Nüdlingen
Bürgerversammlung

Pläne und Infos rund ums Nüdlinger Nahwärmenetz

Frank Hoffmann von der Firma "Energievision Franken" informierte über die Machbarkeitsstudie zum Nahwärmenetz.
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Die Bürger konnten sich dabei unverbindlich zum Thema Nahwärmeversorgung informieren. Wie im Gemeinderat bereits vorgestellt, wurden mögliche Trassenvarianten aufgezeigt und Fragebögen zur Datenerfassung ausgehändigt.

Rund 65 Bürger informierten sich

Frank Hoffmann war im vergangenen Jahr von der Gemeinde mit der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie beauftragt worden. Die Berechnung der technischen Details soll in den nächsten Wochen und Monaten erfolgen. "Die Bürger müssen zunächst ordentlich aufgeklärt werden", sagte Hoffmann. Zur ersten Infoveranstaltung im Pfarrsaal kamen etwa 65 überwiegend jüngere Bürger. Der Anteil der Frauen war gering. Für die Öffentlichkeitsarbeit gebe es noch viel zu tun.

Wirtschaftlicher Umstieg

Für einen Einstieg in die Nahwärmeversorgung sprächen ökonomische und nicht zuletzt ökologische Argumente, sagte Frank Hoffmann. Als Vorteile für die Wärmekunden nannte er die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, sowie die Vermeidung von Treibhausgasen. Heimische Energieträger wie Holz könnten genutzt werden und das Geld bleibe in der Region. Man benötige keine eigene Heizungsanlage und habe mehr Platz im Keller. Die Versorgungssicherheit sei durch modernste Anlagentechnik gegeben und man könne langfristigen Komfort bei minimalem Aufwand genießen. Genaue Zahlen konnte Frank Hoffmann noch nicht nennen, aber beim Wärmebedarf schätzt er das Einsparpotential auf 84 Prozent.

Die Wärme, die öffentliche Gebäude und private Häuser versorgt, wird in einer Heizzentrale erzeugt. Frank Hoffmann stellte zwei Varianten vor. Die erste, die nur bei ausreichendem Anschlussinteresse realisiert wird, führt von der Schule zum Rathaus. Wahrscheinlicher ist die zweite Variante, die mit Verzweigungen vom Bauhof durch den Altort und dann in Richtung Schule verläuft. An der Haupttrasse ergeben sich Anschlussmöglichkeiten für 131 private Häuser. Mit jedem zusätzlichen Anschlussnehmer wachse die Wirtschaftlichkeit.

7000 Euro für den Anschluss

In einer Beispielrechnung schätzte Frank Hoffmann für ein typisches Einfamilienhaus die Nutzungsdauer auf mindestens 40 Jahren. Eine einmalige Anschlussgebühr belaufe sich auf 7000 Euro, die Montagekosten auf 800 Euro und die bezogene Nutzwärme sei 25 500 Kilowattstunden. Interessenten erhalten einen Fragebogen, der auch im Rathaus erhältlich ist und online abrufbar ist. Die Fragebögen sollten bis zum 8. März 2019 zurückgegeben werden. Bereits im Mai soll des die nächste Bürgerinfo geben.

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