Bad Kissingen

Offizielles Logo für Grüngitter

Gymnasiasten haben in einem Ideen-Malwettbewerb die Vorlagen entworfen. Aus diesen entstand nun das Logo.
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Grüngitter-Projektleiterin Jasmin Fidyka und Landrat Thomas Bold stellten das offizielle Logo des landkreisweiten Naturschutzprojektes Grüngitter vor.  Fotos: Sigismund von Dobschütz
Grüngitter-Projektleiterin Jasmin Fidyka und Landrat Thomas Bold stellten das offizielle Logo des landkreisweiten Naturschutzprojektes Grüngitter vor. Fotos: Sigismund von Dobschütz
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Schon im Herbst 2018 begannen die 18 Landkreisgemeinden gemeinsam mit sieben Umweltschutz-Organisationen, im Rahmen des Bayern-Netz-Naturprojekts "Grüngitter" landkreisweit einzelne Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt umzusetzen. Doch bislang fehlte der Gemeinschaftsaktion ein aussagekräftiges Logo. Aus Ideen der fünf von Schülerinnen der Gymnasien Bad Kissingen und Hammelburg vorgelegten Entwürfe schuf nun die Münnerstädter Designerin Christine Schikora ein offizielles Logo, das am Dienstag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

70 Entwürfe eingereicht

Seit April ist Jasmin Fidyka im Landratsamt als Grüngitter-Projektmanagerin für dessen landkreisweite Koordinierung der Maßnahmen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung verantwortlich. Eine ihrer Aufgaben ist, das Umweltbewusstsein der jungen Generation zu stärken, weshalb sie einen Ideen-Malwettbewerb in den Gymnasien Bad Kissingen und Hammelburg zur Schaffung eines Grüngitter-Logos ausrichtete. Aus etwa 70 Entwürfen wählte das Projektteam gemeinsam mit dem Management der beiden kommunalen Allianzen Fränkisches Saaletal und Kissinger Bogen zunächst 15 Zeichnungen aus, von denen schließlich fünf der Münnerstädter Designerin als Ideenvorlage dienten.

Das nun von Landrat Thomas Bold (CSU) und Projektleiterin Jasmin Fidyka der Öffentlichkeit vorgestellte Logo zeigt den Slogan "Grüngitter - Artenvielfalt, besser", an dem ein Schmetterling in den Landkreisfarben Blau und Orange empor fliegt und mit seiner gestrichelten Flugbahn den herzförmigen Umriss des Landkreises zeigt. Als eine "gelungene Aktion" würdigte der Landrat die eingesandten Arbeiten beider Gymnasien und dankte den beiden Schulleitungen für die Zusammenarbeit zur Förderung der Umweltbildung.

"Grüngitter ist nur eines in einer Reihe von vielen Naturschutzprojekten des Landkreises", führte Bold aus, "aber es ist die konsequente Fortsetzung unserer Bemühungen zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer 743 Quadratkilometer weiten Fläche." Diese ist in hohem Maß durch Landwirtschaft und große Waldbestände geprägt. Gerade deshalb seien Projekte wie Grüngitter "mit einer breiten Ausstrahlung in die Fläche" besonders wichtig. Selbst kleinere Naturschutzmaßnahmen seien ebenso so wichtig wie die Meinungen einzelner Bürger, gab der Landrat zu bedenken. "Denn aus jeder Einzelstimme kann eine Bewegung entstehen", verwies er auf die Jugendbewegung "Fridays for Future". Die Jugend müsse ihre Stimme erheben, um die Älteren wieder aufzuwecken. Bold: "Es tut uns allen gut, wenn wieder mehr Dynamik aufkommt."

"Mit dem Projekt Grüngitter treten wir dem Ordnungssinn vieler entgegen", ergänzte Projektleiterin Jasmin Fidyka. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt sei deshalb ein Umdenken erforderlich: Natürlicher Wildwuchs bietet vielen Insekten notwendigen Lebensraum. "Grüngitter steht nicht nur für Artenvielfalt, sondern letztlich für den Erhalt unserer heimischen Kulturlandschaft." Abschließend belohnte sie die Gewinnerinnen aus beiden Gymnasien mit einem Insektenhotel, einem Buch über Insekten und einer Tüte Saatgut.

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