Bad Neustadt an der Saale

Südlink nicht auf Gebiet der Stadt Bad Neustadt

Einer möglichen Trasse, die am nördlichen Stadtrand von Bad Neustadt entlangführen sollte, wurde eine klare Absage erteilt.
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Eine klare Absage erteilte die Stadt einer möglichen Südlink-Trasse, die am nördlichen Stadtrand entlang führt.  Foto: Stefan Kritzer
Eine klare Absage erteilte die Stadt einer möglichen Südlink-Trasse, die am nördlichen Stadtrand entlang führt. Foto: Stefan Kritzer

Eine künftige Stromleitung von den ergiebigen Windkraftanlagen in Norddeutschland nach Bayern ist Gesetz. Nur weiß noch niemand genau, wo der SuedLink einmal verlaufen wird. Der Stadtrat hat nun Stellung zu möglichen Trassenvarianten für zwei mögliche Höchstspannungsleitungen bezogen. Die meisten davon lehnt die Stadt vehement ab, einen Favoriten nennt der Stadtrat aber dennoch.

Stellung beziehen

Die Stadt war aufgefordert, Stellung zu beziehen zu mehreren möglichen Verläufen der Höchstspannungsleitungen zwischen Wilster und Grafenrheinfeld sowie zwischen Brunsbüttel und Großgartach, beide als Erdkabel. Während letztere der beiden Trassenverläufe das Stadtgebiet nicht tangiert, und sich somit eine Stellungnahme erübrigt, birgt der SuedLink in Richtung Grafenrheinfeld je nach Verlauf eine Einschränkung für die weitere Entwicklung der Stadt. In dem Falle, wenn der Trassenverlauf durch das Biosphärenreservat Bayerische Rhön führen würde. In Richtung Grafenrheinfeld würde dann die Stromleitung im nördlichen Stadtgebiet ankommen und quer durch mögliche neue Baugebiete in Nachbarschaft zu den Bauplätzen "Westlich des Lebenhaner Weges" sowie zwischen den Gewerbegebieten Am Altenberg und Am Affenberg führen. Von dort führte die Stromleitung an Herschfeld vorbei quer durch ein mögliches interkommunales Gewerbegebiet, das die Stadt in Zukunft eventuell gemeinsam mit der Gemeinde Rödelmaier erschließen will. In Rödelmaier angekommen, würde der Trassenverlauf entlang der Autobahn A71 weiter nach Grafenrheinfeld verlaufen. Erwähnt seien hierbei noch die Naturschutzbereiche der Fränkischen Saale sowie das Heilwasserschutzgebiet der Stadt.

Absage

Kein Wunder, dass die Bauverwaltung im Stadtbauamt dieser Trassenführung eine Absage erteilte. Eine andere Strecke wäre viel eher im Sinne der Stadt. Die Gleichstromleitung könnte aus Richtung Eußenhausen kommend entlang der Autobahn A71 bis nach Grafenrheinfeld verlaufen. Diese Variante, bei dem das Stadtgebiet kaum tangiert würde, zieht die Stadt vor und befürwortet sie. Schließlich hätte dieser Trassenverlauf für die Stadt die geringsten "Raumwiderstände", wie es in der Stellungnahme heißt.

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