im Vordergrund. Im Vorfeld wird ein umfassendes Konzept von der Technischen Leitung der Wasserwacht Bad Kissingen erstellt. Dieses umfasste den Einsatz von vier Begleitbooten, mehreren einsatzbereiten Wasserrettern am Ufer, zwei mobile Wasserrettungsfahrzeuge, sowie drei Landrettungsfahrzeuge. Auch ein Arzt war vor Ort. Allen Schwimmern, die das Saaleschwimmen vorzeitig beendeten, konnten zeitnah warme Getränke, warme Duschmöglichkeiten und auch, falls notwendig, medizinische Hilfe zukommen. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte der Wasserwacht Bad Kissingen vom Technischen Hilfswerk Bad Kissingen, der Wasserwacht Hammelburg, den Feuerwehren aus Bad Kissingen und Hausen, sowie der Bereitschaft des Roten Kreuzes Bad Kissingen.

Im Anschluss gab es dann noch ein gemütliches Beisammensein mit Tombola in den Räumen des Roten Kreuzes Bad Kissingen. Die Helfer und Teilnehmer konnten bei einem gemütlichen warmen Mittagessen noch ihre Erfahrungen austauschen. red

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