Oerlenbach

Oerlenbach: Mehr Krippenplätze für junge Familien

Volle Krippen: Der Oerlenbacher Gemeinderat hat diskutiert, wie viele Plätze die Familien der Gemeinde in Zukunft brauchen werden - und wo.
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Am ehesten bietet sich nach Meinung des Gemeinderats der Ebenhäuser Kindergarten an, um zeitig neue Krippenplätze für die Familien zu schaffen. Foto: Carmen Schmitt
Am ehesten bietet sich nach Meinung des Gemeinderats der Ebenhäuser Kindergarten an, um zeitig neue Krippenplätze für die Familien zu schaffen. Foto: Carmen Schmitt

Wie viele neue Krippenplätze brauchen die Familien in der Gemeinde Oerlenbach in den nächsten Jahren? Und wo können die am besten entstehen? Der Oerlenbacher Gemeinderat diskutierte in seiner letzten Sitzung über den Bedarf.

Die Gruppenräume für die "Sternchen" und die "Delfine" im Ebenhäuser Kindergarten könnten demnächst neue Nachbarn bekommen. Die Gemeinderäte einigten sich darauf, dass eine neue Gruppe für zwölf Krippenkinder entstehen soll. Am ehesten könnten sich die Frauen und Männer diese Erweiterung am Aktion Kindergarten in Ebenhausen vorstellen. Weil die Plätze knapp sind und die Zeit drängt, soll es jetzt zügig an die Planungen gehen. Parallel soll geprüft werden, in welchem der anderen Kindergärten vielleicht eine weitere Krippengruppe neu angelegt und eingerichtet werden könnte.

In der Gemeinde Oerlenbach gibt es vier Kindergärten: der Kindergarten St.-Burkard in Oerlenbach, der Kindergarten St.-Martin im Ortsteil Eltingshausen, der Kindergarten St.-Dionys in Rottershausen und der Aktion Kindergarten in Ebenhausen. Die Gemeinde ist Träger des Oerlenbacher Kindergartens. Die drei anderen werden von Seiten der Kirche verwaltet. So auch der Ebenhäusener. Eröffnet wurde der Kindergarten vor 45 Jahren. 14 Krippenkinder und 63 Kindergartenkinder betreuen die Erzieher am Waldrand von Ebenhausen zur Zeit. Der Caritasverband und der Kindergartenverein als Träger haben das Sagen. "Wir haben keine Planungshoheit. Wir sind nur Mitspieler", sagt Gemeinderat Klemens Wolf (BBO). Bürgermeister Franz Kuhn will jetzt auf die Diözese zugehen.

Förderung in Aussicht

Zwei Drittel der Kosten übernimmt die Gemeinde. Werner Rauh, Geschäftsführer der Gemeindeverwaltung, rechnet mit bis zu 450 000 Euro, die eine neue zusätzliche Krippengruppe die Gemeinde kosten würde. Damit förderfähige Kosten, also etwa bis zu 65 Prozent der Baukosten, übernommen werden, muss bis zum Sommer 2019 der Bewilligungsbescheid der Regierung auf seinem Schreibtisch liegen.

Zügig soll das Projekt angegangen und neue Betreuungsplätze für die jüngsten Gemeindemitglieder geschaffen werden, da sind sich die Ratsmitglieder einig. Aber nicht um jeden Preis: "Ich will keine Container, die wieder rückbaubar sind", sagt Andreas Kukuk (FWG Eltingshausen). "Wir sollten langfristig attraktiv werden. Das müssen wir uns leisten." Der Gemeinderat sieht die Kindergärten als "Einstieg" auf dem Weg, eine Gemeinde interessant für junge Familien zu machen. Den Kindergarten in Ebenhausen erkennen die Gemeinderäte als denjenigen, der Platz bietet für eine Lösung, die schnell umgesetzt werden könnte. Im Sommer hatten sich die Räte die Kindergärten in der Gemeinde genauer angeschaut. "In Ebenhausen geht es schon sehr beengt zu", sagt Karin Haut (FWG Ebenhausen). "Wir sollten Eltingshausen nicht von Grund auf ausklammern", sagt Andreas Kukuk, "hier muss sowieso was passieren."

Die Plätze für sogenannte Regelkindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahren reichen zum jetzigen Zeitpunkt, heißt es aus der Gemeinde. Bei den Krippeplätzen wird es eng. Bürgermeister Franz Kuhn lässt Illusionen von vorschnellen Erwartungen allerdings keinen Raum: Mit den Genehmigungen rechnet er nicht vor dem Frühsommer im nächsten Jahr. "Und erst dann können wir ausschreiben."

Was der Oerlenbacher Gemeinderat sonst noch auf der Tagesordnung hatte :

Zuschuss Der Kindergartenverein Rottershausen erhält von der Gemeinde einen Zuschuss (zwei Drittel der Kosten) in Höhe von 7415 Euro für die Sanierung seier Spiel- und Festhalle.

Bauen Durch den Oerlenbacher Gemeinderat gehen Anträge von Kerstin Zitzmann (Rottershausen , Familienhaus) und Christian Fischer (Eltingshausen, neue Bedachung, Anbau). Außerdem gaben die Gemeinderäte ihr Handzeichen dafür, dass der Änderungsantrag für den geplanten Bau von "Norma" und "Logo" so dem Landratsamt vorgelegt werden kann. Vor dem Getränkemarkt sind jetzt mehr Parkplätze geplant und der Supermarkt will kürzer und breiter werden und so seine Verkaufsfläche um etwa 1000 Quadratmeter vergrößern. Frank Kuhn kalkuliert damit, dass bis Jahresende die Baugenehmigung vorliegt. bcs



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