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Premich
Fasching

Premich: Konfetti-Regen in Zirkusmanege

Im bunten Zirkuszelt In der Manege der Premicher Narren tummelten sich Raben, Elefanten, Löwen und Co. Am Ende liegen die Männer der Saloondame zu Füßen.
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Bramicher Fosenocht 2020 Foto: Anna-Lena Herbert
Bramicher Fosenocht 2020 Foto: Anna-Lena Herbert
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"Manege frei für den Zirkus in Premich", hieß es diesmal bei der "Bramicher Fosenocht" der Katholischen jungen Gemeinde (KjG). Nach einem gereimten "Salto mortale" von Rainer Schmitt betraten die Artisten die Bühne - darunter sogar Elefanten in Plüschfell. Durch das bunte Zirkusprogramm führten die Zirkusdirektorinnen Bianka Köth und Sandra Seubert im weinroten Frack. 15 Auftritte und kurze Werbepausen der Premicher Narren bekamen die jeweils rund 120 Gäste an zwei Abenden im Premicher Schützenhaus geboten.

Zum Auftakt wirbelte Tanzmariechen Sophia Zehe akrobatisch über die Bühne, pardon durch die Manege. Anschließend erzitterten die Bühnenbretter beim "Klatsch, klatsch, stampf, stampf"-Tanz der Purzelgarde, die mit ihren Perücken in Neonpink, -blau und -grün weithin zu sehen waren. Ein wortwitziger Fernsehabend mit Politik, Fußball, Kirche, Landwirtschaft und natürlich Werbung erntete viele Lacher. Auch gelegentliche Werbepausen kamen beim Publikum gut an: Mit Piepsstimme warben da etwa Katja Albert und Michaela Breitenbach für Goldbären - und wussten, dass die beim Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner schwarz sind. Mit Eiskönigin Elsa, Arielle, Schneewittchen und Co. entführte die Tanzgarde der DJK in die Disney-Welt.

Bramicher Frosch-News

Als Lehrerin der "Scherzkekse" kämpfte Binaca Nauth in der Manege mit ihren besserwisserischen Schülern. Die hielten es für Notwehr, das Zeugnis selbst zu unterschreiben, und kannten sich besser mit Fußball als mit Latein aus. Die "Bramicher Frosch-News" informierten die Zuschauer über die neuesten Nachrichten aus dem Ort. So war etwa die Soko-Altweiberfasching auf der Suche nach halbwegs nüchternen Zeuginnen, die Angaben zur unbekannten Gewinnerin des Maskenwettbewerbs im vergangenen Jahr machen sollten. Eine als Clown verkleidete Premicherin im Publikum stellte sich dabei aber lediglich als "Sturmtief Sabine" heraus, das den Abend später durch herzhaftes Lachen nur geringfügig durcheinander wirbelte.

Nach einer silberglitzernden Tanzeinlage der "Little Princess" machten sich Frank Seufert und Hubert Wehner zum "Letzten Flug" auf. Als "Krocken" - so nennt man in Premich Raben und auch die Bewohner des Nachbardorfs Gefäll - betrachteten sie die Geschehnisse im Ort aus der Vogelperspektive. Das Publikum bedachte den akrobatischen Auftritt, den die zwei Männer bäuchlings auf Klapptischen liegend und rhythmisch mit den Armen auf und ab schlagend absolvierten, mit viel Applaus.

Im Anschluss verbreitete "Lömmt-TV" in einer Mischung aus Text und Gesang die Sensationsnachricht, dass die TV-Serie Lindenstraße als "Der Lindenhof" in Premich ein Fortsetzung erfährt. Neben dem Wirt der griechischen Gastwirtschaft versuche selbst der ursprünglich aus Indien stammende Pfarrvikar durch das Erlernen des Premicher Dialekts eine Rolle in der Serie zu ergattern. Außerdem informierte Hauptdorfstudio-Sprecher Rainer Schmitt über den Rhöner Prexit. Weil es noch immer keinen Dorfladen gebe, werde Premich sich von Burkardroth loslösen und wieder selbstständig werden - was das Publikum mit spontanem Applaus unterstrich.

Männer in rosa Glitzertutus

"Manege frei!", hieß es im Anschluss für "Das junge Gemüse". In einem bunten Märchenmix machte ein Werbefachmann Dornröschen und Co. fit für die Zukunft. So erhielt die Hexe statt des Besens einen Staubsauger und Schneewittchen statt des giftigen Apfels einen gesunden Obst-Smoothie. Nach dem Gardetanz der "No Names" gab es "Tierische Unterhaltung" mit Löwe, Elefant, Hase und Hund. Die "Wild Boys" brachten mit ihrem tänzerisch anspruchsvollen Line Dance den Saal zum Kochen und empfahlen sich mit ihrer Zugabe in rosa Glitzertutus gleich noch als Nachfolger für das Männerballett.

Das stürmte - nach einer gelungenen Tanzeinlage der KJG-Leiterrunde - die Bühne. Als Sheriffs lieferten die Herren in Jeans und Carohemden zum Footloose-Sound einen famosen Showtanz, inklusive Showkampf auf offener Bühne. Am Ende lagen sie dann allerdings zu Füßen der mit rosa Federboa und Herzchen-Konfetti-Kanone bewaffneten Saloondame Scarlett (Hubert Wehner) im Sand der Manege.

Anna-Lena Herbert

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