Bad Kissingen
Rakoczy-Fest

Polonaise sorgt für Abkühlung beim Bad Kissinger Rakoczy-Ball

Der Ball ist gesellschaftlicher Höhepunkt des Wochenendes. Trotz des Gewitters vorher war es im Saal drückend heiß, die Quellenkönigin blieb dennoch cool.
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Quellenkönigin Carina I. und Fürst Rákóczi standen auch beim diesjährigen Rakoczy-Ball im Mittelpunkt. Tausende Zuschauer warteten vor dem Regentenbau zur  Gläser-Polonaise auf die offiziellen Gastgeber des Balls, Kaiserin Sisi und viele weitere Gäste. Foto: Ralf Ruppert
Quellenkönigin Carina I. und Fürst Rákóczi standen auch beim diesjährigen Rakoczy-Ball im Mittelpunkt. Tausende Zuschauer warteten vor dem Regentenbau zur Gläser-Polonaise auf die offiziellen Gastgeber des Balls, Kaiserin Sisi und viele weitere Gäste. Foto: Ralf Ruppert
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"Drum lasst uns heute (...) Bad Kissingen feiern in seiner ganzen Pracht!" Mit diesen Worten eröffnete Quellenkönigin Carina I. den diesjährigen Rakoczyball. Souverän und mit fester Stimme sprach die gelernte Mauererin und Bauingenieurin Carina Wehner vor den 580 Festgästen. "Da war ich schon aufgeregt", sagte sie danach. Alles in allem könne sie "ihr" Rakoczy-Fest 2018 aber in vollen Zügen genießen: "Die historischen Persönlichkeiten nehmen die Quellenkönigin gut auf", erzählt sie.


"Kraftakt" mit 45 Mitarbeitern

Für Carina Wehner war es der erste Rakoczy-Ball überhaupt. Dabei übernimmt ihr Vater Jochen seit vier Jahren die Bewirtung. "Das ist schon ein Kraftakt, weil das normale Tagesgeschäft im Kurgarten-Café ja auch läuft", berichtet der 50-Jährige. 45 Mitarbeiter hat der gelernte Koch und Konditor für den Abend organisiert. Trotzdem war er auch selbst den ganzen Tag im Einsatz: Auf mehr als 25 000 Schritte kommt er an so einem Tag, und: 50 Etagen zeigt das Handy an. Denn bei solchen Festen muss Wehner oft in die Katakomben des Regentenbaus: Weinkeller, Kühlräume und die gesamte Anlieferung ist im Keller angesiedelt. Oberirdisch bucht der Betreiber des Kurgarten-Cafés für die Bälle noch die zweite Catering-Küche im Regentenbau dazu.

"Ich kann mich nicht einfach hinsetzen und mich bedienen lassen", sagt Jochen Wehner. Aber am Freitagabend und zum Einzug seiner Tochter in den Ballsaal nahm er sich dann doch Zeit. "Das hat sie gut gemacht, man könnte meinen sie spricht jeden Tag vor hunderten Menschen", freute er sich mit der Quellenkönigin.
Unter den 580 Ball-Gästen waren auch allerlei kostümierte. Schneiderin Mariella Wächter (33) aus Mellrichstadt etwa hat für sich und ihren Mann eigens Kostüme im Marry-Poppins-Stil genäht. "Das Rakoczy-Fest hat für uns eine ganz besondere Bedeutung, vor elf Jahren haben wir uns auf der Ludwigsbrücke unsere Liebe gestanden", berichtet Chris Wächter (29). Ein Jahr später heirateten sie. Mariella Wächters Vater habe dann ihre Vorliebe für historische Kostüme geweckt.
Zu den Höhepunkten das Balls gehörte ein Geburtstagsständchen für Peter Krug: Er wurde am Samstag 72 Jahre alt und stellte heuer zum 30. Mal den Prinzregenten Luitpold dar.
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