Laden...
Bad Kissingen
Haushalt

Wieder anders bei der Eule

Möglicher Verkauf bleibt im Konsolidierungskonzept der Stadt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vergangene Woche hat der Finanzausschuss des Kissinger Stadtrats noch empfohlen, den möglichen Verkauf der Gaststätte Zoom Eulenspiegel aus dem Konsolidierungskonzept für den Haushalt zu streichen. Jetzt hat der Stadtrat dafür entschieden, den Passus doch im Konzept zu lassen.  Siegfried Farkas
Vergangene Woche hat der Finanzausschuss des Kissinger Stadtrats noch empfohlen, den möglichen Verkauf der Gaststätte Zoom Eulenspiegel aus dem Konsolidierungskonzept für den Haushalt zu streichen. Jetzt hat der Stadtrat dafür entschieden, den Passus doch im Konzept zu lassen. Siegfried Farkas

Soll der mögliche Verkauf der Gaststätte Zoom Eulenspiegel aus dem Konsolidierungskonzept für den Haushalt der Stadt Bad Kissingen gestrichen werden? Vergangene Woche hat der Finanzausschuss des Stadtrats auf diese Frage mit relativ klarer Mehrheit geantwortet: Ja, auf jeden Fall. Die Kult-Kneipe sei schließlich ein Stück Kissinger Kulturgut.

Diese Woche entschied der Stadtrat die Sache anders, als es ihm sein Ausschuss empfohlen hatte. Am Mittwochabend votierten zwei Drittel der Räte für die alte Version des Konsolidierungskonzepts. Darin ist auch in Bezug auf die Eule zweimal die Rede davon, dass bei städtischen Liegenschaften, die nicht "für die kommunale Aufgabenerfüllung benötigt werden", als Alternative zu einer Weiterverpachtung "auch der Verkauf erwogen" werden soll.

Die Initiative zu dieser Meinungsänderung ging von Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) aus. Er hatte bei der Haushaltsdebatte am Mittwochabend im Stadtrat mehrfach herausgestellt, wer den entsprechenden Passus im Konzept lasse, der beschließe damit nicht, dass die Gaststätte verkauft wird, sondern nur, "dass sie ein mögliches Verkaufsobjekt bleibt". Mehr nicht. Den ursprünglichen Verweis auf die Gaststätte aus dem Papier zu streichen, wäre aus seiner Sicht gefährlich gewesen. Das Konsolidierungskonzept stehe in engem Zusammenhang mit den Stabilisierungshilfen, die Bad Kissingen in den vergangenen Jahren zur Verbesserung seiner Haushaltslage vom Freistaat bekommen habe. Wer jetzt nach erfolgreichem Abbau von Schulden durch staatliche Unterstützung Hand an das Konsolidierungskonzept lege, gehe ein Risiko ein. Zumindest die beiden letzten Jahresbeträge der Stabilisierungshilfen stünden noch unter dem Vorbehalt der Rückzahlbarkeit. far

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren