Bad Kissingen
Warnwesten

Polizei verschenkt Sicherheit in Bad Kissingen

Zweiradfahrer, oftmals schwarz gekleidet, sind in der dunklen Jahreszeit im Straßenverkehr schlecht zu erkennen. Die Kreisverkehrswacht und die Polizei haben deshalb eine sehr nützliche Aktion gestartet: Sie verschenken Sicherheit.
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Daniel Mohr (rechts) fühlt sich jetzt sicherer auf seinem Vespa-Roller. Mit der Warnweste, die ihm Matthias Kleren (links) und Martin Kaiser überreichten, wird er im morgendlichen Berufsverkehr besser erkannt. Fotos: Paul Ziegler
Daniel Mohr (rechts) fühlt sich jetzt sicherer auf seinem Vespa-Roller. Mit der Warnweste, die ihm Matthias Kleren (links) und Martin Kaiser überreichten, wird er im morgendlichen Berufsverkehr besser erkannt. Fotos: Paul Ziegler
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Dienstagvormittag, 7.20 Uhr: Aus dem Nebel taucht ein Radfahrer auf. Der Verkehr in der Schönbornstraße in Bad Kissingen ist sehr lebhaft. Morgendlicher Berufsverkehr. Zwischendrin: Radfahrer, Mofa- und Rollerfahrer.

Was auffällt: Fast alle sind dunkel gekleidet. Nur einer von zehn trägt eine Warnweste, um besser gesehen und erkannt zu werden. Hier setzt eine Aktion von Polizei und Kreisverkehrswacht an. An der Ecke Schönborn- und Bismarckstraße stehen Matthias Kleren (Polizeihauptmeister) und Martin Kaiser (Polizeioberkommissar).

Sie haben Warnwesten mitgebracht, die sie kostenlos an Radfahrer, Roller- und Vespafahrer verteilen. Die sind erst mal ein bisschen erschrocken, zu morgendlicher Stunde von der Polizei angehalten zu werden. Martin Kaiser und Matthias Kleren erklären dann erst mal, worum es geht: Rad- und Rollerfahrer sollen besser im Straßenverkehr erkannt werden. Ganz einfach. Tatsächlich tragen fast alle schwarze, beige oder dunkelbraune Jacken, ohne Reflektoren, schlecht bei dieser Witterung erkennbar.

Deutlich früher zu erkennen

Radfahrerin Annette Werres (56) ist zur Kur in Bad Kissingen und oft mit dem Fahrrad unterwegs. Sie kommt aus dem Westerwald und ist in ihrem Urlaubsort von der Aktion der Polizei überzeugt. "Das ist sehr sinnvoll", sagt sie. Bereitwillig lässt sie sich die Warnweste von den Polizisten anlegen. Als sie wieder in den morgendlichen Nebel hineinfährt ist eines sicher: Sie wird jetzt auf ihrem Fahrrad deutlich früher und besser erkannt.

Auf dem Weg zur Arbeit

Das gilt auch für Daniel Mohr. Der 42-Jährige ist auf einer besonders schönen Vespa unterwegs zur Arbeit, als die Polizeibeamten ihn beschenken wollen. Er befürchtet schon, zu spät zu kommen, als Matthias Kleren ihn an den Straßenrand winkt. Aber um die Warnweste anzulegen, nimmt er sich die Zeit. "Das ist sinnvoll", sagt er auf seinem Vespa-Roller sitzend. "Zwischen halb acht und halb neun ist viel Verkehr", weiß er aus Erfahrung, "da ist es gut, wenn man rechtzeitig erkannt wird". Noch schnell von Martin Kaiser der Hinweis, dass die geschenkte Warnweste auch sonst im Straßenverkehr gute Dienste leistet, dann ist Daniel Mohr wieder weg. Die Arbeit ruft.

Zweite Aktion

Die am Dienstag durchgeführte Warnwesten-Aktion von Polizei und Kreisverkehrswacht ist bereits die zweite innerhalb weniger Wochen. Dass sie gut angenommen wird, beweist ein Radfahrer, der weitr fahren darf. Matthias Kleren hat ihn schon aus der Ferne erkannt, logisch, er trägt ja auch das neongelbe Bekleidungsstück. "Dem haben wir bei der Aktion vor den Herbstferien eine Warnweste geschenkt", erinnert sich Kleren. "Und er hat sie heute an," freut er sich. Aber es ist ja auch ziemlich sinnvoll, solche Warnwesten als Radfahrer bei diesem Wetter zu tragen.

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