Oberbach

Oberbach: Junge Leute für die Feuerwehr

Die Oberbacher Wehr blickt hoffnungsvoll in die Zukunft: Die personelle Struktur gibt keinen Grund zur Sorge. Die Mitglieder haben gewählt und Neue begrüßt.
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Gemeinsame Übungen im Oberen Sinngrund (wie hier am Arnsberg) soll es auch in Zukunft geben, hieß es bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberbach. Foto: Sebastian Schmitt (Archiv)
Gemeinsame Übungen im Oberen Sinngrund (wie hier am Arnsberg) soll es auch in Zukunft geben, hieß es bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberbach. Foto: Sebastian Schmitt (Archiv)
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Die Freiwillige Feuerwehr in Oberbach freut sich über sechs neue Mitglieder und insgesamt eine zukunftsweisende personelle Struktur. "Unsere Bemühungen um Nachwuchs für die Feuerwehr haben Früchte getragen", sagte Kommandant Christoph Schmitt bei der Jahreshauptversammlung. Noah Lagemann, Louis Ziegler, Christian Rüttiger, Nico Plobner, Niklas Martin und Tobias Weth wurden per Handschlag aufgenommen.

Die Zahl der aktiven Mitglieder betrug zum Jahreswechsel 86. Dazu noch einmal die gleiche Zahl an passiven Mitgliedern. 14 aktive Wehrmänner sind darüber hinaus Atemschutzgeräteträger. Verabschiedet wurde Dieter Feller als stellvertretender Kommandant. Weil er in der jetzt bevorstehenden Amtszeit die gesetzliche Altersgrenze für Kommandanten erreichen würde, hatte er sich dazu entschlossen, nicht mehr bei den Neuwahlen anzutreten. Für den "langjährigen gewissenhaften Einsatz an der Spitze" dankte ihm Kommandant Schmitt. Feller bleibt der Feuerwehr weiterhin als Gruppenführer erhalten. Verabschiedet wurde außerdem Bernhard Henkel, der seit 1988 als Gerätewart in der Feuerwehr aktiv war.

Die umfangreichen Wahlen leitete Bürgermeister Gerd Kleinzhenz (PWW). An der Spitze der Feuerwehr bleibt Christoph Schmitt als Erster Kommandant. Er wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Neuer Zweiter Kommandant wird Robin Kirchner, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Vorsitzender des Oberbacher Feuerwehrvereins bleibt Christoph Schmitt. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Tobias Rüttiger gewählt. Bisher hatte Dieter Feller dieses Amt inne. Er verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Kassier bleibt Robin Kirchner. Auch Schriftführer Kuno Bühner macht weiter. Kassenprüfer bleiben Klaus Rest und Sebastian Kehm. Zu Vertrauensleuten wurden Andreas Fuß und Stefan Dziadek gewählt.

Gute Gemeinschaft im Dorf

Bürgermeister Kleinhenz dankte der alten und der neuen Mannschaft an der Spitze der Wehr. "Jeder kann spüren, dass es ein gutes Team ist." Besonderes Lob gab es dafür, dass zum Beispiel bei der Leistungsprüfung mit der Freiwilligen Feuerwehr Wildflecken eng zusammengearbeitet wird. "Die Dorfgemeinschaft funktioniert noch sehr gut in unserer Gemeinde", sagte der Rathauschef. "Wir laufen bei der Feuerwehr in Oberbach nicht in Gefahr, dass die Personalstärke nicht mehr ausreicht." Kreisbrandmeister Georg Helfrich, der außerdem Kommandant in Wildflecken ist, berichtete aus dem Kreisfeuerwehrverband und sagte: "Ich bitte darum, dass die Bemühungen in Sachen Ausbildung und Lehrgänge künftig nicht nachlassen."

Einsätze und Übungen

Kommandant Christoph Schmitt blickte auf die zehn Einsätze im Jahr 2018 zurück. Bei einem Unfall in der Nähe von Riedenberg im Januar war eine junge Autofahrerin ums Leben gekommen. Die Oberbacher Wehr half mit bei der Vollsperrung der Straße und bei der Verkehrsführung an der ersten Riedenberger Einfahrt. Erhebliche Straßenglätte hatte in den frühen Morgenstunden für große Gefahr gesorgt. Kommandant Schmitt berichtete, dass nur knapp weitere Unfälle verhindert werden konnten. Während der Einsätze im Ernstfall wurden von den Kameraden rund 82 Stunden aufgebracht. Im regulären Übungsbetrieb wurden rund 380 Stunden geleistet.

Beantragt hat die Freiwillige Feuerwehr die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges vom Typ MLF. Dieses Fahrzeug soll im Jahr 2020 in den Einsatz gehen. Der Wildfleckener Marktgemeinderat hat den Antrag im September genehmigt. Ein Arbeitskreis hat mittlerweile Preisangebote verschiedener Hersteller eingeholt sowie ähnliche Fahrzeuge des Typs MLF im Landkreis Bad Kissingen besichtigt.

Nachwuchs begeistern

Der Mitgliederstand und die Altersstruktur der Feuerwehr in Oberbach seien wie in den vergangenen Jahren auf einem sehr guten Level, sagte der Kommandant. Dennoch müsse man weiterhin dafür sorgen, dass genügend Nachwuchs für die Feuerwehr begeistert wird. In Sachen Übungsbeteiligung sieht der Kommandant noch ein erhebliches Potenzial, das nicht ausgeschöpft ist. "Es ist sehr wichtig, eine funktionierende Feuerwehr im Ort zu haben. Ohne eine funktionierende Mannschaft, in der man vertrauensvoll und kameradschaftlich zusammenarbeitet und einander nahezu blind vertrauen kann, ist in meinen Augen die Führung einer Wehr und eines Vereins heute nicht mehr zu stemmen. Eine One-Man-Show wäre zum Scheitern verurteilt. "

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