Nüdlingen
Urlaubsvertretung

Pfarrer Tadek in Nüdlingen herzlich verabschiedet

Zum 27. Mal wirkte der polnische Priester Tadeusz Kozlowski als Urlaubsvertreter in Nüdlingen und Haard.
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Tadeusz Kozlowski war wieder als "Urlaubspfarrer" in Nüdlingen. Der Geistliche wurde jetzt verabschiedet. Foto: Archiv/Arthur Stollberger
Tadeusz Kozlowski war wieder als "Urlaubspfarrer" in Nüdlingen. Der Geistliche wurde jetzt verabschiedet. Foto: Archiv/Arthur Stollberger
"Pfarrer Tadek", wie er meist genannt wird, ist damit gewiss eine Ausnahmeerscheinung. Als er sich nach dem Gottesdienst am Sonntag von den Gläubigen verabschiedete, bedankte er sich bei ihnen für die freundliche Aufnahme und für die schönen Erinnerungen in den August-Wochen. Unter dem kräftigen Beifall der zahlreichen Gottesdienstbesucher fügte er hinzu: "So Gott will, werde ich im nächsten Jahr zum 28. Mal nach Nüdlingen kommen."


Als Professor bescheiden

Man merkte, die Nüdlinger sind ihm buchstäblich ans Herz gewachsen und diese schätzen seine freundliche, bescheidene Art. Pfarrer Tadek, der seinen Titel sehr selten benutzt, ist eigentlich "Professor Dr. Tadeusz Kozlowski", der sich in Polen - an den Unis von Warschau und Plock - mit zuweilen schwierigen Fragen des Kirchenrechts befasst.

Höhepunkt der August-Gottesdienste war heuer einmal mehr der Festgottesdienst an Mariä Himmelfahrt (15. August), der auch mit der "Kräuterweihe" verbunden ist. Aber nicht nur bei dieser Gelegenheit freuen sich die Gottesdienstbesucher auf das Lied von der Schwarzen Madonna, das Pfarrer Tadek mit kräftiger Stimme in deutscher und polnischer Sprache anstimmt. Auch im Abschlussgottesdienst wurde das Lied gesungen. Durch die bereitgestellten Liedtexte wurde es möglich, dass alle Anwesenden mitsingen konnten. Dies war eine besondere Freude für Tadek.


Schützenswerte Grundrechten

Bemerkenswert war auch der Inhalt der Predigt. Der polnische Geistliche sprach von den schützenswerten Grundrechten im Grundgesetz. Er verwies auf die besondere Bedeutung der Freiheitsrechte und hob in diesem Zusammenhang das Recht auf Religionsfreiheit hervor. Wer als Christ seinen Glauben richtig lebe, solle gegenüber Andersgläubigen tolerant sein. Das sei wichtig für den Erhalt des Friedens, sagte Pfarrer Tadek.
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