Bad Kissingen
Vorhaben

Wohnen statt lernen

Die Stadt Bad Kissingen hat Pläne, was aus den Schulhäusern in Reiterswiesen und Arnshausen werden könnte, wenn die neue Hennebergschule steht.
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In diese Richtung geht's bei der Debatte über die Zukunft der Hennebergschule.  Foto: Siegfried Farkas
In diese Richtung geht's bei der Debatte über die Zukunft der Hennebergschule. Foto: Siegfried Farkas

Mehr als zwei Jahre lang hat die Stadt Bad Kissingen die aktuellen Entscheidungen rund um den geplanten Neubau der Hennebergschule an einem einzigen neuen Standort vorbereitet. In einigen Fragen hat der Stadtrat auf dem Weg sogar bereits Festlegungen getroffen. Eine dieser Fragen betrifft die Zukunft der bestehenden Standorte.

Anstatt der bisher drei Gebäude in drei Stadtteilen soll die Hennebergschule künftig nur noch einen gemeinsamen Standort haben. Und der wird ein neuer im Bereich Riedgraben/Seestraße in Garitz sein, wie der Stadtrat vergangene Woche beschlossen hat.

Verkaufen oder abreißen

Was die bestehenden Schulgebäude in den Stadtteilen Reiterswiesen und Arnshausen angeht, sind bereits vor einiger Zeit die Weichen gestellt worden. Demnach sollen die beiden Schulhäuser dort entweder verkauft oder - mit Ausnahme der Turnhalle in Arnshausen - abgebrochen werden. Aus den Grundstücken solle danach Bauland werden.

Wie die Stadt genau mit dem bisherigen Standort Garitz umgehen will, diese Entscheidung hat der Stadtrat vergangene Woche verschoben. Drei Varianten für die Zukunft standen dabei im Raum. Bei Variante 1 soll das denkmalgeschützte Lehrerhaus saniert und für Mietwohnungen genutzt werden. Das ebenfalls denkmalgeschützte Schulhaus könnte für öffentliche Nutzungen, zum Beispiel als Vereinsheim, saniert werden. Die restlichen, nicht geschützten Gebäude (Turnhalle, Altes Rathaus und Zwischenbau) würden abgerissen, das entstehende Bauland (4000 Quadratmeter) verkauft.

Variante 2 sieht den Erhalt der Turnhalle für den Vereinssport vor und plant in der Folge für den neuen Standort Riedgraben nur eine reine Turnhalle. Ansonsten wäre diese Lösung identisch mit Variante 1, allerdings entstünden nur 2000 Quadratmeter Bauland. Bei Variante 3 würden Lehrer- und Schulhaus sowie die Turnhalle und der Zwischenbau "zur Nachnutzung als Archiv und für die VHS" umgebaut. Das Alte Rathaus würde auch hier abgebrochen und zu Bauland. Auch wenn sich der Stadtrat vergangene Woche noch auf keine Variante festgelegt hat, sind doch bereits Tendenzen abzusehen. Für den neuen Standort hält der Stadtrat eine Zweifachturnhalle für sinnvoll und notwendig. "Diese Chance nicht zu nutzen, wäre sicher falsch", fasste Zweiter Bürgermeister Toni Schick als Sitzungsleiter die zumindest mehrheitliche Stimmung zusammen. Gleichzeitig nannte er Gedanken, dass die Stadt im Falle einer Zweifachturnhalle am neuen Standort am bisherigen Standort in Garitz eine weitere Zweifachturnhalle erhalten könnte, "Luftschlösser". Siegfried Farkas

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