Bad Kissingen
Neuwahlen

Tragende Säule für Heimatfest der Kissinger

Der Verein der Freunde und Förderer des Rakoczy-Fests behält seine Führung, der Vorstand wurde im Amt bestätigt. Das Sonderkonzert wird neu organisiert.
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Besuch aus dem Mittelalter: Otto von Botenlauben und Beatrix von Courtenay zieren in diesem Jahr den Pin zum Rakoczy-Fest.  Siegfried Farkas
Besuch aus dem Mittelalter: Otto von Botenlauben und Beatrix von Courtenay zieren in diesem Jahr den Pin zum Rakoczy-Fest. Siegfried Farkas
Der Verein der Freunde und Förderer des Rakoczy-Fests trägt Jahr für Jahr ein Stück mehr dazu bei, die Weltbadgeschichte Bad Kissingens glanzvoll zu präsentieren. Inzwischen summieren sich seine Leistungen für das Fest schon auf über 100 000 Euro. Der Verein füllt seine Rolle als tragende Säule des großen Heimatfests der Kissinger auf ganz eigene, unprätentiöse Weise aus.


Seriös wirtschaften

Über Mitgliedsbeiträge, Spenden und den Erlös eines jährlichen Sonderkonzerts erwirtschaften die Freunde und Förderer die stattlichen Beträge, die sie regelmäßig in Uniformen und neue Wagen, in neue Kleider und in die Weiterentwicklung des Fests investieren. Und das alles mit der Betonung auf einer möglichst getreuen Darstellung der historischen Vorbilder.
Vergangenes Jahr, so berichteten Vorsitzender Peter Krug und Schatzmeisterin Karin Matthes, sorgte der Verein unter anderem für die neue Uniform von Max II. und für Verbesserungen am Festwagen der Quellenkönigin. Heuer geht es zum Beispiel um neue Kleider für Sisi, den Neuschwanstein-Festwagen sowie um die Anschaffung neuer Fahnen fürs Fest.
Brav und vernünftig gewirtschaftet wird dabei auch. 2017 waren am Ende des Jahres, trotz der Investitionen, mit 25 372 Euro über 3000 Euro mehr in der Kasse als am Jahresanfang. Auch für 2018 plant der 228 Mitglieder zählende Verein ein ausgewogenes Verhältnis von Ausgaben und Einnahmen.
Die alten Fahnen, die heuer ersetzt werden sollen, gehen nicht einfach in die Lumpensammlung. Nach Peter Krugs Worten ist geplant, sie beim Sonderkonzert im Juli zum Kauf anzubieten, um auf diese Weise einen Finanzierungsbeitrag für die neuen zu erwirtschaften.
Apropos Sonderkonzert: Bei dieser Traditionsveranstaltung steht dem Verein ein Wechsel bevor. Erika Burger, die den Verein mit der Organisation dieses Abends über Jahre sehr effektiv gesponsert hat, hört definitiv auf. Es gibt aber eine Nachfolgelösung, berichtete Karin Matthes bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. In diesem Jahr erwartet die Besucher eine Elvis-Presley-Tribut-Show.


Ehrenmitgliedschaft geplant

Einfach zu Ende gehen lassen wollen Krug und der Verein die Zusammenarbeit mit Erika Burger nicht. Die Sängerin war nicht nur viele Jahre Sponsorin, sondern letztlich auch so etwas wie der Grund für die Gründung des Vereins, berichtete der Vorsitzende. Entstanden sei der zunächst nämlich, weil es wegen eines anstehenden Konzerts von Erika Burger darum ging, als gemeinnützig anerkannt zu werden. Vor diesem Hintergrund holte sich Krug jetzt die Zustimmung der Hauptversammlung, der Sängerin im nächsten Jahr die Ehrenmitgliedschaft des Vereins zu verleihen.
Bruno Heynen, der zusammen mit Thomas Lutz das Rakoczy-Fest verantwortlich organisiert, brachte zur Versammlung den neuen Pin mit. Der zeigt in diesem Jahr Graf Otto von Botenlauben und Gräfin Beatrix.
Wie berichtet, stellte er zudem die neue Quellenkönigin vor. Sie hat für die drei Festtage Ende Juli ähnlich wie so manches ständige Mitglied der Rakoczyfamilie im Laufe des Jahres die Aufgabe, Bad Kissingen zu repräsentieren. Besonders eindrucksvoll war das für ihn selbst vergangenes Jahr beim Wahlkampfauftritt von Kanzlerin Angela Merkel und bei der Eröffnung des Luitpoldbads durch Markus Söder, berichtete Krug. Möglicherweise lieferte Krug als Prinzregent Luitpold da ja auch die Anregung für Söders spätere Kostümierung bei der Fastnacht in Franken.


Vorstand macht weiter

An der Spitze des Vereins herrscht weiter Kontinuität. Bei der Vorstandswahl bestätigten die Mitglieder alle Funktionsträger in ihren Positionen. Vorsitzender bleibt also Peter Krug, als sein Stellvertreter fungiert weiter Fritz Lang. Karin Matthes führt auch künftig die Kasse, Heike Ulsamer wurde erneut Schriftführerin. Die Riege der Beisitzer im Vorstand bleibt mit Bruno Heynen, Ludwig Büchner, Anna Krug und Rolf Matthes ebenfalls unverändert.
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