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Wildflecken
Nachruf

Wildfleckens Kilian Abert ist gestorben

Trauer herrscht in Wildflecken und Bischofsheim über den Tod von Kilian Abert. Der 84-Jährige bleibt als Familienvater und großherziger Bauunternehmer in Erinnerung.
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Kilian Abert ist im Alter von 84 Jahren gestorben.  Marion Eckert
Kilian Abert ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Marion Eckert

Manchen Bischofsheimer Verein würde es mit der heutigen Ausstattung vielleicht gar nicht geben, wenn da nicht Kilian Abert gewesen wäre. Der leidenschaftliche Bauunternehmer, der mit seinem Betrieb von Oberweißenbrunn nach Wildflecken übergesiedelt war, unterstützte unzählige Bauprojekte.

Großer Arbeitgeber vor Ort

Schmerzvoll musste Abert 2003 mit ansehen, wie das von ihm nach dem Krieg aufgebaute Baunternehmen Insolvenz anmeldete. Damit endete unverschuldet von Entscheidungen vor Ort eine 300 Jahre alte Familientraditon. Mit 120 Beschäftigten war das Baunternehmen Abert der zweitgrößte Arbeitgeber in Wildflecken. Trotz bester Referenzen aus der Region war der Betrieb in Schieflage geraten, weil Auftraggeber für schlüsselfertige Projekte Rechnungen nicht bezahlt hatten.

Bischofsheimer Bürgermedaille

Trotz des Rückschlags für die heimische Wirtschaft galten Aberts weiter als rechtschaffene Unternehmerfamilie. Zum 70. Geburtstag hatte ihm die Gemeinde Bischofsheim als ersten Träger überhaupt 2005 die Bürgermedaille verliehen. Dabei würdigten Redner das Engagement Aberts für die Vereine. Abert war als Mitgründer über Jahre hinaus aktiv im Vorstand der Skiabteilung des Wintersportverein (WSV) Oberweißenbrunn. Außerdem hatte er mit seinem Bauunternehmen Vereine unentgeltlich unterstützt. Das reichte von der Bereitstellung von Fahrzeugen bis zur Ausführung ganzer Baumaßnahmen. Somit trug Abert zum Florieren von Rhönklub, Sportverein und WSV bei. Sichtlich angetan von so viel Würdigung dankte Kilian Abert seinerzeit und erklärte, dass er zwar nach Wildflecken "ausgewandert", aber immer Oberweißenbrunner geblieben sei.

Ehrenmitglied der Bauinnung

Doch die Anerkennung reichte noch weiter: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte ernannte die Bauinnung Rhön-Grabfeld 2017 mit Kilian Abert ein lang gedientes Mitglied zum Ehrenmitglied. Seit 50 Jahren hatte Abert die Jagd in Frankenheim gepachtet. Für sein Engagement in der Kreisgruppe Rhön-Grabfeld des Bayerischen Jagdverbands wurde er dort 2018 mit dem Eichenkranz in Silber ausgezeichnet. Beim großen Fest zum 50-jährigen Bestehen des Musikvereins Frankenheim 2017 hatte Kilian Abert mit seiner Frau Ludwina die Schirmherrschaft übernommen.

Das Reqiuem für Kilian Abert ist am Freitag, 6. September, um 14.30 Uhr in Oberweißenbrunn. Wolfgang Dünnebier

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