Bad Kissingen

Stühlerücken in der Verwaltung

Auf der Führungsebene des Bad Kissinger Rathauses gibt es wieder Veränderungen. David Rybak ist jetzt Abteilungsleiter. Und in der Bauabteilung steht ein Weggang an.
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David Rybak leitet jetzt die neu zugeschnittene Abteilung II der Stadtverwaltung Bad Kissingen.  Archiv Thomas Mäuser
David Rybak leitet jetzt die neu zugeschnittene Abteilung II der Stadtverwaltung Bad Kissingen. Archiv Thomas Mäuser

In der Welt der Arbeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten viel verändert. Dass man bei der Institution oder dem Unternehmen, wo man seine Ausbildung begonnen hat, nach Jahrzehnten des Diensts auch in den Ruhestand geht, mag früher so gewesen sein. Inzwischen kann sogar die Stadt Bad Kissingen ein Lied davon singen, dass vielleicht sogar mehrfache Stellenwechsel im Laufe eines Berufslebens nicht mehr ungewöhnlich sind. Die Stadtverwaltung nutzt so einen Wechsel auf der Führungsebene aktuell für Umstrukturierungen.

Nach dem Weggang von Justiziar Joachim Kohn nach Traunstein, der im Rathaus auch die Leitung der Abteilung II (Recht und Ordnung) inne hatte, gibt es deshalb nicht nur einen neuen Leiter der Abteilung II, sondern auch eine neue Bezeichnung dieses Teils der Verwaltung.

Seit Jahresanfang

Abteilungsleiter ist seit Jahresanfang David Rybak. Er hat der Stadt Bad Kissingen viele Jahre als Jugendarbeiter und Leiter des Referats Jugend, Familie und Soziales gedient. Zuletzt hatte er die Stabsstelle Verwaltungsmodernisierung inne. Diese Aufgabe wandert nach Angaben von Pressesprecher Thomas Hack mit Rybak in die Abteilung II.

In der Abteilung II werden künftig alle "bürgernahen Dienste quasi aus einer Hand" angesiedelt sein, teilt die Stadt mit Blick auf Bürgerbüro, Standesamt und Bestattungswesen sowie den Bereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung mit. Dabei werde auch das sogenannte digitale Rathaus künftig eine größere Rolle spielen.

Unverändert bleiben zunächst die Regelungen für die Abteilungen III und IV. Jan Voll ist Leiter der Bauabteilung, Peter Weidisch führt die Abteilung Kultur und Soziales. Keine Veränderung gibt es aktuell auch für die Leitung der Abteilung I, Finanzen und Verwaltung, zu vermelden. Die hat weiterhin Gerhard Schneider inne. Er ist gleichzeitig Geschäftsleitender Beamter der Stadt. Außerdem tritt er für die CSU als Kandidat bei der Oberbürgermeisterwahl im März an. Sollte er da gewinnen, steht allerdings das nächste Stühlerücken auf der Führungsebene der Stadtverwaltung an.

Position des Justiziars neu

Die Position des Justiziars ist künftig nicht mehr automatisch gleichzeitig mit der Leitung einer Abteilung verbunden. Stattdessen wird nach den Angaben in einer Mitteilung der Stadt eine Stabsstelle Zentrale Rechtsangelegenheiten geschaffen. Stabsstelle bedeutet, diese Stelle ist unmittelbar dem Bereich des Oberbürgermeisters zugeordnet. Laut Mitteilung der Stadt kann der juristische Sachverstand so einfacher "alle Organisationseinheiten in juristischen Fragestellungen begleiten".

Ein bisschen dürfte der Vorgang aber auch mit der Situation auf dem Markt für Verwaltungsjuristen zu tun haben. Die ist aus Sicht der öffentlichen Arbeitgeber gerade nicht mehr so einfach. Die meisten Bewerber dürften ziemlich jung sein. Da liegt der Gedanke nahe, in einem sehr frühen Stadium des Berufslebens nicht gleich noch eine Abteilungsleitung als zusätzliche Anforderung draufzusatteln. Eine offizielle Bestätigung für diese Einschätzung ist allerdings nicht zu erwarten.

Die Suche nach einem neuen Juristen für die Stadtverwaltung läuft zwar bereits. Abgeschlossen ist sie jedoch nach Angaben von Thomas Hack noch nicht.

Bauamtsleiter Jan Voll geht

Mit dem Weggang von Kohn und dem Aufstieg von Rybak sind die Wechsel in der Führungsriege der Stadtverwaltung noch nicht abgeschlossen. In der Bauabteilung steht auch eine Veränderung bevor. Bauamtsleiter Jan Voll wird das Rathaus wieder verlassen.

Dem Vernehmen nach kehrt er zum Staatlichen Bauamt Würzburg zurück. Von dort war Voll 2016 als Nachfolger des langjährigen Baudirektors Hermann Schober zur Stadt Bad Kissingen gekommen. Eine offizielle Bestätigung dafür ist bisher aber weder von der Stadtverwaltung noch von Voll selbst zu bekommen. far

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